Neuigkeiten››
Liket uns auf Facebook und abonniert unseren Youtube-Kanal um die neuesten Informationen zu Videospielen zu verfolgen! Meisterdetektiv PikachuMossMetal Gear SurviveMonster Hunter WorldThe Inpatient
The Inpatient
Follow Entwickler: Supermassive Games
Publisher: Sony
Altersfreigabe: 18+
Release: 24. Jänner 2018

The Inpatient

Site Score
5.5
Good: Erneut Schmetterlingseffekt-System, Steuerung via Sprachausgabe
Bad: Oft langatmige Passagen, Schrift manchmal zu klein, Grafisch doch recht mau
User Score
(0 votes)
Click to vote
VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0.0/10 (0 votes cast)

Wieder ein Supermassives Spiel für PlayStation 4!

Nachdem der britische Videospielentwickler Supermassive Games 2015 den grandiosen Kracher Until Dawn ins Leben gerufen hat, erweiterte 2016 die Einführung der PlayStation VR und mit ihm der knackige Starttitel Until Dawn: Rush of Blood das Universum des Horrorspiels. Zwar handelte es sich bei dem Titel um einen recht kurzen On Rail-Shooter, dennoch merkte man die Bemühungen des Entwicklers, sich mit der “Brillen-Technologie” intensiv auseinander zu setzen, auch wenn die gewohnt storylastige Komponente gänzlich wegfiel. Mit The Inpatient greift die Spieleschmiede erneut auf die geschichtlichen Inhalte des Hauptspiels zurück und hofft die Begeisterung des Gruseltitels auch auf das Downloadspiel überschwappen zu lassen.

Gefangen in einem Albtraum. Direkt vor den Augen!

An einen Sessel gegurtet wacht man als Insasse des Blackwood Sanatoriums auf und wird von einem alten Arzt mit sonderbaren Fragen durchlöchert. Selbst bekommt man eher weniger Antworten, dafür Spritzen und Kopfschmerzen, die in weiterer Folge Albträume erzeugen. Dabei ist die Liste der Unklarheiten groß; Wieso wurde man in die Nervenklinik, hoch in den Bergen, eingewiesen? Wer ist der sonderbare Zimmergenosse, welcher gelegentlich austickt. Was hat es mit den klaustrophobischen Träumen auf sich und ist das unheimliche Monster nur Einbildung oder tatsächlich eine Bedrohung? Langsam scheint sich die Realität und Fiktion zu vermischen und ehe man sich versieht, befindet man sich in einem real gewordenen Albtraum, aus dem nicht mehr aufwachen kann.

The Inpatient ist die direkte Vorgeschichte von Until Dawn und greift die Handlung der 30 Minenarbeiter auf, welche im Rahmen eines Erdrutsches in den Gebirgshöhlen eingeschlossen waren und dem Kannibalismus verfielen. Es gibt dabei kein Cameo bekannter Charaktere aus dem Hauptspiel, selbst wenn es gelegentlich optische Ähnlichkeiten mit früheren Protagonisten gibt. Das Downloadspiel bedient sich dem gleichen Schmetterlingseffekt-System wie beim großen Bruder, wenn auch die Geschichte anfangs nur sehr langsam ins Rollen kommt und die Entscheidungsmöglichkeiten nicht in ganz so hoher Zahl zu finden sind. Es reicht zumindest dafür aus, dass man das Spiel des Öfteren durchspielt, da es recht kurz ist und man trotz der langwierigen Gehpassagen und sonderbar agierenden Spielfiguren doch wissen möchte, welche Storyausgänge andere Entscheidungen gebracht hätten.

Gameplay

Nur sehr schleppend wird man in die Geschehnisse von The Inpatient eingehüllt, dementsprechend wenig kann man anfangs mit dem Spiel interagieren. Was mit dem Beantworten von einfachen Fragen anfängt, geht nur sehr zaghaft in minimale Bewegungen der Spielfigur über. Zudem schlendern nicht nur die eigene sondern auch andere Spielfigur gerade einmal im Schritttempo die Flure entlang, was den Anschein erweckt, als wolle man gar nicht, dass sich der Spieler zu schnell durch die Räumlichkeiten bewegt. Gesteuert wird der Protagonist mittels des PlayStation 4-Controllers, wobei die Blickrichtung mit dem rechten Stick und die Gehrichtung mit dem linken Stick kontrolliert werden kann. Gelegentlich interagiert man mit Objekten und öffnet somit Türen oder wendet Blätter, Fragen beantwortet man jedoch entweder durch direktes Auswählen mit dem Analogstick und bestätigen mittels X-Knopf oder der Sprachsteuerung. Letzteres ist dabei überraschend gut umgesetzt worden, da die gewünschte Auswahl nicht einmal ganz vorgelesen werden muss, ehe das Spiel sofort reagiert.

