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Mario + Rabbids Kingdom Battle
Follow Entwickler: Ubisoft
Publisher: Ubisoft
Altersfreigabe: 6+
Release: 29. August 2017

Mario + Rabbids Kingdom Battle

Site Score
8.0
Good: Verrückte Charakter-Kreationen, Liebevoll designte Levels, Separate Multiplayer-Levels
Bad: Erkundungsmodus viel zu simpel, Story eher ein Mittel zum Zweck
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Die unerwartete Sorte an Videospiel-Kooperationen…

Im Laufe der Jahre hat man so manch überraschende Kooperation namhafter Videospielentwickler gesehen – besonders Ubisoft legt sich oftmals in Zeug, um mit anderen Giganten der Industrie die eigenen Marken zu bewerben. Mal handelte es sich um einen imposanten Aprilscherz, so wie dies bei Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots der Fall war, und manchmal um eine umfangreiche Aktion wie derzeit beim Assassin’s Festival in Final Fantasy XV. Sicher ist, dass sich der französische Publisherriese nicht davor scheut, die größten Ikonen der eigenen Marken mit Gleichgesinnten zu kombinieren.

Etwas sonderbar aber, dank der zahlreichen Andeutungen, nicht unerwartet kam die Ankündigung des Super Mario und Rabbids-Crossovers, in dem die verrückten Polterhasen mit den Bewohnern des Pilzkönigreichs gemeinsame Sache machen würden. Ein weiteres Mal wagt sich Ubisoft mit seinen durchgeknallten Langohren exklusiv auf eine Nintendo-Konsole und verspricht auf der Nintendo Switch mit dem ersten namhaften Third Party-Titel gute Erfolge zu erzielen!

Ein Königreich für eine Handvoll verrückter Hasen

In dem nerdigen Entwicklerlabor einer unbekannten Super Mario-begeisterten Tüftlerin entsteht die erste VR-Brille mit der sich Gegenstände auf Knopfdruck kombinieren lassen. Zu blöd, dass sich dieses grandiose Gadget nach einem Moment der Unachtsamkeit plötzlich in den Händen der herumtollenden Rabbids befindet, die mit ihrer Zeitreise-Waschmaschine das Universum unsicher machen. Es dauert natürlich nicht lange bis das Werkzeug für die aberwitzigen Schund-Aktivitäten missbraucht wird und die Rabbids auf einmal im Pilzkönigreich landen. Dabei werden große Teile der Rabbids-Welt und des Pilzkönigreiches vermischt, sodass Chaos in die sonst so friedlichen Weiten der Super Mario-Areale einkehrt. Zudem scheinen zahlreiche Rabbids durch die Fusion mit den Bewohnern der Nintendo-Landschaft den Verstand verloren zu haben und zusätzlich Luigi und andere Freunde aus dem Umkreis des Klempners spurlos zu verschwinden.

Die gesamte Spielewelt ist rund um das Schloss vom Pilzkönigreich platziert und in einzelne Areale beziehungsweise Storyabschnitte unterteilt – ein ziemlich auffälliges Icon bei einer Wegverengung in den Levels läutet den Beginn eines neuen Kapitels ein. Durch das Voranschreiten in der Story werden laufend neue Areale, Spielcharaktere und somit auch weitere Fähigkeiten und Waffen freigeschaltet, die das kunterbunt-verrückte Gefecht im Pilzkönigreich zu einem abwechslungsreichen Abenteuer gestalten. Sporadisch plump platzierte Wegbehinderungen signalisieren dem Spieler dabei, wenn man an einer bestimmten Stelle nicht ohne eine spezielle Fähigkeit weiter voranschreiten kann (die Aufschrift „Das habe ich derzeit noch nicht gelernt“ in Kombination mit der Unfähigkeit ein Objekt zu ziehen oder zu verschieben wirkt manchmal wie ein sehr simpler Rückhalteversuch im Fortschritt), und sorgen dafür, dass vereinzelte Areale erst zu einem späteren Zeitpunkt erkundet werden können.

