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Digimon World: Next Order – PS4-Version
Follow Publisher: Bandai Namco
Entwickler: Bandai Namco
Altersfreigabe: 12+
Release: 27. Jänner 2017

Digimon World: Next Order – PS4-Version

Site Score
6.5
Good: Tiefgreifendes Spielsystem, Viele Digimon als Partner nutzbar, Grafisch schöne Charaktermodelle
Bad: Digimon sind nicht steuerbar, Detailarme Locations, Sprachausgabe klingt hölzern
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Als Fan über Spielemarken einer neuen Generation

Insgeheim war ich schon immer ein großer Fan von Digimon. Aber ich mache kein Geheimnis daraus, dass die Qualität der Videospielumsetzungen oft zu Wünschen übrig gelassen hat. Mit Digimon World: Next Order versucht Bandai Namco an vergangene Erfolge der Reihe anzuknüpfen. Ob es mit dem neuesten Ableger klappt?

Nostalgie und der Sprung in die digitale Welt

Die Handlung von Digimon World: Next Order ist recht simpel gestrickt: Der Spieler schlüpft in die Rolle einer der beiden spielbaren Avatare Takuto (der männliche Hauptcharakter) und Shiki (weiblicher Counterpart), welche nach langer Zeit deren altes, klassisches Tamagotchi-Digimon Device, kurz genannt Digivice, aus der Versenkung des Schreibtisches heraus holen und dabei unerwarteterweise in die digitale Welt gebracht werden. Dort treffen sie jeweils auf WarGreymon und MetalGarurumon, welche in einen Kampf mit einem übermächtigen Machinedramon verwickelt sind.

Nur durch die Hilfe ihres alten Partners, dem Spieler, kann dieser endgültig durch eine gemeinsame Fusion (ExE, stehend für ‘Extra Cross Evolution’) besiegt werden. Das hat aber zur Folge, dass beide Digimon dabei sterben und als DigiEggs wiedergeboren werden. Es ist nun die Aufgabe von jeweils Takuto oder Shiki sich um ihre Partner zu kümmern, sie auszubrüten und wieder auf Vordermann zu bringen. Denn wie sich herausstellt, war die Ankunft des Spielers in der digitalen Welt, welche von einer dunklen Macht bedroht wird, kein Zufall…

Gameplay

Zentraler Angelpunkt von Digimon World: Next Order ist das Rekrutieren und Brüten von Digimon in Floatia, dem zentralen Schauplatz des Abenteuers. Die Stadt wird im Laufe des Spielefortschrittes verbessert, so dass das Spiel teilweise einem Animal Crossing-Titel ähnelt, wo Fische gefangen werden oder auch Weizen angepflanzt wird. Der wohl wichtigere Aspekt bleibt aber das Züchten und Entwickeln der eigenen Digimon, welches sich sehr simpel anhört, sich aber in Wahrheit als ein höchst komplexes Unterfangen herausstellt. Um gewisse Digimon-Entwicklungen bekommen zu können, bedarf es an speziellem Futter und Skill-Zuweisungen oder anderen Auslösern. Im Prinzip handelt es sich bei Bandai Namcos neuestem Digimon-Spiel um eine glorifizierte Version eines Tamagotchis, in welcher der Spieler unter genauer Behandlung seine gewünschte Entwicklungsformen zielstrebig anvisieren kann.

Knackpunkt an der ganzen Sache ist jedoch, dass dieses System sehr kompliziert und ohne genauere Erklärungen präsentiert wird. Abseits der Basics ist der Spieler dazu eingeladen frei mit allen möglichen Aspekten der Digimon zu experimentieren, welche ganz spezielle Vor- und Nachteile mit sich bringen. Wie ein Original Tamagotchi leben die Digimon nur eine limitierte inGame-Zeit, bevor sie wieder in ihrer Ei-Form wiedergeboren werden und der Spieler bei Null beginnt. Damit dieser Prozess nicht ganz im Frust endet, beherbergen die eigenen Schützlinge einige ihrer Merkmale und Werte ihres letzten Lebens. Der Spielablauf bleibt aber dabei immer gleich: Sobald man mit seinen Digimon-Partnern stark genug ist, heißt es Gebiete zu erforschen, Ressourcen aufzusammeln und eventuell einigen Überraschungen über den Weg zu laufen oder stärkere Digimon zu besiegen.

Das Kampfsystem erlaubt es dem Spieler zwei CPU-gesteuerte Digimon-Partner rundenbasiert Befehle zu geben. Die daraus möglichen Kampfstrategien und Möglichkeiten ähneln mehr einem Rollenspiel wie Saga Frontier II, indem der Spieler durch viel Herumexperimentieren mit unterschiedlichen Partnern eventuell die richtigen Angriffskombinationen herausfindet, ein Gebiet säubert und somit die Handlung fortsetzen kann. Digimon World: Next Order ist ein komplexes Spiel in einer bunten Knallbonbon-Verpackung, welches selbst nach 25 Stunden “Einspielzeit” noch immer nicht an der Oberfläche des Machbaren kratzt. Gepaart mit dem Wiedergeburt-System stellt sich das Durchspielen teilweise als eine künstliche Streckung heraus, in der man sich in einem permanenten Wettkampf gegen die Zeit befinden. Immer heißt es “nur noch einen Boss besiegen, bevor für die eigenen Partner abermals die letzte Stunde schlägt” während dem man laufend die eigenen Digimon hochleveln muss, ehe es im Abenteuer weitergehen kann.

