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Fire Emblem Warriors
Follow Entwickler: Nintendo
Publisher: Nintendo
Altersfreigabe: 12+
Release: 20. Oktober 2017

Fire Emblem Warriors

Site Score
7.5
Good: Fire Emblem-Elemente gut integriert, Viele unterschiedliche Spiel-Modi, Viel Fan-Service!
Bad: Zu wenige Charaktere, Schwache Story, Nur 20 Missionen lang
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Die Rückkehr der Nintendo Warriors

Nachdem wir schon mit Hyrule Warriors unser Nintendo-exklusives Dynasty Warriors mit Link und Zelda erhalten haben, beglücken uns Publisher Nintendo und Entwickler Koei Tecmo abermals mit einem neuen Ableger der Reihe, welcher wieder seine bekannten Stärken ausspielt und dank der Fire Emblem-Lizenz mit einigen netten Gameplay-Features aufwarten kann.

Gesucht: Helden für Aytolis

Das königliche Geschwisterpaar Rowan und Lianna aus dem Königreich Aytolis werden – wie könnte es für die Fire Emblem-Reihe schon anders sein – wider Willen in einen Krieg verwickelt, in dem es die Wiedergeburt eines bösen Drachen namens Velezark zu vereiteln gilt. Bei ihren Feldzügen rekrutieren sie dabei starke und außergewöhnliche Charakter, welche sich als Helden anderer Dimensionen preisgeben und auf die uns bekannten Namen Marth, Chrom, Lucina und Co. hören. Was an dieser Stelle vertraut klingt, wurde bereits einmal vor kurzem präsentiert, denn ein ähnliches Konzept hat Nintendo mit Fire Emblem Heroes für Smartphones veröffentlicht. Es steckt hier jedoch etwas mehr drinnen als die Lite-Ausgabe eines Nintendo 3DS Strategiespiels. Wie es bei vielen „Assemble the All-Star“-Spielen üblicherweise der Fall ist, so versucht die Handlung von Fire Emblem Warriors in keinster Weise besonders zu sein. Fanservice wird hier dafür groß geschrieben und wartet mit vielen nostalgischen Dialogen älterer Teile oder dem Zusammentreffen von  Charakteren und Situationen auf, welche normalerweise niemals passieren würden. Der Spieler folgt der Handlung des erwähnten Geschwisterpaares während Robin, Tiki und der Rest der All-Star Bande eine untergeordnete Rolle als spielbare Charaktere einnehmen.

Gameplay

Button-Smashing ist auch bei diesem Warriors-Titel wieder das tägliche Brot und Butter. Von den vorerst nur 20 spielbaren Charakteren, mehr folgen im Rahmen von mehrteiligen DLCs, liegt bei Fire Emblem Warriors der Fokus eindeutig bei den aktuell populärsten Titel, nämlich Fire Emblem Awakening und Fire Emblem Fates, während Fire Emblem: Shadow Dragon (Marth, Tiki, …) und Fire Emblem: Shadows of Valentia (Celica) mit maximal bis zu drei Charakteren pro Titel beglückt wurden.

Das Spielprinzip eines Dynasty Warrior-Ablegers ist gleich geblieben: Euer Charakter metzelt sich wortwörtlich durch hunderte von gegnerischen Einheiten, um kleinere oder mehrteilige Missionsziele zu erfüllen. Diese inkludieren einfache Beschützer-Aufgaben bis hin zu mehrstufigen Abschnitten, in welchen man beispielsweise das Terrain verändern muss, um entlang der Karte fortschreiten zu dürfen. Doch diesmal ist man als Spieler nicht alleine unterwegs: Ihr könnt während des Kampfgeschehens zwischen mehreren spielbaren Helden hin- und herwechseln. Wie für Dynastiy Warrior-Titel üblich, verfügt euer Held über eine Limit-Attacke, welche sich während der Kämpfe auflädt und einen extrem starken Angriff auslöst.

Eine der besten Neuerungen stellt die Integration des Waffensystems aus der Fire Emblem-Reihe dar, welches frischen Wind in das angestaubte Dynasty Warrior-Gameplay bringt. Wie es bei den Fire Emblem-Strategiespielen auch der Fall ist, so ist jeder Charakter einem Stein-Schere-Papier System untergeordnet, welches seine Waffe gegenüber diversen Gegnertypen stärker oder schwächer macht und er dadurch mehr oder weniger Schaden austeilt/einstecken muss. Neu ist auch der dazugehörige “Awakening”-Status, welcher euren Helden kurzweilig einen immensen Boost verleiht und dabei dieses Stein-Schere-Papier System komplett ignoriert und sich als ein nützliches Hilfsmittel bei Bosskämpfen herausstellt. Anzumerken wäre zu dem Waffensystem noch, dass es bei Fire Emblem auch fliegende Helden gibt, welche ebenfalls in Fire Emblem Warriors implementiert wurden. Diese können dank ihrer Flugfähigkeit neue Spielabschnitte besuchen, die für den Rest der spielbaren Riege unzugänglich sind, sterben aber dafür bei den minimalsten Treffern durch Pfeil und Bogen.