Die Geschichte ist zweifellos ein Mittel zum Zweck um Mario + Rabbids: Kingdom Battle erfolgreich an die Gamer zu bringen – vom Hocker reißen wird die Story niemanden und trotz vereinzelter Filmsequenzen mit den verrückten Ubisoft-Langohren ist eher das Gameplay des taktischen Shooters der ausschlaggebende Kaufgrund für den portablen Third Party-Kracher.

Gameplay

Eines hat sich nicht verändert und wird es wahrscheinlich auch nie tun; der Grad des Wahnsinns den die verrückten Rabbids an den Tag legen.

Kein Jump‘N‘Run und kein Partyspiel mit gekünsteltem Slapstick-Humor. Mario + Rabbids: Kingdom Battle ist ein rundenbasiertes Strategiespiel, das eine simple Version von XCOM 2 darstellt und dem beliebten Multiplattformer in keinster Weise nachsteht. Anfangs lediglich mit Mario, Rabbid-Luigi und Rabbid-Peach im Team hechtet man von Areal zu Areal, um das Pilzkönigreich von der Rabbids-Invasion zu befreien. Man trifft dabei auf lustig-skurrile Kombinationen zwischen klassischen Super Mario-Bösewichten und abgedrehten Rabbids und schaltet stetig neue spielbare Charaktere frei, die das Sortiment an unterschiedlichen Klassen erweitern.

Rundenbasiert steuert man die Spielfiguren des eigenen Teams, wählt zwischen strategisch vorteilhaften Positionen, schießt mit Laserwaffen, Bomben und Raketenwerfern auf die Gegner und setzt Charakter-spezifische Spezialangriffe ein, um den Rabbids ordentlich einzuheizen. Wurde ein Level absolviert, ist es frei erkundbar (im Rahmen der Gefechte hat man nur begrenzte Schrittzahlen pro Spielrunden zur Verfügung stehen), wobei diese nicht sonderlich riesig sind und abseits von einfachen Rätseln und sporadisch versteckten Truhen kaum etwas Interessantes zu bieten haben. Die in den Truhen versteckten, nahezu komplett ident aussehenden Karten schalten neue Schusswaffen, Spezialfähigkeiten, Soundtracks, 3D-Modelle einiger Spielfiguren und ähnliche Feinheiten frei, die in den Untermenüs begutachtet werden können.

Jede Spielfigur vertritt dabei eine spezielle Klasse; Mario ist der klassische Allrounder, Rabbid-Peach Expertin für Heilung, Rabbid-Luigi Verteidigungsspezialist und Luigi Meister für Fernangriffe. Passend dazu besitzt jeder Charakter eigene Primär- und Sekundärwaffen, die laufend gewechselt und den Situationen entsprechend spezielle Wirkungen erzielen können. Vereinzelte Waffen treffen beispielsweise die Schwachstellen der Gegner besonders gut oder versetzen diesen mit einer Statusänderung, die für den Kampf ausschlaggebend sein kann. Neben einer Vielzahl an kunterbunten Schießeisen und Prügel-Hammer greifen die Bewohner der virtuellen Welt auch auf spezielle Fähigkeiten zurück, die in Form eines Stammbaumes laufend freigeschaltet werden können. Nach einem erfolgreichen Gefecht erhält man nämlich Münzen, die man beim Kauf der bereits gefundenen Waffen einsetzt, und Power-Kugeln, mit dessen Hilfe neue Skills zu dem Sortiment der Tätigkeiten hinzugefügt werden können. Wird ein Kampf im Rahmen der vorgegebenen Runden absolviert und dabei keine der drei steuerbaren Spielfiguren ausgeschaltet, erhält man zusätzliche Münzen und Power-Kugeln und absolviert das Kapitel zudem mit einer Beurteilung von Gold bis zu Bronze. Nach dem Besiegen des Areal-Bosses am Ende des 9. Kapitels, können die einzelnen Gefechte des gesamten Areals noch einmal bestritten werden, um das volle Ausmaß an Freischaltbaren auszuschöpfen.