Zusätzlich sind die Entwicklungen endgültig. Wenn ein Digimon sich in eine spezielle Richtung entwickelt, dann gibt es kein Zurück mehr bis es seinen Lebenszyklus wieder ausgehaucht hat. Ab und zu agieren die Digimon-Partner in den Kämpfen auch nicht so wie man es gerne hätte, was selbst dem geduldigsten Spieler manchmal ab und zu einige Nerven kosten wird. Das Spiel verlangt von jedem Spieler sich mit nahezu allen verfügbaren Partner-Digimon auseinanderzusetzen, damit man die bestmöglichsten Kombinationen für jeden Einsatz parat hat.

Grafik

Die PlayStation 4-Version befindet sich auf dem Niveau der PlayStation Vita. Es wird schnell klar, dass die Hauptaspekt des Titels mehr im Zucht- und Kampfsystem liegen, als bei der grafischen Gestaltung, welche oft viel zu trostlos wirkt und ab und zu mit Framerate-Problemen zu kämpfen hat. Doch glücklicherweise bietet Digimon World: Next Order über gut animierte Charaktermodelle und ebenfalls über einige nette Effekte, die das Spiel doch ungemein aufwerten.

Sound

Als ein Fan der Anime-Musik der ersten vier Staffeln fühlt man sich minimal an die Serien erinnert, wenn man Digimon World: Next Order spielt. Neben digitalen Tönen besitzt das Spiel auch 80iger Rock Arrangements und spanische Gitarrensolos, welche den Soundtrack zu einem der erinnerungswürdigsten Parts des Spieles machen.

Negativ hingegen fällt die amerikanische Synchronisation auf, welche zwar professionell ist, aber irgendwie auch steif und lieblos zugleich und die ohnehin textboxen-basierende Geschichte noch monotoner macht, als sie sein müsste. Während des Testens konnten wir die Stimme des eigenen Avatar-Charakters nach einer Weile nicht mehr hören, aber es gibt durchaus Schlimmeres in diesem Sektor. Kurz gesagt, die Synchronisation könnte besser sein, erfüllt aber ihren Job.

Abschließende Worte

Es ist unklar wen Bandai Namco mit Digimon World: Next Order genau ansprechen möchte. Das Spiel ist zu komplex für Casual-Spieler, stellenweise zu frustrierend für Perfektionisten (dank des Wiedergeburt-Systems, welches den Fortschritt der Partner zurücksetzt) und für Fans der Anime-Serien viel zu anders als sie es erwarten würden. Meines Erachtens bedienen die Entwickler damit nur einen kleinen Klientel, nämlich jene, die mit den alten Digimon World-Teilen aufgewachsen sind, da vieles auf den älteren Spielen aufbaut und man sich dabei irgendwie aus dem Loop geworfen fühlt. Vieles habe ich erst durch das Recherchieren der alten PlayStation-Teile herausgefunden und wie sich die Reihe dabei in den letzten +10 Jahren weiterentwickelt hat. Gemessen daran, dass das Spiel eine komplett neue Zielgruppe bedienen sollte/möchte, hätte man Digimon World: Next Order vielleicht doch ein wenig benutzerfreundlicher gestalten können. Der Einstieg als Neuling in die Reihe erweist sich als kompliziert, aber man kann trotzdem viel Spaß haben. Es bedarf einzig und allein an zig Stunden Eingewöhnungsarbeit bis es ‘Klick’ macht. Digimon World: Next Order macht Spaß, aber nicht jeder wird gewillt sein so viel Zeit in ein solch komplexes Spielsystem zu stecken.

– Tiefgreifendes Spielsystem…

– Viele Digimon als Partner nutzbar…

– Simples Kampfsystem…

– Grafisch schöne Charaktermodelle…

– Musikalisch sehr gut…

– …welches nicht jedermanns Sache ist

– …welche dank dem Wiedergeburtsystems immer wieder bei Null beginnen

– …bei dem die Digimon nicht steuerbar sind

– …aber detailarme Locations

– …Sprachausgabe klingt hölzern

Miles


Miles ist ein Oldschool Gamer Extraordinaire, Liebhaber & Sammler von Videogame Soundtracks und neuerdings auch Stammkunde bei diversen offiziellen und inoffiziellen Gaming Clothing Stores. Wenn er nicht gerade Sklave seines eigenen Konsumwahnes ist, spielt er mit Freunden auf Nintendo & Sony Konsolen/Handhelds aktuelle Spiele und Klassiker.

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