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Mittelerde: Schatten des Krieges
Follow Entwickler: Monolith Productions
Publisher: Warner Bros. Interactive
Altersfreigabe: 16+
Release: 10. Oktober 2017

Mittelerde: Schatten des Krieges

Site Score
8.5
Good: Riesige Spielemap, Nemesis-System stark verbessert, Unzählige Herausforderungen
Bad: Oftmals Kamera-Schwierigkeiten, Story gerät in den Hintergrund
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Videospiele sind die letzte Quelle für Fans

Nach dem Erscheinen des letzten Film-Ablegers von der Der Hobbit-Trilogie und somit dem Abschließen der Der Herr der Ringe-Reihe, scheint für Fans der Saga bis zur Ankündigung weiterer Filmprojekte erst einmal Ruhe eingekehrt zu sein. Bis auf die quer über den gesamten Planeten stattfindenden Orchestra-Aufführungen des offiziellen Soundtracks bekommen Anhänger von J.R.R. Tolkiens Erzählungen somit eher mehr für die Ohren als für die Augen geboten. Da scheint der mittlerweile zweite Teil der Mittelerde-Videospielreihe von Warner Bros. und Monolith Productions eine richtige Erlösung für hungernde Gefährten zu sein.

Das Zeitalter der Menschen schwindet

Unabhängig von der Geschichte, ist das eigentliche Hauptaugenmerk von Mittelerde: Schatten des Krieges das Nemesis-System und dort die Vielfalt der Gegner.

Nach dem erbitterten Kampf zwischen Talion und der Schwarzen Hand Saurons hätte man erwartet, dass der Fahnenträger der Menschheit die intelligente Entscheidung trifft, den Ring der Macht im Schicksalsberg zu versenken – dass das leider nicht der Fall war, wissen wir spätestens seitdem es die Herr der Ringe-Filme gibt. Talion und sein Geist-ähnlicher Gefolgsmann Celebrimbor, die beiden Protagonisten von Mittelerde: Schatten des Krieges, kommen daher auf die grandiose Idee einen zweiten Ring der Macht zu schmieden, in der Hoffnung diesen zum Stürzen des dunklen Herrschers Sauron zu verwenden. Die Freude über die Fertigstellung währt jedoch nur sehr kurz, da der Geist des ehemaligen Ringerstellers plötzlich von einer mysteriösen Spinnendame namens Shelob entführt wird. Talion tauscht Celebrimbor kurzer Hand mit dem soeben geschmiedeten neuen Ring der Macht frei und bekommt zusätzlich noch einen Blick in die Zukunft spendiert. Guter Deal, würde man meinen, wenn dieser in der Vision nicht die Zerstörung einer der wichtigsten, von Menschen besetzten Militärstützpunkte durch Saurons Streitmacht gesehen hätte. In der Hoffnung die Bevölkerung Gondors vor dem Untergang zu bewahren, eilt dieser in die belagerte Stadt Minas Ithil, um seine Kollegen im Kampf gegen die Orks und Uruk-hai zu unterstützen.

Was sich zu Beginn wie ein sehr lau aufgewärmtes Süppchen für eine Fortsetzung anhört, entwickelt sich im Laufe des Abenteuers zu einer bodenständigen Geschichte. Selbst nach dem blutrünstigen Rachefeldzug in Mittelerde: Mordors Schatten scheinen Talion und Celebrimbor noch immer nicht auf einen grünen Zweig gekommen zu sein. Das widerspiegelt sich auch in der Fortsetzung, wobei die undurchsichtigen Absichten der Spinnendame Shelob, die zwielichtigen Kommandanten der Menschen und die blutrünstigen Orks für ein durchwegs interessantes Chaos sorgen. Anfangs lediglich in der Stadt Minas Ithil unterwegs erweitert man die Reise auch in Bereiche Mordors und andere riesige Ortschaften und bewandert somit große Teile des Tolkien-Universums. Anfangs etwas überfordert durch die riesige Stadt verliert man unter Umständen die Übersicht bei den Storymissionen. Angesichts des überrumpelnden Nemesis-Spielsystems ist das eigentlich kaum verwunderlich. Bereits ab der ersten Spielminuten wird man von den feindlichen Orks und Uruk-hais belagert und zum Kampf aufgefordert, sodass man das eigentliche Ziel manchmal recht schnell aus den Augen verliert. Das und die Tatsache, dass sich viele Storymissionen wie umfangreiche Tutorials anfühlen sorgen dafür, dass die Geschichte eher in den Hintergrund rückt.

Dabei hat das Spiel so einiges an Story zu bieten. In separaten Nebenmissionen erfährt man über Celebrimbors Vergangenheit mit Sauron, trifft in einigen Quests auf Gollum und chauffiert sich langsam aber doch zum Beschützer Gondors und Anführer der menschlichen Streitkräfte hoch. Abseits der zahlreichen Herausforderungen und Aufgaben besitzt Mittelerde: Schatten des Krieges ein detailliertes Lesewerk an unterschiedlichsten Informationen; Locations, Personen und Gegenstände – sogar ganze Geschichtsverläufe früherer Handlungen werden in diesem genauer beschrieben, um sowohl Fans als auch Neueinsteigern ein breit gefächertes Fachwissen komprimiert zu vermitteln.

