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Nintendo Switch – Fakten zur Konsole

Entwickler: Nintendo
Altersfreigabe: 0+
Release: 3. März 2017

Stationär? Tragbar? Beides!

Während Sony und Microsoft Generation für Generation unermüdet an der Spitze der zeitgemäßen IT-Industrie dieselbe graue Technik in die Wohnzimmer schleust, lockte Nintendo Gamer seit Anbeginn mit verrückten und einfallsreichen Ideen zum Kauf der eigenen Produkte. Die Wii U, Nintendos letzte Heimkonsole und ein weiterer waghalsiger Versuch die Videospielindustrie und -enthusiasten von neuen Gaming-Konzepten zu überzeugen, blieb zwar weit hinter den Erwartungen, untermalte aber dennoch, dass Nintendo keineswegs davor zurückschrecken würde innovative Ideen vor finanziellen Durchschnittserfolg, verglichen mit seinen beiden Konkurrenten, zu stellen. Der Nintendo 3DS bügelte die wirtschaftlichen Missgeschicke der Wii U aus und genießt selbst heute noch großes Ansehen unter den Gamern – nicht ohne Grund erblickte 2015, drei Jahre nach der Erstveröffentlichung, eine überarbeitete Version, der new Nintendo 3DS, das Licht der Welt und wurde trotz marginaler technischer Neuerungen erneut zu einem Kassenschlager.

Was ist die Nintendo Switch eigentlich?

Die Switch ist Nintendos erstmaliger Versuch beide Marktsektoren, den portablen und den stationären, mit einem Schlag zu vereinen, ohne sich wirklich auf einen komplett festzulegen. Zuhause kann sie an den Fernseher angeschlossen werden, unterwegs gleicht sie einem überdimensional großer Game Boy Advance mit seitlich abnehmbaren Controllern.

Nintendo Switch ausgepackt!

Im Lieferpaket befindet sich die Andockstation, das Display, zwei Joy Con-Steuereinheiten und dazu gehörenden Abdeckungen mit Handschlaufen, ein Joy Con-Grip, ein handelsübliches HDMI-Kabel (mit Nintendo-Branding) und ein Micro-USB-C-Ladekabel. Einem falschen Anstecken in die Ladebuchse wird somit gleich von Beginn an entgegengewirkt.

Schaltet man die Konsole das erste Mal ein oder schließt diese am Strom an, wird man aufgefordert die beiden Joy Cons (die beiden rot/blauen oder grauen Controller) seitlich am Display, von oben nach unten ziehend, einzurasten. Dadurch verbinden sich die beiden Steuereinheiten und werden gleichzeitig geladen. Zwar besitzen sie einen eigenen Akku und können somit wie Remote und Nunchuck bei der Nintendo Wii als eigenständige Steuereinheit verwendet werden, eine eigene Ladestation abseits des berührungsempfindlichen Screens gibt es allerdings nicht. Nachdem Internet-Einstellungen vorgenommen und Nutzerrichtlinien bestätigt wurden, nimmt man die beiden Joy Cons wieder ab – die Konsole bleibt nach wie vor mit diesen verbunden – und kann diese entweder in den Joy Con-Grip schieben oder separat voneinander bedienen. Persönliche Daten wie Profilbild, Konsolennamen und Internetdaten werden über den Touchscreen eingegeben, dessen Bedienung sich überraschend gut anfühlt (das Display gibt nicht wie beim Nintendo DS oder Nintendo 3DS ein bisschen nach).

Anschließend wird man aufgefordert die eingebaute Stütze auf der Rückseite des Screens auszuklappen und das Display wie ein Bild auf eine ebene Oberfläche zu stellen – eine weitere Nutzungsmöglichkeit der Switch. So können beispielsweise Just Dance 2017 und 1-2 Switch portabel mit mehreren Spielern auf einem kleinen Bildschirm gespielt werden. Die beiden Joy Cons werden dabei entweder waagerecht oder senkrecht gehalten. Je nach Bedarf kann man auf jeder Seite eine Schutzabdeckung anstecken, welche markante, ausgeprägte Schultertasten und Handschlaufen für einen sicheren Halt besitzen (die Schultertasten sind aufgrund eines Leerweges beim Drücken nur bedingt zu empfehlen, da somit schnelle Manöver bei reaktions-intensiven Spielen lediglich eingeschränkt möglich sind). Damit die einzelnen Controller nicht einmal zufällig von der Schutzabdeckung herunterrutschen, besitzen beide Seiten einen kleinen weißen Schalter, die beim Umlegen ein ungewolltes Abnehmen verhindern.

