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Meisterdetektiv Pikachu
Follow Publisher: Nintendo
Entwickler: Nintendo
Altersfreigabe: 6+
Release: 23. März 2018

Meisterdetektiv Pikachu

Site Score
7.5
Good: Das sarkastische Pikachu, Gelungenes Detektiv-Gameplay, Cutszenes mit Sprachausgabe
Bad: Nur die notwendigsten Pokémon-Infos, amiibo-Funktionen kaum notwendig
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So ernst und realitätsnah kann Pokémon sein!

Nach etlichen zuckersüßen Hauptablegern der Pokémon-Reihe und diversen Spin Offs melden sich Nintendo und Game Freaks mit einem weiteren Pokémon-Adventure auf dem Gamingmarkt zurück und überraschen mit einer eher außergewöhnlichen Wahl des Settings. In diesem begleitet man das Maskottchen Pikachu bei dessen Tätigkeiten als Detektiv. Soweit so gut, allerdings handelt es sich nicht um die quietschende, kinderliebe Elektromaus die Ash Ketchum immer bei seinen Abenteuern begleitet hat, sondern um einen sarkastischen, Kaffee trinkenden Miesepeter. Ob das gut gehen kann?

Mit Kappe und Kaffee den Tätern auf der Spur!

Die große Stadt birgt für so manches Landei ein fantastisches Abenteuer! Doch ist nicht die Suche nach einem großen Abenteuer der Grund von Tim Goodmans ersten Besuch in Ryme City, einer belebten Großstadt in der Pokémon und Menschen nebeneinander leben. Sein als Detektiv tätiger Vater ist spurlos verschwunden und hat eine besorgte Familie zurück gelassen. Der von Natur aus misstrauische Tim fasst somit den Entschluss, die Ermittlungen selbst in die Hand zu nehmen und dem sonderbaren Verschwinden auf die Spur zu gehen. Doch bereits der erste Eindruck erweist sich als verstörend, denn noch bevor der Jungspund mit seinen Arbeiten als Junior-Detektiv nachgehen kann, wird er Zeuge eines heimtückischen Überfalls, bei dem zwei Griffel für Chaos sorgen und eine Halskette stehlen. Instinktiv eilt er den Opfern zur Hand und wird dabei von einem Pikachu unterstützt. Das Besondere an dieser Zusammenarbeit ist, dass dieses Pikachu als Einziger die menschliche Sprache versteht und Tim die einzige Person ist, die mit ihm kommunizieren kann. Den Vorteil beider Welten nützend, stürzen sich die beiden Hals über Kopf in ein Abenteuer, von dem sie beide noch nicht ahnen, welche Auswirkungen es auf ihr Leben haben wird.

Meisterdetektiv Pikachu ist mit seiner komplett neuen Storyline nicht nur ein innovativer Schritt für Nintendo, sondern gewährt einen gänzlich neuen Einblick in die Welt der Pokémon. Bisher hat man die kleinen Taschenmonster höchstens als Teilnehmer von Kämpfen und Gebrauchsobjekte in alltäglichen Situationen gesehen, in diesem Nintendo 3DS-Spiel sieht man sie erstmals wie normale Lebewesen, die Menschen Streiche spielen oder einfach nur in der Natur leben, ohne Menschen anzugreifen und somit gleich in einen Kampf zu verwickeln. Das Spiel geht auch des Öfteren auf die Bindung zwischen Trainern und ihren Pokémon ein und enthüllt, dass viele der virtuellen Taschenmonster sich gar nicht so gut mit ihren Besitzern verstehen oder ihre Eigenheiten nervig finden.

Gameplay

Anders als bei den Pokémon-typischen Kämpfen fokussiert sich Meisterdetektiv Pikachu auf das Sammeln von Informationen, vergleichen von Aussagen und Lösen von leichten Rätseln. Dazu spricht man in mehreren Arealen mit Pokémon und Bewohnern der Stadt Ryme City und versucht sich ein ungefähres Bild von den Geschehnissen unterschiedlicher Situationen zu machen. Pikachu meldet sich dabei gelegentlich zu Wort und unterstützt den jungen Hobby-Detektiv. Die Informationen werden in den zwei Unterteilungen Anhaltspunkte und Ermittlungen am Touchscreen festgehalten. Hier werden auch Informationen über getroffene Personen und Pokémon festgehalten, wobei diese bei weitem nicht so detailliert sind, wie man es von den typischen Pokémon-Spielen gewohnt ist.