Im Mittelpunkt der Geschehnisse steht dabei abermals die von Entscheidungsmöglichkeiten geprägte Story, welche liebevoll Schmetterlingseffekt genannt wird. Fragen und eingeschlagene Wege wirken sich konstant auf den weiteren Verlauf der Geschichte aus und beeinflussen somit auch das Ende der Handlung beziehungsweise welche der Spielfiguren überleben. Da die Vielfalt der unterschiedlichen Verzweigungen nur sehr beschränkt ist, hält sich die Begeisterung zu den Auswirkungen auf die Geschichte, im Gegensatz zum Hauptspiel in Grenzen.

Grafik

Until Dawn hat man als eines der optisch attraktivsten PlayStation 4-Titel in Erinnerung – The Inpatient hat da aufgrund der technischen Limitierung seitens der PlayStation VR-Brille jedoch nicht die gleichen, hervorragenden Voraussetzungen wie sein großer Bruder. Auch wenn die Qualität des Charakterdesigns mit dem Hauptspiel vergleichbar ist, hinkt die Darstellung stark hinterher. Sämtliche Spielfiguren verhalten sich sonderbar, computergesteuert und komplett unnatürlich. Darüber hinaus ist die Optik nahezu durchgehend stark verpixelt und oftmals ist es in den virtuellen Räumlichkeiten viel zu dunkel, um alles wie gewünscht zu erkennen. Dadurch entstehen zwar einige richtig gut platziere Jump Scares, das Erkennen von eingeblendeten Schriftzügen, die somit kaum lesbar sind, leidet jedoch stark darunter. Gelegentlich scheint das Spiel selbst nicht zu wissen ob bestimmte Figuren nun vor dem Spieler stehen oder nicht. Das macht sich dadurch bemerkbar, dass das Licht der Taschenlampe beispielsweise durch diese durchleuchtet.

Im ersten Spieldrittel vielleicht noch nicht so prägnant auffallend, aber sobald man seine Zelle verlässt im 10-Sekunden-Takt vorkommend, sind die umständlichen Ladezeiten. Vermutlich haben die Entwickler bei Supermassive Games damit gerechnet, dass die Spieler einen Großteil der Zeit damit verbringen werden die Räumlichkeiten der virtuellen Welt bis auf den letzten Winkel zu erkunden, denn diese sind an den ungünstigsten Stellen platziert worden.

Sound

Horrorspiele wie The Inpatient, die zudem noch mit der PlayStation VR-Brille gespielt werden, sollte man am Besten mit Kopfhörern erleben, da somit Schockmomente und Orientierung wesentlich besser zur Geltung kommen. Gruselige Musik und ein guter Einfluss von natürlichen Geräuschen (Das Rauschen von Wind, knarren von Holz im Boden) machen dabei einen sehr guten Eindruck.

Sowohl im Deutschen als auch im Englischen besitzt The Inpatient eine solide Sprachausgabe und Synchronisation.

Abschließende Worte

Auch der zweite PlayStation VR-Versuch von Supermassive Games erweist sich als recht durchschnittliche Erfahrung auf der PlayStation 4. Mit einem leicht abgeschwächten Spielsystem und einem durchaus interessanten und noch nicht ausreichend erklärten Abschnitt der Hauptstory bietet The Inpatient durchaus guten Grund das Virtual Reality-Spiel zumindest einmal gespielt zu haben. Leider geht durch die technische Limitierung der PlayStation VR-Brille sehr viel Charme an der virtuellen Welt verloren, was sich letzten Endes sehr negativ auf die Gesamtwertung des Spieles auswirkt. Als Fan des Haupttitels sollte man The Inpatient aber auf jeden Fall einmal bei einem Freund ausprobiert haben.

– Erneut Schmetterlingseffekt-System

– Steuerung via Sprachausgabe

– Interessante Schockeffekte

– Solide Musik & Synchronisation

– Story etwas zu kurz

– Charaktere wirken unnatürlich

– Oft langatmige Passagen

– Schrift manchmal zu klein

– Grafisch doch recht mau

– Zahlreiche nervige Ladezeiten

Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!

Eure Meinung dazu?

The Inpatient – Fakten