Als wären das nicht schon genug, so wurde auch das Pairing-System aus Fire Emblem Awakening ins Spiel integriert, welches einen Helden zum “Lead” und den Anderen zum “Assist” macht. Der assistierende Charakter verschwindet dabei als computergesteuerter Held vom Kampfgeschehen und macht euren eigenen Favoriten dadurch nicht nur deutlich stärker, sondern erlaubt auch noch die Ausführung einer gemeinsamen „Dual Special Attack“ für noch mehr Schaden. Fire Emblem Warriors wäre jedoch kein waschechtes Fire Emblem-Spinoff wenn es bei diesem Pairing-System nicht auch noch die dazugehörigen Bonding-Konversationen aus den Handheld-Spielen gäbe. Je öfter bestimmte Helden zusammen kämpfen, desto wahrscheinlicher werden dabei Gespräche zwischen den beiden Charakteren freigeschaltet und zusätzlich ihre Level-Werte verbessert. Es ist ein nettes, fanservice-lastiges Feature und der aktuell mit Abstand populärste Aspekt der Reihe. Neben Charakterentwicklungen und teilweisen sehr intimen und verrückten Dialogen lernt man auch viel über die Hintergrundgeschichten der Helden kennen, weshalb es immer von Vorteil ist mit möglichst vielen Charakteren zu experimentieren und „pairen“.

Die künstliche Intelligenz der Mitstreiter ist im Groben akzeptabel, jedoch sollte man auf den höheren Schwierigkeitsgraden immer ein wachsames Auge auf seine Küken haben, den auch hier hat der Perma-Death aus der Fire Emblem-Franchise seinen Einzug ins Spiel gefunden. Einmal tot, immer tot. Doch keine Bange, es gibt auch diesmal wieder einen Casual Mode für unerfahrene Spieler, so dass der Frust sich in Grenzen hält. Ebenfalls wieder dabei ist der Levelaufstieg mit seiner zufälligen Wertevergebung und abermals können Lucina und Co. ihre Jobklasse ab einem bestimmten Level wechseln und dabei neue Fähigkeiten erlernen.

Ab und zu findet man sich in Fire Emblem Warriors in einer Grinding-Phase wieder, um die im späteren Spielverlauf fordernden Gegner zu besiegen und die dazu passenden Talente und Fähigkeiten parat zu haben. Doch glücklicherweise gibt es über genug übergreifende Spiele-Modis, die auf den kompletten Stand zugreifen, so dass jeder Charakter in den unterschiedlichsten Game-Modis (Time Trial, Free Mode, …) permanent trainiert und gelevelt werden kann.

Ein besonderer Leckerbissen von Fire Emblem Warriors ist der sogenannte History Mode, welches dem Spieler erlaubt die wichtigsten Schlachten aus der Fire Emblem-Reihe im Dynasty Warriors-Style nochmals zu erleben. Es ist eine willkommene Addition zu dem Hauptspiel und seinen 20 Missionen.

Wenn wir schon das Wort “Addition” ansprechen: Der Amiibo-Support hält sich in Grenzen. Während der Chrom-Amiibo dem Spiel neue Waffen hinzufügt, bekommt Tiki einen neuen und jüngeren Look spendiert. Alle anderen (Fire Emblem)-Amiibos bringen dem Spiel lediglich Waffen und Gold.

Grafik

Der angehauchte Cel-Shading Look weiß zu gefallen. Fluide Action, eyecandy-lastige Animationen und eine typisch gute Präsentation runden das leicht einprägsame Charakterdesign ab. Ab und zu ruckelt es ein wenig, jedoch gibt es unter den Einstellungsmöglichkeiten eine Option das Spiel ein wenig zu optimieren.

Sound

Dutzenden Arranges vergangener Klassiker unterhalten das Ohr in einem orchestralisch-rockigem Gewand. Nahezu alle etablierten Sprecher kehren für den neuesten Teil zurück und leihen den Charakteren abermals ihre Stimme für eine längere oder kürzere Zeit.

Abschließende Worte

Fire Emblem Warriors macht vieles Richtig und sehr wenig falsch. Dennoch können die geringe Anzahl an spielbaren Charakteren und die Fire Emblem Heroes-ähnliche Handlung (Smartphone), wo ein Geschwisterpaar die Hilfe legendärer Helden sucht, negativ aufstoßen. Wenn man bedenkt, dass es über +500 Helden aus dem ganzen Universum gibt, so hätte man doch mehr dazu erwartet.

Ebenfalls enttäuscht der Amiibo-Support, da hätte ein wenig mehr folgen dürfen als ein Skin und neue Waffen für einen Kaufpreis von inzwischen 20 Euro pro Amiibo. Nichtsdestotrotz unterhält der Titel auf einem hohen Niveau, immerhin wurden hier genug Fire Emblem-typische Inhalte und Gameplay-Elemente verpackt um den Kauf des Hack’n’Slays zu rechtfertigen.

– Fire Emblem-Elemente gut integriert

– Viele unterschiedliche Spiel-Modi

– viele Einstellungsmöglichkeiten

– Sehr viel Fanservice

– Grafik/Sound wohltuend gut

– Zu wenige Charaktere

– Schwache Story

– Nur 20 Missionen lang

– Enttäuschender Amiibo-Support

Miles


Miles ist ein Oldschool Gamer Extraordinaire, Liebhaber & Sammler von Videogame Soundtracks und neuerdings auch Stammkunde bei diversen offiziellen und inoffiziellen Gaming Clothing Stores. Wenn er nicht gerade Sklave seines eigenen Konsumwahnes ist, spielt er mit Freunden auf Nintendo & Sony Konsolen/Handhelds aktuelle Spiele und Klassiker.

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