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Monster Hunter World
Follow Publisher: Capcom
Entwickler: Capcom
Altersfreigabe: 12+
Release: 26.01.2018

Monster Hunter World

Site Score
9.0
Good: Beeindruckend schöne Grafik, Nahtloser CGI/ Gameplay-Übergang, Sehr einsteigerfreundlich
Bad: Entfernte Monster leicht verpixelt
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Die Monsterjagd kehrt zum Ursprung zurück!

Nach zahlreichen Ausflügen auf diversen portablen Plattformen kehrt Capcoms Milliarden schwere Marke erneut auf die Standkonsolen zurück. Monster Hunter World dürfte jedoch nicht nur für Fans der Reihe, sondern wieder einmal auch für Neueinsteiger einen schmackhaften Ableger darstellen, denn das Monsterjäger-Spiel wartet mit einer Vielzahl großer Neuerungen auf, die langjährigen Anhängern vermutlich das Wasser im Mund zusammen laufen lässt.

Neue Welten, neue Monster, neue Jäger!

Nach Jahren des Monsterjagens war es für die Sippschaft talentierter Jäger an der Zeit neue Welten zu erkunden. Die unendlichen Weiten des Ozeans sind für mutige Herzen nur ein Katzensprung, wenn das ferne Land neue Abenteuer und grandiose Erlebnisse verspricht. So auch für den eher wortlosen Protagonisten, der als Jäger-Greenhorn die Reihen der Fünften Flotte bereichert. Die Begeisterung und der Mut hält jedoch nur bis zum ersten Aufeinandertreffen mit einem gigantischen Lavawesen namens Zorah Magdaros, welches nicht nur das eigene Schiff, sondern die gesamte Flotte aufreibt. Ein grandioser Start in das Abenteuer, denn man befindet sich nach der kurzfristigen Schiffsbrüchigkeit auf sich alleine gestellt auf einer menschenleeren und von Monstern überrannten Insel wieder. Das soll mutige Jäger aber nicht von ihrem Vorhaben abhalten zu überleben und stärker zu werden! Kurze Zeit und einige Monster-Konfrontationen später trifft man auch gleich auf die von Menschen bereit etablierte Stadt Astern, von der aus man das Vorhaben, die Insel für Felynes und Menschen bewohnbar zu machen, in Zukunft vorantreibt.

Capcom hat mit Monster Hunter World nicht nur ein kleines Update früherer Ableger für PlayStation 4 und Xbox One auf den Markt gebracht, sondern die gesamte Marke überarbeitet, deutlich verbessert und vergrößert. Man merkt dem Spiel an, dass die Einführung in die Handlung der Geschichte und den damit verbundenen Aktivitäten eines Jägers wesentlich spielerischer präsentiert werden. Es kommt einem somit wesentlich mehr wie ein Singleplayer-Spiel vor, welches rein zufällig auch Mehrspieler-Komponenten besitzt – dabei handelt es sich um genau das Gegenteil. Durch die intelligente Verknüpfung von Storymissionen mit den einzelnen Jagdmissionen werden die wichtigsten Missionen und Aufgaben der Jäger, Forscher und Monsterzähmer langsam aber dennoch sehr eindeutig erklärt und die Fülle an Informationen, welche früher fast ausschließlich in Textbausteinen dargestellt wurde, in einem Learning-by-doing-Verlauf vermittelt.

Gameplay

Monster Hunter World sieht einfach fabelhaft aus und ist für ein Action Adventure von diesem Kaliber sehr gut dabei auf lange Sicht unübertroffen zu sein.