Gameplay

Unabhängig von der Geschichte, ist das eigentliche Hauptaugenmerk von Mittelerde: Schatten des Krieges das Nemesis-System und dort die Vielfalt der Gegner. Ab der ersten Spielminute macht man mit den garstigen Kreaturen Mordors konfrontiert und prügelt sich mit diesen bis entweder Talion oder der Schlammblüter den Geist aufgibt. Eine Reihe unterschiedlicher Eigenschaften bestimmt dabei das Verhalten des Gegners, wobei diese beim ersten Aufeinandertreffen unter Umständen noch gar nicht bekannt sind. Handelt es sich um einen Ork niedrigen Ranges, wird man diesen vermutlich mit Leichtigkeit bezwingen. Spezielle Gefolgsleute Saurons können hierzu verhört werden, um mehr Details über noch nicht begegneten Anführern in Erfahrung zu bringen. Man hat auch die Möglichkeit diesen Kapitänen anschließend Morddrohungen zukommen zu lassen, um in Anschluss mehr Erfahrungspunkte und bessere Items zu erhalten, sofern man diesen erfolgreich bezwingt. Durch das Bewältigen von Gefechten und dem Abschließen von Missionen erhält man nämlich laufend EXPs, die Talion im Level steigen lassen und somit dazu ermächtigen gegen gewiefte Gegner anzutreten. Zusätzlich werden neue Fähigkeiten verfügbar, die durch Skill-Punkte freigeschaltet werden müssen. Die Vielfalt der Fähigkeiten ist breit gefächert und wartet mit interessanten Neuerungen auf, die das Gefecht und die Schleichmanöver abwechslungsreicher gestalten. Trotz dem immensen Machtgefühl und der Fähigkeit von riesigen Gebäuden herunter zu springen oder mit Hilfe der Elfenkraft schnell wie der Blitz zu laufen, schaffen es die Gegner jedes Mal den Spieler daran zu erinnern wie verwundbar man doch ist.

Eine beachtliche Erweiterung hinsichtlich seines Vorgängers hat Mittelerde: Schatten des Krieges auch im Bereich der Herausforderungen und der Waffenvielfalt erhalten. Abseits der Storymissionen und unterschiedlichen Sidequests werden dem Spieler eine Vielzahl unterschiedlicher Challenges geboten, die den Spieler noch mehr in die von Orks überrannte Welt ziehen soll. Parallel dazu erhält man durch das Besiegen der Gegner laufend neue Ausrüstungsgegenstände und Waffen, die – oftmals sogar etwas zu frequentiert – ausgetauscht werden. Die Seltenheit der Waffe wird dabei typisch durch die für Online-Rollenspiele markanten Farben (weiß für gewöhnlich, gelb für häufig, orange für seltener, rot für noch seltener und violett für ganz selten) gekennzeichnet. Damit man jedoch nicht nur den Statuswert der Spielfigur durch eine höhere Zahl verbessert, bieten außergewöhnliche Waffen spezielle Effekte, die erst durch das Absolvieren von ausrüstungsspezifischen Herausforderungen aktiviert werden. Zusätzlich können dem Equipment durch das Einfügen von kombinierbaren Edelsteinen spezielle Attribute verliehen werden, die dadurch laufend ausgetauscht und verbessert werden. Quer über die Karten verstreute Gedichts-Passagen öffnen laufend neue Räume bei den verborgenen Toren von Ithildin und erweitern Talions Portfolio an außergewöhnlichem Equipment.

Überraschenderweise hat sich Monolith Productions sehr ausgiebig mit den Gadgets des PlayStation 4-Controllers auseinandergesetzt, sodass sich die Beleuchtung beispielsweise ganz abhängig von Talions Aktivitäten farblich ändert. Ist dieser für seine Gegner sichtbar, leuchtet das Licht an der Vorderseite somit in einem gänzlich anderen Licht als wie wenn er durch Blätter eines Busches verhüllt wird. Das ist insofern praktisch, da man beim Durchforsten eines feindlichen Lagers oftmals nicht jeden der unzähligen Orks auf dem Radar hat und es mitunter auch vorkommen kann, dass man binnen Sekunden die Aufmerksamkeit von einer ganzen Horde Gegner auf sich lenkt. Mächtige, in speziellen Missionen erlernbare Techniken wie beispielsweise Elfenrache helfen dem Spieler dabei langsam aber doch auch mit derartigen Gegnermassen umgehen zu können. Wird man getötet, verschiebt sich das Machtverhältnis in der Hierarchie der Orks. Diese werden befördert, stärker und somit gewiefter im Gefecht – am wichtigsten ist aber, dass sie sich an Details wie Kampfverhalten und Aktionen des Spielers erinnern. Wiederholt man bestimmte Bewegungsmuster im Rahmen eines Gemetzels, ändern diese sogar auf Anhieb ihre Taktik und hindern den Spieler beim Durchführen von Techniken. Man merkt dem Spiel natürlich nach wie vor vereinzelte Gameplayelemente von Assassin’s Creed 2 (Erklimmen von Türmen, Angriffe von Gegnern aus luftigen Höhen) und der Batman: Arkham-Spielreihe (das Kampfsystem wurde nahezu 1:1 übernommen und angepasst) an.Mittelerde: Schatten des Krieges bietet aber so viele Neuheiten, dass man getrost über diese Tatsache hinweg blicken kann.

