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PaRappa The Rapper – Remastered
Follow Entwickler: Sony
Publisher: Sony
Altersfreigabe: 0+
Release: 26 Sep. 1997 (PS1), 4. Apr. 2017 (PS4)

PaRappa The Rapper – Remastered

Site Score
5.0
Good: Sechs Rap-Battles + Remixes, Nostalgie-Faktor
Bad: Nach wie vor veraltete Menüführung, Nur partial überarbeitetes Spiel, Viertes Level ist eine Katastrophe
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Der Urvater der Rhythmusspiele kehrt zurück!

Noch bevor die heutzutage schon etablierten Marken Guitar Hero und Rock Band Homeparties für sich beansprucht haben, gab es nur wenige gelungene Games, die das Genre der Rhythmusspiele halbwegs interessant an die Gamer vermittelten. Einer der bekanntesten Titel stellte sich 1998 erstmals in Form von PaRappa The Rapper auf Sonys PlayStation vor, in der Hoffnung einen komplett neuen Markt zu eröffnen. Fans des schüchternen Rappers blicken auf das simple und dennoch fordernde Gameplay zurück und dürfen sich nun über die Rückkehr des rappenden Hundes in der überarbeiteten Version für PlayStation 4 freuen.

Rette den Tag und rappe den Text!

Mit den Freunden Burger und Donuts essen gehen, gelegentlich am Strand chillen und den Sonnenuntergang genießen – das Leben könnte so einfach sein! Wenn da bloß nicht dieser Angeber Joe Chin wäre, der PaRappa permanent die Show stehlen würde. Dabei will der Hund mit der orangenen Froschmütze doch nur mit seiner Sonnenblumen-Freundin Sunny Funny zusammen sein und ihr imponieren. Doch gegen die Bemühungen des eingebildeten Machos scheint kein Kraut gewachsen zu sein, PaRappa muss somit auf andere Mittel zurückgreifen; an sich glauben und somit sein Selbstbewusstsein stärken! Im Rahmen von sechs Levels rappt sich PaRappa zu einem selbstbewussten Individuum und lernt nebenbei wie man einen Kuchen backt, erhält den Führerschein und wird sogar in den Lehren der Selbstverteidigung unterrichtet.

Die Charaktere und die Story nehmen sich dabei selbst nicht wirklich ernst, das fällt bereits in den ersten Spielminuten auf. Verrückte Konversationen und das ulkige Aussehen der Spielfiguren sorgen dafür, dass das PlayStation-Kultspiel auch in der überarbeiteten Version seinen Charme unverändert verbreitet. Man lacht über die sinnlosen Gespräche und Situationen, ehe man sich mit dem eher verwirrenden Rap-Auseinandersetzungen beschäftigt. Hat man die sechs Levels absolviert, gibt es noch ein paar Zusammenschnitte sämtlicher Raps zu erleben, welche das Rap-Können der hiesigen Tastendrücker auf die Probe stellt.

Gameplay

Abseits des optischen Upgrades in den Rap-Battles unterscheidet sich die Remastered Edition von PaRappa The Rapper kaum vom Original. In den klobigen Menüs wählt man mit den Steuerkreuztasten die gewünschten Optionen aus und startet die Story in einem von Icons umrandeten Rahmen. Nachdem die verpixelten Story-begleitenden Cutscenes zu Ende betrachtet oder mit dem X-Knopf übersprungen wurden, landet man in den einzelnen Levels.

Auf der Oberseite des Screens werden die zu drückenden Tasten angezeigt, wobei zuerst der lehrende Charakter diese vorführt und PaRappa diese anschließend wiederholen muss. Je nachdem wie akkurat man die eingeblendeten Icons trifft, erhält man eine gewisse Anzahl an Punkten und die Rap-Bewertung auf der Unterseite des Bildschirms steigt oder sinkt. Anhand der Leistung des Spielers ändert sich auch das Verhalten von PaRappas gegenüber. Es ist dabei unklar ob man die Tasten genau, davor oder danach treffen muss, denn die Rap-Bewertung scheint sich willkürlich zusammen zu setzen (oder die Remastered Version leidet unter einem starken Lag, welcher sich besonders im vierten Kapitel bemerkbar macht. Im Rahmen mehrerer Versuche konnte ich das Level trotz erreichter Punkte und der Bewertung “U rappin’ GOOD!” nicht erfolgreich absolvieren). Es ist auch sehr sonderbar, dass die eingeblendeten Punkte bei ungenauem Spielen wieder abgezogen werden und dass die Resultate ausschließlich in einem separaten Menüunterpunkt (unter Hi Score) zu sehen sind, jedoch nicht am Ende einer Spielrunden.