BEEP-0, der Staubsauger-ähnliche Begleiter vom spielbaren Trio, ist außerhalb der Gefechte die einzige Figur die sich im Spiel lenken lässt – die drei Kämpfer folgen somit stets nur seinen Bewegungen. Da BEEP-0 außer Staubsaugen und sporadisch Nachrichten vorlesen keine besonderen Fähigkeiten besitzt, sind die Erkundungsmöglichkeiten in der Umgebung stark begrenzt. Das ist schade, da man des Öfteren auf verschiebbare Blöcke oder Erdhaufen sieht in die man sich einbuddeln könnte, um somit zu unzugänglichen Arealen voranschreiten zu können. Derartige Basis-Fähigkeiten werden plump nach dem Absolvieren eines Areals freigeschaltet, ohne genau zu erklären, wieso sich der runde Staubsauger nun dieses spezielle Talent angeeignet hat.

Da jedes Kapitel in mehrere Areale unterteilt ist und man in den ersten Bereichen die Grundlagen der Steuerung, des Deckungsystems und der einzelnen charakterspezifischen Fähigkeiten erklärt bekommt, bieten erst die Zwischen- und Endbosse eine richtige Herausforderung für geübte Spieler – die darauf folgenden Levels dazwischen eignen sich nur, um sich mit den lokalen Gegnertypen und deren Fähigkeiten auseinander zu setzen. Während dem man somit laufend mit neuen Hindernissen konfrontiert wird, steigt auch der Schwierigkeitsgrad des Spiels. Da die Lebensleiste nur im Falle eines perfekten Gefechtsabschlusses aufgeladen wird, kann es unter Umständen vorkommen, dass man beim Endboss mehrere Male gegen diesen verliert. Daher hat Ubisoft den Einfachmodus eingebaut, welcher zu Beginn eines Kampfes auf Knopfdruck aktiviert werden kann und die gesamte Gesundheit der Spielfiguren wieder herstellt und einen zusätzlichen Kraftbonus gegen die Feinde verleiht, ohne den Spieler mit irgendwelchen Abzügen zurück zu lassen.

Multiplayer

Wer nach dem Bewältigen des Storymoduses und den zusätzlichen Levels noch immer nicht genug von Mario + Rabbids: Kingdom Battle kriegen kann, der hat die Möglichkeit sich den Screen der Nintendo Switch mit einem zweiten Spieler zu teilen und mit jeweils einem Controller den kooperativen Mehrspielermodus zu bestreiten. In diesem wählt jeder Spieler zwei Figuren aus, die im Kampf gesteuert werden, und besiegt in eigens für den Multiplayer geschaffene Levels zahllose  Rabbids, um noch mehr Münzen und Power-Kugeln zum Verbessern der Fähigkeiten freizuschalten.

Es sind nicht von Beginn an sämtliche Levels des Mehrspielermoduses verfügbar, da diese laufend mit dem Fortschritt im Storymodus freigeschaltet werden. Wurden alle Multiplayer-Level absolviert, schaltet man neben den beiden Schwierigkeitsgraden noch einen letzten kniffligen Modus frei, welcher sämtliches taktisches Talent von den Nintendo Switch-Spielern abverlangt.

Grafik

Eines hat sich nicht verändert und wird es wahrscheinlich auch nie tun; der Grad des Wahnsinns den die verrückten Rabbids an den Tag legen. Mal prügeln sich sich gegenseitig während dem sie sich mit einem Arm von einer hohen Brücke baumeln lassen, dann wiederum sonnen sie sich seelenruhig auf einer riesigen Gummiente mit Stachelhalsband – solch lustige Szenarien gibt es in Mario + Rabbids: Kingdom Battle zu Hauf. Trotz der ulkigen Situationen driftet das Spiel nie zu sehr in die Richtung der früheren Party-Spiele ab und gibt dem Nintendo Switch-Titel lediglich einen dezent portionierten Slapstick-Beigeschmack.

