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Super Mario Odyssey
Follow Publisher: Nintendo
Entwickler: Nintendo
Altersfreigabe: 6+
Release: 27. Oktober 2017

Super Mario Odyssey

Site Score
9.0
Good: Kooperativer Mehrspielermodus, Leveldesign verzaubernd charmant, Unterschiedliche Steuerungsarten
Bad: - Anfangs etwas zu leicht, Teils unspektakuläre Aufgaben
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Kappe, Schnauzbart & Latzhose – der Klempner ist wieder da!

Trotz diverser Ableger auf der Wii U im Katzenkostüm und als Baumeister klassischer Super Mario-Levels hat man als begeisterter Anhänger in den vergangenen Jahren stets die Präsenz eines alleinstehenden 3D-Super Mario-Titels vermisst. Nach Super Mario Galaxy 2 ist es um das Solo-Abenteuerleben des bärtigen Klempners etwas ruhig geworden – ist die Nintendo-Ikone am Ende gar in Pension gegangen? Die Wahrheit liegt weit entfernt davon! Mit Schnauzbart, einer gewohnt hohen Stimme und einem Zylinder zieht es den jungen Weltenbummler in Super Mario Odyssey durch die unterschiedlichsten Welten. Auch auf der Nintendo Switch beweist er, dass er seiner Bezeichnung als Zugpferd von Nintendo-Konsolen immer wieder gerecht wird.

Die bunteste Odyssee seitdem es Super Mario gibt!

Wie es der Zufall will, entführt Browser erneut die bildhübsche Prinzessin des Pilzkönigreichs. Super Mario Odyssey fackelt aber nicht lange mit lapidaren Einleitungen herum, denn das Spiel beginnt mit einer Szene, in der Bowser in Frack und mit Zylinder zu sehen ist und selbst Prinzessin Peach bereits in das Brautkleid geschlüpft ist. Dass Letzteres eher unfreiwillig passiert sein dürfte, wird spätestens dann klar, als Mario zu sehen ist, der die blauäugige Blondine aus den Fängen des animalischen Bösewichts retten möchte. Bowser wäre jedoch nicht König der Koopas, wenn er nicht einen Ass im Ärmel hätte und schubst den Italo-Klempner deshalb mit einem geübten Stoß von seinem fliegenden Schiff und gleichzeitig in das vernebelte Tal von Hutland – einem malerischen Gebiet, in dem stets der Mondschein den hügeligen Horizont ziert. Nach einem kurzen Erkundungstrip erkennt Mario, dass der Echsenkönig nicht nur dem Pilzkönigreich die Royalität entrissen hat, immerhin vermisst auch das oberste Haupt des Hutlands seine heiß geliebte Tochter. Dem Hilferuf seiner Prinzessin und seiner selbst geworfenen Kappe folgend, macht sich der Schnauzbartträger auf den Weg mit einem Hut-förmigen Raumschiff namens Oddyssey das mysteriöse Land zu erkunden, in welches ihn sein neuestes Abenteuer verschlagen hat.

Super Mario Odyssey weicht in vielerlei Hinsicht von gewohnten Abläufen seiner Vorgänger ab. Der Spieler wird zu Beginn der Geschichte förmlich in die Geschehnisse hineingeschubst, dem Team der Bösewichte gesellt sich die bunte Broodals-Hasentruppe hinzu (womöglich eine Anspielung an das Crossover Mario & Rabbids Kingdom Battle seitens Nintendo und Ubisoft) und Mario macht im Verlauf seines Abenteuers sogar Verwendung von Panzern, um seinen Gegnern einzuheizen – viele ungewohnte Züge seitens des japanischen Videospieleentwicklers. Aber es wäre nicht Nintendo, wenn sich das Ganze nicht im Endeffekt zu einem stimmigen Titel entwickeln würde. Daher begleitet ein gesprächiger roter Hut namens Cappy die Nintendo-Ikone und unterstützt diesen nicht nur laufend mit guten Ratschlägen, sondern erweitert sogar sein Sortiment an Angriffen und Techniken.

