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The Surge
Follow Publisher: Focus Home Interactive
Entwickler: Deck13 Interactive
Altersfreigabe: 18+
Release: 16. Mai 2017

The Surge

Site Score
7.0
Good: Kniffliges Kampfsystem, Levels abenteuerlich verzweigt, Stimmige Levels
Bad: Flacht storymäßig leider sehr schnell ab, Keine Distanzwaffen oder Wurfgeschosse, Es gibt kein einziges Rätsel
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Der zweite Streich aus dem Frankfurter Studio

Die deutsche Spieleschmiede Deck13 Interactive konnte in der Vergangenheit bereits mit einer Vielzahl unterschiedlicher Videospiel-Projekte für Aufmerksamkeit sorgen, die meisten Lorbeeren erntete das Unternehmen aber mit dem Konsolenspiel Lords of the Fallen, welches vor knapp zwei Jahren das Licht der Welt erblickte. Nun bemüht sich das Studio mit einem weiteren Titel um die Begeisterung der Gamer und präsentiert ein bereits bewährtes Spielprinzip in neuer Verkleidung.

Dark Souls trifft auf futuristisches Design & Gameplay-Neuheiten

Warren, ein von der Hüfte ab gelähmter Ingenieur, hat sich seinen ersten Arbeitstag gewiss anders vorgestellt. Mit der Erwartung einen sicheren Arbeitsplatz und dem Traum wieder aufrecht gehen zu können, bewirbt sich der oberkörper-mäßig gut gebaute Mann mittleren Alters bei der Firma CREO, welche Roboter und Maschinen “für eine bessere Welt” produziert und seine Mitarbeiter mit Exo-Suits, also externen Roboter-”Anzügen”, ausstattet. Nach einem etwas unsanften chirurgischen Eingriff, erwacht Warren unschönen aus seinem Schlaf und muss feststellen, dass er in der Tat wieder gehen kann. Die eher unangenehme Nachricht ereilt ihn Sekunden nach seinem Erwachen, als ihn ein Roboter zur Schrott-Weiterverarbeitung zerren möchte; irgendetwas ist auf dem Firmengelände gewaltig schief gelaufen. Roboter greifen willkürlich Menschen an und selbst einige, mit Maschinen verbundene Menschen, scheinen von den mechanischen Implantaten zu willenlosen Wesen mutiert zu sein. Der Spieler muss somit dem Urspung dieses Chaos auf den Grund gehen und herausfinden, wieso scheinbar jeder Mensch von Maschinen angegriffen wird.

The Surge sorgt in den ersten Spielminuten mit der Enthüllung von Warrens Immobilität für eine richtige Überraschung, belässt es allerdings anschließend kurzerhand mit der storytechnischen Tiefgründigkeit. Man erfährt so gut wie gar nichts über die Vergangenheit des Protagonisten, Filmsequenzen zu aktuellen Geschehnissen sind rar gesät – lediglich einige Sprach- und Videoaufnahmen findet man im Rahmen des Abenteuers – und selbst die wenigen Überlebenden schaffen es kaum mit ihren spärlichen Aufträgen die Stimmung zu steigern oder die Geschehnisse etwas abwechslungsreicher zu gestalten.

Gameplay

The Surge ist endlich mal eine gelungene Abwechslung zu dem typischen mittelalterlichen Ambiente, das von der Konkurrenz schon zu Hauf durchgekaut wurde!

Der Entwickler Deck13 Interactive leiht sich viele Gameplay-Elemente aus seinem vorherigen Titel Lords of the Fallen aus und überarbeitet diese hervorragend, damit sie in The Surge nicht ganz 1:1 abgekupfert wirken. Anfangs lediglich mit einem Basis Exo-Skelett ausgestattet, prügelt sich Warren nahezu mit den bloßen Fäusten durch die Schar fliegender Drohnen. Mit jedem erfolgreichen Sieg sammelt er Altmetall auf, welches bei den Heilstationen zum Aufwerten von Waffen, dem Energiekern des Exo-Skeletts oder dem Erstellen von neuen Rüstungsteilen dient. Ähnlich wie beim direkten Vorgänger verliert der Spieler bei einer Niederlage gegenüber den Robotern sämtliche Altmetall-Vorräte und kann diese höchsten bei einem zweiten Rundgang aufsammeln, ehe der Timer abläuft und man die angesammelten Punkte verliert (Durch das Töten von Gegnern kann die tickende Uhr wieder aufgestockt werden). Das Spiel belohnt Warren für das herausgezögerte Besuchen der Heilstationen, wo die Gesundheit und Heilungsspritzen wieder aufgefüllt werden, in Form eines Altmetall-Multiplikators, welcher zurückgesetzt wird, wenn die Spielfigur stirbt oder sich in der Basis heilt.

Mit Hilfe eines Drucks auf den rechten Analogsticks visiert man einzelne Gegner an und kann durch das Drehen und Wenden des Cursors einzelne Körperteile (Hände, Füße, Kopf und Körper) auswählen, um wahlweise erhöhten Schaden bei ungeschützen (sind hellblau markiert) Gliedmaßen zu erzielen oder gepanzerte Extremitäten (sind orange markiert) abzutrennen und dem eigenen Sortiment hinzuzufügen. An den medizinischen Stationen repariert man diese anschließend wieder und kann so mit den einzelnen Roboterteilen das eigene Waffenarsenal erweitern. Das ist bei den ersten paar Durchgängen sehr sinnvoll, da man dadurch Werte wie Verteidigung und Angriffsstärke schnell anheben kann. In späterer Folge konzentriert man sich aber mehr auf das Ausschalten der Gegner oder das Sammeln von Altmetall durch das Abtrennen von Gliedmaßen. Abseits der neuen Rüstungsteile findet man auch laufend Plug In-ähnliche Erweiterungen, mit deren Hilfe Warren nach dem Einfügen in das eigene System die Lebensleiste der Gegner sieht oder spezielle Boni im Kampf verliehen bekommt. Leider hält sich die Vielfalt der aufsammelbaren Plug Ins und deren Verwendungsweise in Grenzen, da viele dieser Verbesserungen nach einiger Zeit wiederholt erscheinen.