Das Spiel besitzt zu Beginn eine imposant gerenderte Eröffnungsszene zur Einleitung der Geschichte und wird den Rest der Zeit in Spielegrafik dargestellt. Beide sehen wirklich beeindruckend gut aus, wobei es während dem taktischen Gefechten manchmal zu unsauberen Bewegungen der Kamera kommt, bei dem diese in einer angrenzenden Wand verschwindet. Das vermiest die Spielelaune zum Glück in keinster Weise, denn Mario und die verrückten Rabbids sehen zum Glück gewohntermaßen durchgehend hervorragend aus. Die Kamera lässt sich in den Gefechten lediglich im 90-Grad-Winkel drehen, was unter Umständen etwas beschränkend sein kann, im Erkundungsmodus nach einem Kampf ist diese für eine 360-Grad-Drehung freigeschaltet, um versteckte Kisten und Münzen besser erkennen zu können.

Die zahlreichen unterschiedlichen Gegnertypen, die eine Mischung zwischen den Mario- und Rabbids-Charakteren darstellen, sorgen dafür, dass man immer etwas zum Lachen hat und von deren Fähigkeiten im Kampf gefordert wird. Areale wie die Wüstenlandschaft, eine Spielbausteine-Welt oder eine Halloween-Umgebung sorgen dafür, dass man immer wieder auf neue Bereiche mit interessantem Design trifft.

Sound

Passend zu dem sich stets ändernden Leveldesign besitzt das Spiel auch knapp 40 unterschiedliche Soundtracks, um jedem Gebiet seine passende Stimmung zu verleihen. Sorgfältige Schatztruhen-Jäger kommen sogar in den Genuss die einzelnen Melodien in einem gesonderten Bereich aufgelistet zu finden, um sich die stimmigen Soundtracks unter Umständen separat zu Gemüte zu führen.

Mario, Luigi und Co. haben ihre bekannten Sprüche und Gefühlsausdrücke auch in Mario + Rabbids: Kingdom Battle nicht verloren, wenn auch der Klempner im Allgemeinen eher weniger Töne von sich gibt, als man es von einem Super Mario-Titel gewohnt ist. Im Gegensatz dazu melden sich die Rabbids mit ihrem verrückten Kichern und Lachen zu Wort – immerhin stehen die verrückten Langohr-Invasoren in dem Taktikspiel doch etwas mehr im Mittelpunkt als die Bewohner des Pilzkönigreichs.

Abschließende Worte

Nach diversen Ablegern von Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen kommt mit Mario + Rabbids: Kingdom Battle die nächste Kooperation auf den Markt, in dem der Klempner sich mit den Maskottchen eines anderen Videospielherstellers in ein Abenteuer wagt. Und ja, es wirkt zu Beginn natürlich sonderbar die verrückten Rabbids mit Mario und Luigi gemeinsam auf einem Schlachtfeld mit  Pistolen und Bazookas gegeneinander kämpfen zu sehen. Blickt man jedoch über diese Tatsache hinweg, bekommt man ein grandioses Taktikspiel mit viel gameplaytechnischen Tiefgang und einem ausgewogenen Kampfsystem geboten. Die Story ist zwar lediglich ein Mittel zum Zweck, unterhält aber dank der ulkigen Rabbids und den wahrhaftig gelungenen Endbosskämpfen alle Male, ebenso wie die Filmsequenzen. Der lokale Couch-Multiplayer sorgt zudem dafür, dass der Titel auch auf längere Sicht nicht allzu schnell aus dem Laufwerk der portablen Konsole verschwindet.

– Ausgeklügeltes Kampfsystem

– Zahlreiche Waffen zum Erspielen

– Verrückte Charakter-Kreationen

– Liebevoll designte Levels

– Separate Multiplayer-Levels

– Stimmige Soundtracks

– Erkundungsmodus viel zu simpel

– Story eher ein Mittel zum Zweck

– Künstliche Erkundungsbehinderung

Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!

Eure Meinung dazu?

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