Gameplay

Was gleich in den ersten Spielminuten sehr markant auffällt, ist dass die einzelnen liebevoll designten Levels viel zu schnell durchgespielt werden können. Man sammelt die sporadisch verstreuten Monde, welche man zum Betanken der Oddyssey benötigt, mit einer derartigen Leichtigkeit, dass man mitunter die Hoffnung verliert etwas Herausforderung geboten zu bekommen. Doch bevor die Motivation zum Weiterspielen stagniert, sollte man einen Blick auf die Liste der vorhandenen Monde in einem Level werfen und schon wird einem klar, dass Nintendos neuester Ableger ein gänzlich anders aufgebautes Super Mario-Spiel ist; eines mit dem Fokus auf Erkundung. Damit sind nicht die halbherzig versteckten Monde gemeint, welche durch eine Stampfattacke auf leuchtende Risse im Boden enthüllt werden, sondern gut verhüllte Klunker, für die es das Bewältigen des ein oder anderen Parcours und unter Umständen sogar das Anstrengen der grauen Zellen bedarf. Wem das selbstständige Nachdenken zu anstrengend ist, der hat auch die Möglichkeit amiibo-Figuren einzusetzen, wodurch beim Einlesen auf dem kleinen, runden Staubsauger-Roboter namens Onkel amiibo neue Kostüme freigeschaltet und man unter Umständen auch auf die Standorte versteckter Monde hingewiesen wird. Wer nicht im Besitz der Plastikfiguren ist, muss auch nicht verzagen, denn die Kostüme und Tipps kann man auch durch das langwierige Aufsammeln sämtlicher Monde freischalten.

Trotz der unzähligen Jahre des Bowser-jagens scheint der agile Klempner nicht an die Grenzen seiner Fähigkeiten gekommen zu sein, daher vergrößert er die Liste seiner Moves um ein weiteres Stück. Zu dem Repertoire an unterschiedlichen Attacken der früheren Ableger wurde nun die Anwendung des Hutwurfes hinzugefügt. Mario ist nicht nur in der Lage seine Gegner durch einen Boomerang-ähnlichen Wurf zu betäuben oder sogar zu besiegen, von vereinzelten Widersachern kann dieser sogar Besitz ergreifen und von deren speziellen Moves Verwendung machen. So erweitert sich die Möglichkeit zuvor unzugängliche Areale zu erkunden um ein Vielfaches, wodurch sogar bereits erkundete Levels plötzlich neue Seiten bieten. Durch das stetige Aufsammeln von Monden, verbessert sich die Leistungskraft des hutförmigen Flugschiffes, sodass man weitere Bereiche des fiktiven Planeten erkunden kann. Die Levels sind dabei so groß ausgefallen, dass es auch mehrere Checkpoints gibt, zu denen man sich teleportieren kann, um sich zu lange Gehwege zu ersparen.

Nintendo ändert bei dem neuesten Super Mario-Ableger nicht nur die Herangehensweise hinsichtlich der offenen Spielewelt, sondern schafft auch gleichzeitig die “klassischen Leben” ab, welche man üblicherweise zuvor durch das Aufsammeln von 100 Münzen erhalten hat. In Super Mario Odyssey konzentriert man sich hauptsächlich auf das Sammeln von Münzen – stirbt man, verliert man eine Handvoll davon. Das ist, angesichts der Tatsache, dass man bei den zahlreichen wild designten Levels sehr oft das Zeitliche segnet, auch gar nicht so schlecht und die Sinnhaftigkeit dieser Neueinführung macht sich bereits in den ersten Spielwelten bemerkbar. Dazu gekommen sind dafür violette Collectibles, welche für jedes Areal eine unterschiedliche Form besitzen und im internen Store gegen Kostüme, Souvenirs und Sticker für das Raumschiff eingetauscht werden können. Die Tatsache, dass jedes Level 100 dieser sammelbaren Items besitzen, zeugt davon, dass man reichlich viel Zeit in das Spiel investieren muss, um alles gesehen und aufgesammelt zu haben.

Abseits der Steuerungsmöglichkeit des Spiels mit den beiden Controllern auf der Seite des Screens, greift Nintendo auch auf alternative Bedienungsoptionen zurück. Nimmt man die beiden Joy Cons vom Bildschirm herunter, können die beiden Fernbedienungen auch für die Bewegungssteuerung verwendet werden. Dazu führt man beispielsweise eine Schwenkbewegung mit dem Handgelenk aus, um Marios Mütze zu werfen oder klettert schneller Ranken empor, wenn die Joy Cons geschüttelt werden. Man muss nicht hinzufügen, dass die bewegungsempfindliche Steuerung im eingerasteten Zustand nicht sonderlich sinnvoll ist, da man sonst Gefahr läuft, die Konsole fallen zu lassen.

