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South Park: Die rektakuläre Zerreißprobe
Follow Publisher: Ubisoft
Entwickler: Obsidian Entertainment
Altersfreigabe: 16+
Release: 17. Oktober 2017

South Park: Die rektakuläre Zerreißprobe

Site Score
8.5
Good: Viele Insider für Serienverfolger, Charaktereinstellungen beeinflussen Spiel, Außer-Kampf-Aktivitäten
Bad: Kampfsystem mitunter sehr simpel, Artefakte bereichern Gameplay kaum
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Es kracht erneut in Colorado!

Knapp drei Jahre ist es her, dass die Erschaffer einer der mittlerweile ältesten Zeichentrick-Serien mit South Park: Der Stab der Wahrheit ein Rollenspiel von epischem Ausmaß auf die Konsolen losgelassen haben. Auch nach diesem Spektakel wuselten die vier Jungs aus Colorado nahezu im Halbjahrestakt auf den TV-Screens herum, deckten auf, veranstalteten Unfug und sorgten laufend mit gesellschaftskritischen und oftmals verwerflich vulgären Inhalten gehörig für Aufsehen. Nun bahnt sich mit South Park: Die rektakuläre Zerreißprobe ein weiteres Abenteuer von ähnlich niveaulosen Kaliber an und verspricht mit neuer Story, neuem Gameplay und makabren Inhalten, bei denen die Mitarbeiter der USK nicht mehr aus dem Augenrollen rauskommen, zu faszinieren.

Zauberer & Ritter sind OUT – Superhelden sind IN!

Die Geschehnisse von South Park: Der Stab der Wahrheit sind noch nicht einmal vorbei und Cartman hüllt sich bereits in sein Superhelden-Kostüm – The Coon gibt nun mal den Ton an und sorgt dafür, dass die Grundschüler von South Park einen plötzlichen Interessenwandel hinsichtlich der ausgewählten Spielwelt erfahren. Somit geraten Magier und Prinzen auf die Liste der langweiligen Dinge, wer wirklich zu den coolen Jungs gehören möchte, muss ein Superheld sein. Es dauert nicht lange, bis sich die Rasselbande im Keller des verwöhnten Fettklopses trifft und die erste große Mission in Angriff nehmen, deren misslingen vermutlich das Ende der Welt bedeuten würde: eine entlaufene Katze zu finden. Mit dabei ist auch „Der Neue“ aus der Schule – in diesem Fall der vom Spieler erstellte Charakter. Im Laufe der ersten Spielstunden kristallisieren sich Stärken, Schwächen, Geschlecht, die tragische Hintergrundgeschichte beziehungsweise das Motiv allen Handelns unseres Helden heraus, sowie die alles in Boden stampfende Superkraft; mit Fürzen die Kämpfe und Zeit zu manipulieren. Dieses einzigartige Talent wendet der Protagonist zur Abwehr von Rednecks, pädophilen Priestern, rachesüchtigen Raisins, Viertklässler oder die Minions von Professor Chaos an. Trey Parker und Matt Stone nehmen sich dabei kein Blatt vor den Mund. Prostitution, Drogen, niveaulose Witze, erbrochenes, ekelhaftes und ethisch verwerfliches stehen die gesamte Spielzeit durchgehend am Tagesprogramm.

Da das Profil des Spielers nicht von Anfang an vollständig ausgefüllt ist und man von Zeit zu Zeit durch das Absolvieren spezieller Quests neue Attribute erhält (sexuelle Orientierung, Geschlecht, Hautfarbe,…), erschwert man sich das Leben selbst wenn außergewöhnliche Vorlieben ausgewählt werden. Dementsprechend wird man aufgrund seines Aussehen oder seiner Einstellung von unterschiedlichen Gruppierungen attackiert und muss sich unter Umständen abfällige Kommentare anhören – sei es nun von bekifften Weed-Verkäufern, rassistischen Polizisten oder dem Besitzer von City Wok. Es ist dabei nicht zwangsweise notwendig den Vorgänger gespielt oder die Serie gesehen zu haben, man hat als Verfolger dennoch wesentlich mehr zu lachen, da Insider wie spezielle Items, Charaktere und Situationen bereits eine Vorgeschichte besitzen.