An dem Kernelement von Monster Hunter wurde zum Glück nichts verändert, lediglich die Werkzeuge und die drum herum befindlichen Aktivitäten verfeinert. Noch immer übt man sich im Erlegen von gigantischen Kreaturen, verarbeitet deren Überreste zu Rüstungen und Waffen und nimmt anschließend noch größere und gefährlichere Kreaturen ins Visier. Das Verhalten und die Schwachstellen der Monster sind dabei von Wesen zu Wesen unterschiedlich, daher variieren sämtliche Kämpfe untereinander. Talentierte Jäger üben sich zudem nicht nur im Erlegen der Urzeitwesen sondern brillieren ihre Fähigkeiten im Spurenlesen, um mehr Informationen zu diesen in Erfahrung zu bringen, oder verletzen die Dickhäuter so sehr, dass diese geschwächt in aufgestellte Fallen tappen und zu Forschungszwecken weiterverwendet werden können. Besonders das neu eingeführte Lesen von Spuren und Aufsammeln von Federn, Schleim oder Überresten vereinzelter Monster macht den neuen Ableger so abwechslungsreich. Kommt man in ein neues Gebiet, gilt es nicht nur die neue Umgebung, sondern auch deren Bewohner und Kreaturen zu erforschen. Da kommen die riesigen, vielseitig verzweigten Levels von Monster Hunter World wie gelegen! Je mehr man die einzelnen Urzeitwesen und deren Habitate erforscht, umso geübter wird man im Kampf gegen diese. Dabei lernt man nicht nur ihre Schwächen gegenüber vereinzelten Elemente kennen oder welches attackierte Körperteil welche Ressourcen freisetzt, sondern lernt verbündete katzenähnliche Bewohner oder Monster eines Levels kennen, die den Spieler im Gefecht spontan unterstützen können. Das Erkunden der riesigen Areale hat aber abseits von der Monster- und Umgebungskenntnis noch einen Vorteil; man lernt neue Charaktere kennen, die den Spieler unter Umständen mit neuen Items, interessanten Informationen zu den Gebieten oder weiteren Aufträgen versorgen. Das Einbinden von Storyelementen und das intensive spielerische Erkunden der Levels machen das Konsolenspiel zu einem der bislang besten Ableger.

Gewohntermaßen rüstet man sich mit einer von den 15 unterschiedlichen Waffentypen aus, übt in der Tainingsarea deren Anwendungen und anschließend im Gefecht gegen kleine und später größere Gegner. Ohne Palico-Unterstützung seitens der katzenähnlichen Schnurrtruppler zieht man in der Arena auf Zeit gegen diverse Monster-Konstellationen und brilliert nicht nur in der Bestenliste, sondern auch im Umgang mit den neu geschmiedeten Waffen. Denn wer gegenüber böswillige Kreaturen ankommen möchte, der muss sich auch beim Schmieden seiner Ausrüstung auskennen und von diversen Hilfsmittel Gebrauch machen. Viele der Missionen wiederholen sich zwar wie in den älteren Teilen laufend, Capcom hat es aber geschafft diese eleganter an die Spieler heranzubringen. Spätestens wenn man merkt, dass man vereinzelte Jagd- oder Fang-Mission öfters wiederholen muss, ist man mit dem Gameplay schon so vertraut, dass die Kämpfe und Sammelaktionen flüssig von der Hand gehen. Damit man dennoch mit jeder einzelnen Waffe das Gefühl hat mehr Kontrolle über das Gefecht zu haben als bei den Vorgängern, besitzt jede einzelne eine grob heruntergebrochene Combo-Liste, welche sich großteils nur aus verschiedenen Konstellationen des Dreieck- und Kreis-Knopfes zusammensetzt. Zusätzlich gibt es noch den Demon-Mode welcher den Spieler vorübergehend auf Knopfdruck stärker macht und verheerende Angriffsmuster an den Tag legt. Für Ausflüge, die nicht mit einer Konfrontation enden sollen, gibt es nach den ersten paar Spielstunden einen Tarnumhang, mit dessen Hilfe man für die Auge der Monster verborgen bleibt. Als Alternative kann man auch geduckt durch die Umgebung gehen und sich in Büschen verstecken, um beispielsweise Sammelmissionen erfolgreich abzuschließen.

Multiplayer

Monster Hunter World erweckt zu Beginn den Anschein, als wäre es ein Einzelspielerspiel, macht aber gleich beim Spielestart klar, dass dies nicht der Fall ist. Zwar sind sämtliche Missionen im Alleingang bestreitbar, die Vorbereitungen um auf ein derartig gutes Level zu kommen, sind aber dennoch immens. Daher wird man gleich zu Spielbeginn aufgefordert eine Spielegruppe anzulegen, der sich auch andere Spieler anschließen können (es gibt natürlich auch die Möglichkeit alleine zu spielen und ist die PlayStation 4 offline, wird man gar nicht gefragt). Je nach Mission zieht man anschließend zu zweit, zu dritt oder zu viert in den Kampf gegen die Urzeitriesen oder verbringt die Zeit bei der spielinternen Kantine, um sich für die nächste Mission zu stärken.

Zur besseren Identifikation besitzt jeder Spieler eine Spielerkarte, auf der sämtliche Informationen des virtuellen Alter Egos vermerkt werden. Hier werden erlegte Biester, verwendete Waffen und der spezielle Jägerrang angezeigt.