Aus dem Handheld wird spätestens beim Einstecken in die Dockingstation eine stationäre Konsole – der Akku des Bildschirms wird nicht nur geladen, sie überträgt sämtliche Inhalte via HDMI auf einen angeschlossenen TV-Screen, damit man die gleiche Spielerfahrung auch auf einem größeren Screen genießen kann. Selbst wenn das Display mit einem ausgesprochen niedrigen Akkustand angeschlossen wird, beginnt sofort eine nahtlose Fortsetzung der Inhalte ohne Leistungsminderungen oder sichtbare technische Einschränkungen zu erfahren.

Derzeitiges Innenleben der Konsole

Das Hauptmenü der Konsole ist sehr übersichtlich und leicht zu bedienen. Die Spiele werden in Form von Kacheln dargestellt; die sechs vorinstallierten Menüpunkte Neuigkeiten, Nintendo eShop, Album, Controller, Systemeinstellungen und Stand By-Modus befinden sich auf einem Reiter gleich unter den Titeln. Wird ein Spiel gestartet, muss zuerst der bedienende Benutzer ausgewählt oder erstellt werden, damit die Software bedient werden kann. Ruft man im Hauptmenü die Optionen eines Spieles auf, gibt es unter diversen Unterpunkten auch die Möglichkeit dieses mit dem My Nintendo-Account zu verbinden, um sich Bonuspunkte zu holen. Es bleibt bis zum Launch abzuwarten, ob bereits einmal aktivierte Game Cartridges auch auf anderen Konsolen oder mit dem My Nintendo-Account anderer Nutzer verbunden werden können.

Drückt man im ausgeschalteten Zustand auf den physischen Stand By-Knopf auf der linken oberen Seite der Konsole, kann man beim Entsperren entweder gleich ins Spielgeschehen zurück, in den Spielestore oder zu den Neuigkeiten wechseln. Der Unterpunkt Neuigkeiten wies zum Zeitpunkt der Berichterstellung ledigliche kurze Tipps zur Handhabung der Switch und einzelnen Einstellungen auf, könnte aber unter Umständen auch als Nachrichtenfeed für Freundschaftsaktivitäten verwendet werden, so wie es aktuell beispielsweise bei der PlayStation 4 der Fall ist. Unabhängig davon ob man wieder direkt ins Spielgeschehen oder zum Store weiter voranschreiten möchte, muss das jeweilige Menü-Icon drei Mal berührt werden, um die Bildschirmsperre zu umgehen, welches den Touchscreen daran hindert sich beispielsweise zufällig in der Tasche zu aktivieren.

Die Joy Con-Controller

Auf dem linken Joy Con-Controller befindet sich, direkt unter den vier Aktionstasten ein kleiner quadratischer Knopf mit einem eingekerbten Kreis. Abhängig davon ob ein Spiel diese Funktion ermöglicht (Just Dance 2017 tut dies beispielsweise nicht), können mit diesem auf Knopfdruck Bilder vom Spielgeschehen geschossen werden (ähnlich wie mit dem Share-Button der PlayStation 4), die anschließend im Hauptmenü unter dem Punkt Album zu finden sind. Diese lassen sich bei näherem Betrachten auch bearbeiten (Die Funktionen skalieren oder mit Textbausteinen versehen standen zur Auswahl) und anschließend auch online stellen. Letzteres war zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch nicht möglich, daher ist fraglich ob es sich dabei um soziale Netzwerke à la Facebook, Twitter und ähnlichem handelt oder ob Nintendo wieder ein eigenes Miiverse-ähnliches Netzwerk für seine neue hauseigene Konsole anbieten möchte. Optional ist es natürlich auch möglich die Bilder auf einer micro SD-Karte zu speichern, welche über die Öffnung unter der eingebauten Stütze auf der Rückseite des Displays eingeführt werden kann. Das Kopieren der Screenshots vom internen Speicher auf die micro SD-Karte ist dabei etwas umständlich ausgefallen; Bilder müssen einzeln aufgerufen und anschließend manuell kopiert werden – eine Sammelfunktion gibt es leider nicht.

Ein NFC-Reader, welcher sich unter dem Analogstick des rechten Joy Cons befindet ermöglicht es amiibos in das Spielgeschehen einzulesen, zusätzliche Infrarot-Sensoren am unteren Teil des rechten Joy Cons sorgen für eine weitere Verbindungsmöglichkeit mit der portablen Tablet-Konsole.