Gameplay

Als Bändiger von durchtrieften Magendämpfen ist man natürlich großer Verantwortung ausgesetzt, weswegen sie sowohl in Kämpfen als auch zum Bewältigen von Rätseln zum Einsatz kommen. Die rundenbasierten Gefechte finden auf einem rechteckigen und in Kästchen unterteilten Feld statt. Kleine Icons, welche die Spielfiguren auf dem Spielfeld darstellen signalisieren dem Spieler wann welche Figur am Zug ist. Jeder Charakter hat drei Attacken zur Auswahl, wobei diese zu einem späteren Zeitpunkt mit anderen Angriffen ausgetauscht werden können. Wie flächendeckend oder groß die Reichweite einer Technik ist, wird unter Bild zum Angriff in der linken unteren Ecke des Screens dargestellt, wobei diese mit den einzelnen Aktionstasten ausgewählt werden können. Das Kampfsystem ist auf das Einfachste heruntergebrochen worden, kann aber durch taktische Raffinessen ganz interessant werden. Der Wirkungsgrad der Angriffe ist nämlich von der Macht der Spielfigur abhängig, welche durch laufend aufgesammelte Artefakte erhöht werden kann. Nach dem Bewältigen von Auseinandersetzungen steigt man durch das Erhalten von Erfahrungspunkten im Level und schaltet neue Slots für seltene Artefakte frei, die wiederum spezielle Attribute wie Stärke, Reichweite oder Spezialangriffskraft steigern. Durch die Einbindung der Artefakte vereinfachen sich die Kämpfe um ein Vielfaches, wobei man nie wirklich das Gefühl hat, etwas Großartiges durch das Anlegen spezieller Items bewirkt zu haben. Da sich sämtliche Geschehnisse in der Fantasie der Kinder abspielt, kann es unter Umständen auch vorkommen, dass vereinzelte Handgemenge von vorbeifahrenden Autos unterbrochen werden, sofern das Gefecht auf der Straße ausgetragen wird. Gekämpft wird dabei nicht alleine sondern in Begleitung mit bis zu drei weiteren Mitstreitern.  Abhängig von deren Fähigkeiten können diese ein Gemetzel gravierend beeinflussen, immerhin besitzen so alle unterschiedliche Superkräfte.

Damit sich das Spiel nicht ausschließlich auf die abwechslungsreichen Gefechte beschränkt, besitzt South Park: Die rektakuläre Zerreißprobe auch zahlreiche Aktivitäten in der Stadt. Es gilt möglichst viele Leute auf dem spielinternen sozialen Netzwerk Coonstagram hinzuzufügen, sämtliche Craig + Tweek Yaoi-Bilder zu sammeln aber gelegentlich auch kleinere Missionen zu bewältigen, wie beispielsweise der Polizei beim Lösen kleinerer Fälle zu helfen. Spezielle Fartkours (eine Mischung zwischen Fürzen und Parcours) und unterschiedlich schwer zu meisternde Kack-Challenges auf den Toiletten South Parks sorgen dafür, dass man nie gelangweilt oder nicht geekelt ist. Sowohl im Kampf als auch in der offenen Spielewelt kann man durch das Drücken von L2 Informationen zu Gegnern oder den eigenen Spielfiguren erhalten (wenn diese beispielsweise unter Statusveränderungen leiden) aber auch Details zu gewissen Aktivitäten, die nur durch die Spezialfähigkeiten ausgewählter Charaktere getätigt werden können.

Grafik

Abermals präsentiert sich ein South Park-Spiel im gleichen Look wie seine TV-Show-Vorlage und begeistert mit dem verblüffend realistischen Touch der Serie. Unabhängig vom simplen Design schaffen es die Entwickler jede Eigenheit der Serie auch in dem Spiel auf den Punkt zu bringen; das Ausmaß an Details wird an dieser Stelle nur durch die Menge der Insider, welche man durch das Anschauen der Serie kennen kann, übertroffen. Die Spezialangriffe wurden dabei mit längeren Filmsequenzen gepaart, welche sich leider nicht überspringen lassen und bei längeren Gefechten auch etwas anstrengend sein können – immerhin betrachtet man sie lediglich die ersten paar Male aus reinem Interesse in voller Länge. Ähnlich verhält es sich bei Cutscenes vor einem Kampf – die Speicherpunkte wurden vor den kleinen Filmchen gesetzt, wenn man also einen Kampf verliert, muss man den ganzen Clip noch einmal ansehen.