Multiplayer

Wird man von einem Ork letzten Endes doch in die Knie gezwungen, hat man nach dem Wiederbeleben die Möglichkeit sich im Rahmen einer Vendetta-Mission für dessen Missetat zu rächen. Anderen Spielern in der Community bietet sich dabei ebenfalls die Möglichkeit an in die eigene Spielewelt einzudringen (man sieht diesen dabei nicht) und den Bösewichten zu erlegen. Als Belohnung winken spezielle Beutekisten, die – abhängig von dem Level des besiegten Gegners – seltenes Equipment beinhalten.

Wöchentlich aktualisierende neue Herausforderungen und Community-Events sorgen zusätzlich dafür, dass den Beschützern Gondors auch auf längere Sicht fordernde Aktivitäten geboten werden.

Grafik

Riesige Städte und weit erkundbare Maps sind ein Hauptaugenmerk von Warner Bros. Mittelerde: Schatten des Krieges. Anders als im Vorgänger sind die umfangreichen Areale abwechslungsreicher gestaltet worden und überzeugen mit einem hohen Ausmaß an Einrichtungsgegenständen, die mitunter auch im Kampf gegen die Gegner zum Einsatz gebracht werden können. Dies ist meist auch wirklich notwendig, denn beim Infiltrieren eines gegnerischen Lagers, kann es manchmal auch vorkommen, dass man gleichzeitig mit bis zu 30 Gegnern konfrontiert wird und von den unterschiedlichsten Mitteln Verwendung machen muss. Da kann es auch gelegentlich vorkommen, dass die Kameraführung nicht ganz so präzise funktioniert, wie man es gerne hätte und man daraus resultierend nicht den gewünschten Überblick über ein Gefecht besitzt.

Das Design der Rüstungen ist beachtlich detailliert wenn man bedenkt, dass man diese im Laufe des Abenteuers sehr häufig wechselt. Auch die Gesichtsanimationen der wichtigsten Spielfiguren ist überraschend gut, wobei man auch hier sehr stark erkennen kann, dass mehr Wert auf das Aussehen der oftmals auftauchenden Orks und Uruk-hai gelegt wurde. Die Vielfalt des Charakterdesigns ist fast schon erdrückend – im Rahmen der Testphase ist mir nicht ein einziges Mal ein ähnlich erscheinender Gegner vorgekommen!

Sound

Wer sich für die jährlich aufgeführten Orchestra-Stücken der Der Herr der Ringe-Soundtracks begeistern konnte, der weiß auch die stimmige Maintheme von Mittelerde: Schatten des Krieges zu schätzen. Wie in den Filmen bahnt sich beim Starten des Spieles ein Ohrwurm an, welcher sich quer durch das gesamte Abenteuer zieht. Das eigentliche Highlight des virtuellen Aufenthalts ist aber zweifellos der Umfang an Sprüchen und individualisierten Gesprächen, die von den Orks und Uruk-hais vor und während einem Gefecht auf den Spieler losgelassen werden. Es bedarf einem großen Aufwand, wenn man nach über 30 Stunden Spielzeit über hundert Gegner zu Gesicht bekommt und dabei nicht eine einzige Wiederholung der Gespräche vernimmt. Beeindruckend ist auch, dass ein Großteil der Sprachausgaben über den eingebauten Lautsprecher des PlayStation 4-Controllers abgespielt werden und dadurch geisterhafte Stimmen noch besser zur Geltung kommen.

Abschließende Worte

Auch wenn einen die eigentliche Geschichte von Mittelerde: Schatten des Krieges nicht zwangsweise vom Hocker reißt, weißt das Spiel gegenüber seinem Vorgänger zahlreiche technische und inhaltliche Verbesserungen auf, die den Titel aus der Spieleschmiede Monolith Studio zu einem wahren Genuss werden lassen. Für Der Herr der Ringe-Anhänger unabkömmlich, immerhin besucht man zahlreiche Schauplätze, die man in den bisherigen Abenteuern nicht zu sehen bekommen hat und kämpft sich durch die Reihen der Orks, die das eigentliche Highlight des Spiels darstellen. Mit einer umfangreichen Bandbreite an unterschiedlichen Gegnern dürften Freunde der garstigen Erdbewohner Mordors garantiert auf ihre Kosten kommen.

– Unzählige Waffen & Ausrüstungen

– Sound ist wirklich sehr gelungen

– Riesige Spielemap

– Nemesis-System stark verbessert

– Unzählige Herausforderungen

– Oftmals Kamera-Schwierigkeiten

– Story gerät in den Hintergrund

Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!

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