Separate Nutzer und Freundeslisten

Mit jedem auf der Konsole angelegten Nutzer können die Spiele gestartet werden, sodass automatisch separate Speicherdaten für diese Person erstellt werden. Über diese Unterteilung lassen sich auch personenspezifische Spielzeiten und altersspezifische Beschränkungen regeln.

Drückt man im Hauptmenü zudem links oben auf sein zu Beginn ausgewähltes Icon, landet man auf der eigenen Seite wo schnell Angaben zur eigenen Person geändert sowie Freunde hinzugefügt werden können (was aufgrund eines mangelnden Updates leider nicht getestet werden konnte). Der Optionspunkt Mitteilungen ist ein eindeutiger Hinweis, dass man zwischen Nintendo Switch-Einheiten Nachrichten verschicken können wird.

Sonstige Öffnungen und Spiele-Cartridges

Auf der oberen Seite der Konsole befinden sich direkt neben dem Stand By-Knopf noch die Lautstärkeregler, die Lüftungsöffnungen (von denen es auf der Rückseite ebenfalls zwei gibt), der Kopfhörer-Anschluss und der Game Card-Slot in den die Spiele mit dem Bild nach oben eingeschoben werden.

Die einzelnen Spiele-Karten sind kleiner ausgefallen als die vom Nintendo 3DS, wobei die Verpackung eher an das Format von PlayStation Portable-Spiele erinnert (selbst wenn das eigentliche Spiel größenmäßig nur einen Bruchteil der Verpackung ausmacht). Die Chips der einzelnen Cartridges wirken dabei sehr leicht in das Plastik eingebunden und wackeln sogar in der Umfassung, wenn man sie schüttelt.

Miis sind erneut mit an Board

Nintendos ikonische Mii-Figuren feiern auf der Switch abermals ihre Präsenz, wobei der Editor 1:1 von der Nintendo 3DS-Version übernommen wurde. Die Möglichkeit sämtliche Einstellungen über den Touchscreen der Konsole vorzunehmen sind erfreulich, da die minimalistischen Alter Egos somit schneller erstellt werden können. Enttäuschend ist, dass das Kopieren via QR-Code nicht mehr angeboten wird – stattdessen überträgt man Miis lokal durch simples Suchen der in der unmittelbaren Nähe befindlichen Tauschkonsole.

Der Pro Controller

Für intensivere und längere Gaming-Sessions empfiehlt es sich das klassische Gamepad der Konsole, den Nintendo Switch Pro-Controller, zu verwenden. Dieser besitzt zwar große Aktionsknöpfe und wesentlich ausgeklügeltere Schultertasten. Der Großteil des Controllers ist dabei partial durchsichtig und gaukelt einen flüchtigen Blick in das Innenleben des Gamepads vor. Die Griffe sind mit einer leichten Anti-Rutsch-Beschichtung ausgestattet, damit auch bei längerer Spieldauer ein konfortabler Halt besteht.

Abschließende Worte

Auch wenn die Menüs derzeit noch recht leer und vereinzelte Funktionen noch nicht komplett vollständig zu wirken scheinen, macht die Nintendo Switch einen sehr vernünftigen Eindruck. Selbst nach mehrstündigen Spielesessions von The Legend of Zelda: Breath of the Wild liegt das Display mit den beiden Joy Cons gut in der Hand, ist nicht zu schwer aber auch nicht zu leicht. Für Just Dance 2017 eignet es sich hervorragend das Display auf den Tisch zu stellen, um auch unterwegs mit mehreren Spielern gleichzeitig zu spielen. Viele Punkte waren zu dem Zeitpunkt der Berichterstattung noch nicht vollkommen verfügbar, da ein noch nicht erhältliches Update von Nöten war. Es kann also durchaus sein, dass bis zum Launch der Konsole einzelne Punkte ergänzt und der Bericht somit adaptiert werden muss.

– Touchscreen lässt sich gut bedienen

– My Nintendo-Einbindung beim Nutzerprofil

– Switch liegt gut in der Hand

– Flüssiger stationär/ mobil-Übergang

– Sehr übersichtliche Menüführung

– Eingebauter NFC-Reader im Controller

– Joy Cons separat und im Grip verwendbar

– Viele Punkte aufgrund von Update ausstehend

– Game Cartridges ruckeln ein wenig

– Mii-Editor 1:1 vom Vorgänger übernommen

– Online-Funktionen noch unklar

Profilbild von Geektor
Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!

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