Nervig, zweckerfüllend aber dennoch unterhaltsam realitätsnah sind die Einblendungen von Coonstagram und lockern die ruhigen Momente beim Durchforsten der Stadt mit witzigen Meldungen der Bewohnern South Parks auf. Je mehr Leute zu dem eigenen sozialen Kreis hinzugefügt wurden, umso bunter werden die Meldungen wobei sich die einzelnen Charaktere auch untereinander unterhalten. Ähnlich ausgefallen sind auch die Texte bei den Ladezeiten; mal sind es sinnvolle Tipps, manchmal dumme aber dennoch komische Ratschläge und gelegentlich nur Flachwitze die den Spieler zum Lachen bringen sollen.

Das Sortiment an Gegnern ist dabei wesentlich breiter gefächert als im Vorgänger (Zur Erinnerung: Am Ende des Vorgängers hat man nahezu nur noch gegen die unterschiedlichsten Typen von Nazi-Zombies gekämpft. Darunter auch Nazi-Zombie-Ratten, Nazi-Zombie-Mutanten,… was mitunter etwas anstrengend und langweilig wurde.). Je nach den gewählten Einstellungen prügelt man sich unter anderem mit Rednecks, Chaos Minions, Mädels vom Raisins-Café, schwer übergewichtigen und normalen Prostituierten, Meth Heads, Marihuana-Verkäufern oder Viertklässlern. Es kommt auch spontan zu unerwarteten Kämpfen gegen Charaktere, die eben eigentlich gar nicht feindlich gesinnt sind. Die Entwickler schaffen es dabei immer wieder mit spontanen Charakter-Auftritten und komischen Situationen zu überraschen.

Sound

Als Fans von Musicals haben die South Park-Schöpfer überraschend wenige Gesangseinlagen in das Rollenspiel der Colorado Kids gepackt, dafür erinnert die Melodie im Hautpmenü mehr an einen Batman-Film der Christopher Nolan-Trilogie als einem Ableger der Marvel-Serie. Unabhängig davon würde das Spiel mit Unmengen verrückter Soundtracks bestückt besitzt (beispielsweise Spontaneous Bootey Hoes) aber bei einzelnen Momenten der Stadterkundung absolut keinen Soundtrack. Beim Starten des Spiels ertönen nichtsdestotrotz immer wieder die klassische South Park-Melodien und sämtliche Konversationen wurden mit Sprachausgabe vertont. Besonders lustig wird es, wenn außenstehende Personen wie ein DJ oder der Kartenverkäufer vom Kino die Gefechte mit sarkastischen Aussagen kommentiert.

Abschließende Worte

South Park: Die rektakuläre Zerreißprobe ist der beste Beweis, dass sich ein Spiel inhaltlich komplett zu seinem Vorgänger unterscheiden kann und dennoch hervorragend bei seinen Fans ankommt. Das Rollenspiel fällt abermals durch herrlich makabren Content und verrückte Charaktere auf und begeistert durchgehend mit Scherzen und Späßen, wie man sie aus der TV-Serie kennen und lieben gelernt hat. Optisch dem Stil der Serie treu bleibend und wechselhaft vom Sound, bleibt das Abenteuer mit den vier Jungs aus Colorado gewiss gut in Erinnerung.

– Soundtrack stellenweise echt gut…

– Story wiederkam haaresträubend gut

– Viele Insider für Serienverfolger

– Charaktereinstellungen beeinflussen Spiel

– Außer-Kampf-Aktivitäten

– Sämtliche Konversationen synchronisiert

– … und manchmal kaum vorhanden.

– Kampfsystem mitunter sehr simpel

– Artefakte bereichern Gameplay kaum

Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!

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