Das Hauptaugenmerk liegt zweifellos im ausgeklügelten Kampfsystem des Spiel, welches auch gleichzeitig das Highlight von The Surge darstellt. Die zahlreichen Gegner verhalten sich unterschiedlich, sodass man sich immer auf deren Bewegungsmuster abstimmen muss, ehe man ins Gefecht stürzt. Das kontinuierliche Verbessern der eigenen Ausrüstung durch Gliedmaßen besiegter Gegner sorgt zudem dafür, dass die Software aus der Spieleschmiede Deck13 Interactive einen unikaten Touch erhält, welcher ihn von seinem direkten Vorgänger und natürlich auch von der Dark Souls-Reihe unterscheidet. Zwar wird man durch den Mangel an Fernwaffen und das ausschließlich auf den Nahkampf beschränkten Arsenal etwas zurück gehalten, das Spiel schafft es dennoch einen gesunden Ausgleich zu finden (geübte Spieler verwenden fliegende Drohnen zur Ablenkung). Dadurch wird man immer wieder motiviert, weiter in den Levels voran zu rücken und mehr über die Geschichte und die verworrene Welt zu erfahren.

Grafik

Große, verzweigte Levels und zahlreiche zerstörte Maschinen bilden das Gerüst von The Surge. Und es ist ein Gutes, denn es sorgt dafür, dass die fiktive Welt glaubwürdig vermittelt wird. Absurd agierende semi-humane Roboter und Drohnen die Jagd auf den Protagonisten machen – es ist endlich mal eine gelungene Abwechslung zu dem typischen mittelalterlichen Ambiente, das von der Konkurrenz schon zu Hauf durchgekaut wurde! Man lernt die unterschiedlichsten Gegner in den einzelnen Bereichen kennen und übt sich im Einstudieren der Verhaltensmuster, um immer weiter voran zu schreiten. Wirklich schade ist allerdings, dass abseits des wirklich grandiosen Gameplays kaum mehr Wert auf die Vielfalt der Missionen und der Tätigkeiten gelegt wurde. Durch ein paar Rätsel oder eine höhere Vielfalt variierender Gadgets wäre das Spiel gewiss interessanter ausgefallen.

The Surge weiß mit seinen blutigen Finishern und den zackigen Kampfanimationen zweifellos zu begeistern. Mal reißt Warren seinen Gegnern den Arm einfach nur runter, dann wiederum blockt er gegnerische Angriffe im Rahmen eines verlangsamten Gegenhiebes, nur um die einzelne Extremität mit brutaler Gewalt anschließend abzuschneiden. Abhängig davon welche der unterschiedlichen Waffen ausgerüstet wurden, variieren auch die Finisher und die Bewegungen der Spielfigur. Einzig und alleine das schnelle und vor allem restlose Verbrennen der metallenen Riesen wirkt in der sonst so realistischen Spielwelt etwas unglaubwürdig.

Sound

Nur selten hört man die Gegner abseits von Schreien und Gurgeln irgendwelche Töne von sich geben. Das mechanische Surren und die maschinellen Melodien sind bei den Maschinen dafür in höheren Ausmaß zu hören, sodass man sie an dunklen Stellen im Spiel etwas früher wahrnimmt, ehe man angegriffen wird. Gelegentlich auftauchende NPCs sorgen zwar hier und da für einige Konversationen, wirklich beeindruckt wird man von dem Inhalt des Gesprochenen oder deren mangelnder Verwunderung über die Roboterplage allerdings nicht.

The Surge ist geprägt von unterschwelligen und selten zur Geltung kommenden Soundtracks (meist liegen das Rauschen des Windes und die mechanischen Klänge der Maschinen im Vordergrund), einer melancholischen Menü-Melodie und penetranten und oftmals wiederholenden Country-Radioaufnahmen bei den Medi-Stationen. Besonders Letzteres sorgt dafür, dass man sich eigentlich nur ungern oder zumindest nicht sonderlich lange im sicheren Bereich aufhalten möchte.

Abschließende Worte

Endlich mal ein Dark Souls-ähnliches Spiel, welches nicht im Mittelalter sondern in der von Robotern überrannten Fast-Gegenwart lokalisiert wurde. Ein knochenschweres und gut überlegtes Gameplay gepaart mit einigen optischen Feinheiten sorgt dafür, dass die eigentlich interessant startende Story nicht zu einem unterdurchschnittlich schlechten Durchschnittstitel verkommt. Es ist wirklich schade, dass sich ein derartig interessantes Spiel wie The Surge aufgrund mangelnder Atmosphäre in den Missionen, abwechslungsarmer Aufgaben und einem stellenweise sehr penetranten Soundtrack beinahe selbst im Weg steht.

– Interessantes “Roboter-Plug In-System”…

– Sidequests von Überlebenden…

– Kniffliges Kampfsystem

– Levels abenteuerlich verzweigt

– Stimmige Levels

– Kampfanimationen & Finisher

– … dem es an Vielseitigkeit mangelt

– … leider nur “Hol & Bring”-Quests

– Flacht storymäßig leider sehr schnell ab

– Keine Distanzwaffen oder Wurfgeschosse

– Es gibt kein einziges Rätsel

– Soundtrack sehr einseitig und wiederholend

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Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!

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