Grafik

Das Einbinden von Storyelementen und das intensive spielerische Erkunden der Levels machen das Konsolenspiel zu einem der bislang besten Ableger.

Der Wechsel vom kleinen portablen Screen auf den HD-Screen bringt gewaltige Neuerungen mit sich. Monster Hunter World sieht einfach fabelhaft aus und ist für ein Action Adventure von diesem Kaliber sehr gut dabei auf lange Sicht unübertroffen zu sein. Dabei sind es nicht nur die gigantischen Levels, die selbst nach mehrmaligem Erkunden immer noch Neuheiten und unerforschte Ecken bieten, sondern auch die dynamischen Tag-/ Nacht und Wetterwechsel sowie der nahtlose Übergang zwischen Filmsequenzen und Spielegrafik (selbst wenn die Monster von der Filmsequenzen in das Gameplay in der Größe zu schrumpfen scheinen – es sieht gut aus!) und die Vielfalt an Pflanzen und Lebenwesen, die zwar nicht direkt beeinflusst werden können, aber zur allgemeinen Schönheit des Spieles beitragen. Auch die Tatsache, dass es keine Ladezeiten zwischen den einzelnen Levelbereichen gibt, macht das Spiel noch dynamischer, ebenso wie der Wegfall der starken administrativen Strukturen und unzähligen Textpassagen wie man sie aus den Vorgängern kannte (es gibt dennoch vereinzelt welche, diese beschränken sich dennoch auf wenige Seiten und Tutorials sind gelegentlich mit Videos ergänzt worden). Befinden sich mitunter viele Monster auf dem Screen und einige davon in einer größeren Entfernung im Hintergrund, kann es unter Umständen vorkommen, dass diese leicht verpixelt dargestellt werden und deren Bewegungen ruckeln. Dieses kleine Manko ist aber nur sehr selten aufgefallen und trübt das Gesamtbild in keinster Weise.

Capcom schafft es aber, neben den actionlastigen Passagen im Spiel, auch Platz für die ruhigen Minuten zu schaffen. So konzentriert sich der Titelscreen auf sich täglich ändernde unterschiedliche, idyllische Umgebungen oder rückt die kleinsten Lebewesen von Monster Hunter World in den Vordergrund; beispielsweise einen Mistkäfer wie dieser eifrig seinen Dung-Ball zu seinem Wohnort befördert.

Sound

Es ist ein beeindruckendes Gefühl in den wenig grünen Flecken einer kargen Felslandschaft nach Kräutern zu suchen und während dem konzentrierten Erledigen eines Sammelauftrags von einer gigantischen Echse überrumpelt zu werden. Das ruhige Zirpen der Grillen in der Nacht wird dann plötzlich von einem Orchestra unterbrochen und die Stimmung schwankt von idyllischer Friedlichkeit zu einer actionlastigen Sequenz, in der man sich mit einem überdimensional großen Monster um das blanke Überleben prügelt. Situationen wie eben beschrieben sind in Monster Hunter World keine Seltenheit und mitunter auch ein Grund warum man so leicht in die fantastische Welt des Spiels versinken kann. Abseits des stimmigen Soundtracks besitzt es auch komplett synchronisierte Filmsequenzen in mehreren Sprachen und auch die ingame Szenen haben viele vertonte Stellen erhalten.

Abschließende Worte

Monster Hunter World präsentiert den Höhepunkt der Marke ohne sämtliche Mankos der Reihe, die in den vergangenen Jahren durch die Limitierung des Taschenformats, entstanden sind. Kaum Ladezeiten, spielerische Einbindung der Gameplay-Elemente in die Geschichte und hervorragend inszenierte Gefechte, die Fans und Neueinsteiger laufend bei der Laune halten. Es erweckt den Anschein, als hätte Capcom lediglich jahrelang auf den richtigen Zeitpunkt gewartet das bislang beste Monster Hunter-Spiel zu veröffentlichen, welches sich sämtliche Kritiken der Vorgänger offensichtlich zu Herzen genommen hat. Und dieses Ergebnis sieht gut aus und spielt sich auch dementsprechend sehr gut!

– Keine Ladezeiten zwischen Arealen

– Beeindruckend schöne Grafik

– Nahtloser CGI/ Gameplay-Übergang

– Sehr einsteigerfreundlich

– Interessante Story für ein Monster Hunter

– Gameplay geht sehr flüssig von der Hand

– Entfernte Monster leicht verpixelt

Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!

Eure Meinung dazu?

Monster Hunter World – Fakten