Als dezente Neuerung bietet das Touchpad des PlayStation 4-Controllers die Möglichkeit eine Rap-Session sofort von Anfang an zu beginnen oder zu pausieren. Nach mehreren missglückten Versuchen übt man sich im niedrigeren der beiden Schwierigkeitsgrade oder sucht im Übungslevel nach Unterstützung, was beides nicht wirklich viel hilft und man das Spiel anschließend unzufrieden beiseite legt. Das ist wirklich schade, denn PaRappa The Rapper wäre an und für sich ein interessanter Titel, welcher lediglich durch die Ungenauigkeit des Gameplays zu einer schlechten Remastered-Umsetzung verkommt.

Grafik

Für ein überarbeitetes Spiel wurde bei PaRappa The Rapper eigentlich nur ein Bruchteil optisch verbessert; der in dem das eigentliche Spielgeschehen stattfindet, wo man auch auf die gestochen scharfe Grafik trifft. In sämtlichen restlichen Teilen des Spiels wird man von einem Bilderrahmen begleitet, welcher zwar lustig aussieht, aber dennoch wie eine billige Ausrede wirkt, warum man den Menüs und Filmsequenzen nicht ebenfalls genauso viel Aufmerksamkeit geschenkt hat, wie den restlichen Teilen.

Abseits der mangelnden Bildqualität sehen die veralteten 3D Animationen nach wie vor ausgesprochen lustig aus und man lacht über die ulkigen Sprüche ebenso wie den simplen aber dennoch aussagekräftigen Mimiken der Charaktere. Hinsichtlich der Inhalte ist man sich zwar nach wie vor nicht ganz sicher welche Altersgruppe sich das Spiel zum Ziel macht, den Nostalgiefaktor mancher Gamer trifft der PlayStation-Klassiker aber auf jeden Fall.

Sound

Mit quirligen Sound und schrägen Texten hat sich PaRappa The Rapper zu PlayStation-Zeiten in die Herzen der Gamer gestohlen – eine erfreuliche Sache, die sich auch gute 20 Jahre später nicht geändert hat. Wer der englischen Sprache nicht mächtig ist, der darf sich zumindest über deutsche Untertitel freuen, welche man in der Hektik des Knopfdrückens nur als Zuseher und nicht als Bediener des Spiels genießen kann.

Abschließende Worte

Für ein auf rhythmische Eingaben basierendes Geschicklichkeitsspiel macht die Remastered Version von PaRappa The Rapper eine sehr schlechte Figur. Fans werden zwar nostalgische Erinnerungen an den musikalisch veranlagten Hund, der eigentlich nur an sich glauben möchte, erwecken können, Neueinsteiger werden mit der minimal verbesserten überarbeiteten Version nur sehr wenig anzufangen wissen. Was in den ersten drei Levels noch halbwegs funktioniert und auch wirklich Spaß macht, ist ab dem vierten Level die reinste Katastrophe und sorgt für unangenehme Frustmomente – nicht so wie man es beispielsweise von der Dark Souls-Reihe kennt – die einem sämtliche Motivation zum Spielen nimmt.

– Überarbeitete ingame-Grafik…

– Sechs Rap-Battles + Remixes

– Nostalgie-Faktor

– … Filmsequenzen total verpixelt

– Nach wie vor veraltete Menüführung

– Nur partial überarbeitetes Spiel

– Viertes Level ist eine Katastrophe

– Nicht wirklich helfendes Tutorial

Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!

Eure Meinung dazu?

PaRappa The Rapper – Fakten