Multiplayer

Die größte Überraschung bei Super Mario Odyssey ist der eingebaute kooperative Mehrspielermodus. Egal ob man mit zwei separaten Controllern oder lediglich zwei Joy Cons diese Option des Spielens wählt, das Spiel schaltet reibungslos und ohne zusätzliche Ladezeiten zwischen der Einzelspieler- und Mehrspielererfahrung um. Ein Bediener kontrolliert dabei Super Marios Bewegungen, der andere seinen Hut. Dadurch eröffnen sich neue Erkundungsmöglichkeiten, da Cappy sich ziemlich frei bewegen kann und dessen Reichweite sehr groß ist. Die genaue Steuerung ist dabei durchgehend eingeblendet, sodass auch unerfahrene Spieler sofort in das Spielgeschehen einsteigen können.

Grafik

Super Mario-Spiele waren auf Nintendo-Konsolen immer schon jene Titel, die das Maximum der grafischen Leistung aus einer Plattform gequetscht haben. Dies ist auch bei Super Mario Odyssey nicht anders, was mitunter auch der Grund ist, warum man den japanischen Italo-Klempner einfach nur lieb haben kann. Bereits das erste begehbare Areal, das Hutland, verzaubert mit seiner simplen aber dennoch charmanten Art, wobei die darauf folgenden Welten nur noch bunter, größer und vielseitiger werden. Es wird nahezu jeder Fan-Wunsch erfüllt und dabei sogar ein paar Titel-typische Tabus gebrochen (Mario fährt und besiegt seine Gegner sogar während einer Panzerfahrt). Wurde ein Ziel in einem Level erfüllt, eröffnen sich plötzlich neue Wege oder zusätzliche Bereiche, was zum mehrmaligen Durchspielen motiviert. Sollte man dennoch mal eine ruhige Minute einlegen wollen, legt sich Mario im Spielfeld kurz zur Seite und schläft unter Umständen sogar ein. Das Gegnerdesign ist auch in diesem Ableger der Reihe sehr ausgefallen und kann mit neuen Bösewichten und kleineren Gegnern begeistern.

Nicht nur die Bösewichte zeigen sich von ihrer besten Seite, auch Mario hat sich ein optisches Update gegönnt. Durch die Einbindung von amiibo-Figuren oder das Sammeln von Monden schaltet dieser neue Kostüme frei, die jederzeit gewechselt werden können. Des Weiteren bieten Sticker und Souvenirs weitere Möglichkeiten Marios Umgebung – eigentlich nur sein Raumschiff – zu dekorieren.

Sound

Jubelnd, kichernd und mit fröhlicher Stimme tollt die Nintendo-Ikone auch in dem neuesten Super Mario-Abenteuer herum. Die kindisch niedliche Synchronisation von Charles Martinez ist nach wie vor prägend für die Serie und geben dem Spiel seinen typischen und notwendigen Charme. Ähnlich wie das kunterbunte Grafikdesign verhält sich auch der Soundtrack zu dem Spiel; verspielt, bunt und dennoch künstlerisch veranlagt. Genau das erwartet man sich von einem Super Mario-Blockbuster auf einer neuen Nintendo-Konsole!

Abschließende Worte

Super Mario Odyssey ist ein Abenteuer, das anfangs zu leicht wirkt, dann richtig fordernd ist und den Spieler erst nach unzähligen Spielstunden erst wieder aus seinem Bann lässt. Riesige, bunte Levels laden junge und alte Abenteurer ein, gemeinsam mit Super Mario unerforschte Welten zu erkunden, um Prinzessin Peach abermals aus den Fängen des bösen Bowser zu befreien. Selbst im Rahmen der klassischen Geschichte gelingt es Nintendo eine pfiffig-interessante Abwechslung zu bieten, die von den üblichen Bowser-entführt-Peach-Szenarien abweicht. Die Tatsache, dass man das riesige Abenteuer nicht nur alleine sondern auch gemeinsam mit einem zweiten Spieler bestreiten kann, macht den neuesten Titel für Nintendo Switch zu einem unabkömmlichen und hervorragenden Spiel, welches man als Gamer auf keinen Fall auslassen sollte. Selbst wenn es ein paar Stunden eingewöhnungszeit benötigt, um sich an einige der neu eingeführten Spielsysteme zu gewöhnen.

– Story fängt anders als gewohnt an

– Frisch & neuwertiges Gegnerdesign

– Riesige Levels zum Erkunden

– Kooperativer Mehrspielermodus

– Leveldesign verzaubernd charmant

– Unterschiedliche Steuerungsarten

– Zahlreiche Kostüme zum Freischalten

– Herrlicher Soundtrack!

– Anfangs etwas zu leicht

– Teils unspektakuläre Aufgaben

Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!

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