Nach einer ausführlichen Datenaufnahme und mehreren Gesprächen mit Pikachu kommt es zu einer kurzen Zusammenfassung mit der gelben Elektromaus, bei der sämtliche Fakten zusammengestellt und ein Lösungsansatz gesucht wird. Dies erfolgt in Form von Auslegen der Fakten-Karteikarten auf Fragezeichenflächen. Wurde ein Rätsel gelöst, schreitet man zu dem nächsten Gebiet weiter und widmet sich neuen Geschehnissen.

Ganz selten aber immerhin gibt es auch einzelne Filmsequenzen mit QuickTime-Events in denen man so schnell wie möglich oder rechtzeitig eingeblendete Tasten drücken muss. Verpasst man diese, startet die Szene noch einmal von neuem, also muss man sich keine Sorgen machen eine der brenzligen Gelegenheiten zu verhauen. An der Stelle ist es schade, dass es keine Leistungsbeurteilung am Ende eines Kapitels gibt oder eine zeitliche Auflistung, wie lange man für ein Rätsel oder ein Kapitel benötigt hat.

Amiibo

Durch den Einsatz der Meisterdetektiv Pikachu-amiibo-Figur können sämtliche Kapitel-bezogenen Filmsequenzen mit Pikachu auf einen Schlag freigeschaltet werden. Diese enthüllen meist sinnvolle Tipps zu den aktuellen Rätseln oder lustige Details über Pikachus Eigenheiten, wie beispielsweise dem Kaffee trinken. Man kauft sich die übergroße Figur also eher des Sammlerwertes wegen und nicht aufgrund der tollen Funktionen.

Grafik

In den zahlreichen 3D-Levels untersucht man Einrichtungsgegenstände, Objekte und unterhält sich mit Personen, um mehr Informationen über gewisse Situationen zu erhalten. Sämtliche Informationen werden anschließend auf dem unteren Touchscreen in Form einer Konklusion zusammengeführt und die jeweiligen Rätsel gelöst. Die Menüs sind dabei sehr simpel und die Informationen sehr kurz ausgefallen, damit man möglichst schnell Informationen vergleichen und verwerten kann. Die Charaktere und Pokémon haben liebevolle 3D Modelle spendiert bekommen und verraten in den Textpassagen sogar anhand von kleinen Icons, welcher Gemütszustand sie gerade beflügelt.

Dem namensgebenden Titel entsprechend besitzt das Spiel sehr viele Filmsequenzen mit Pikachu. Hat man ein Kapitel erstmals zu Ende gespielt, können diese auch in einem der Untermenüs nachwirkend angesehen werden. Hier sieht man auch wie viele Szenen man mit der gelben Elektromaus verpasst hat. Meist handelt es sich nur um lustige Situationen oder kleine Hinweise die dem kleinen Begleiter zwischendurch einfallen.

Sound

Mit einer Reihe ruhiger Klänge, die ganz ungewohnt für die restlichen Ableger der Pokémon-Serie sind, wird das Detektiv-Abenteuer sehr passend und immer interessant untermalt. Je nach Location gibt es eine herausstechende Melodie zu hören, welche dem Titel einen besonderen Charme verleiht. Sämtliche Spielfiguren wurden in den Filmsequenzen mit englischer Sprachausgabe vertont, wodurch Meisterdetektiv Pikachu fast schon einen filmartigen Touch erhält – besonders Pikachus untypisch tiefe Stimmlage, gepaart mit einer Handvoll Sarkasmus, passt hervorragend zu dem Spin Off.

Abschließende Worte

In Form der längsten markenlosen Kaffee-Werbung mit leichten Rätseln, interessanten  Enthüllungen zu den Gedanken der Pokémon und ein paar lustigen, sarkastischen Kommentaren schleicht sich das neuwertige Spin Off in die Herzen der Pokémon-Fans ein. Zwar ist der Titel mit den Unmengen synchronisierten Zwischensequenzen kein Überflieger, aber eine solide Spieleneuheit, die mit frischen Inhalten und Ansichten brilliert.

– Interessante Story

– Einblicke in die Gedanken der Pokémon

– Das sarkastische Pikachu

– Gelungenes Detektiv-Gameplay

– Cutszenes mit Sprachausgabe

– Keine Leistungsbeurteilungen

– Nur die notwendigsten Pokémon-Infos

– amiibo-Funktionen kaum notwendig

Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!

Eure Meinung dazu?

Meisterdetektiv Pikachu – Fakten