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Tales of Berseria
Follow Publisher: Bandai Namco
Entwickler: Bandai Namco
Altersfreigabe: 12+
Release: 27. Jänner 2017

Tales of Berseria

Site Score
8.0
Good: Klassisches Tales of-Feeling, Kampfsystem mit mehr taktischen Input, Solide Grafik und Sound
Bad: Kaum Neuerungen zum Vorgänger, Klischeehafte japanische Sprachausgabe
User Score
9.0
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Alle paar Jahre wieder ein neues Tales of-Spiel!

Das Tales of-Team war schon immer dafür bekannt außergewöhnliche Namen und Begriffe in ihren Rollenspielen zu verwenden und Tales of Berseria macht an dieser Stelle keine Ausnahme. Publisher Bandai Namco verspricht Fans der Reihe abermals actionreiche Kämpfe, eine tiefgehende Story und anime-typische Designs – wie man es ja bereits gewohnt sein sollte.

Eine Geschichte über eine Dämonin und ihre Rachegelüste

Tales of Berseria ist eine geschichtlich betrachtet entfernte Vorgeschichte von Tales of Zestiria und beherbergt inhaltlich interessante Aha-Momente, die man nur durch das Spielen des Vorgängers von Anfang an verstehen kann. 

Manchmal sind die simpelsten Geschichten die Besten. Nachdem Hauptcharakter Velvet Crowe vor drei Jahren einen besonderen Schicksalsschlag erlitt, ist sie nur mehr auf eines aus: Rache für den Tod ihrer geliebten Personen. Der Spieler trifft Velvet erstmals in Form eines Daemons an, infizierte Wesen die ihrer Menschlichkeit und Rationalität beraubt wurden aber im Gegenzug monströse Kräfte besitzen. Für das Holy Migand Empire stellt dieser daemonische Teil der Bevölkerung eine signifikante Bedrohung für das Imperium und die Menschheit dar, welche nur durch sogenannte Exorzisten unschädlich gemacht werden kann – und wie es der Zufall will, ist der Anführer der Exorzisten Velvets Ziel, welchen es zu ermorden gilt.

Tales of Berseria ist eine geschichtlich betrachtet entfernte Vorgeschichte von Tales of Zestiria und beherbergt inhaltlich interessante Aha-Momente, die man nur durch das Spielen des Vorgängers von Anfang an verstehen kann. Einst wie bei Tales of Phantasia und den beiden Tales of Symphonia-Teilen, werden in dem aktuellen Spiel diverse Handlungsstränge angesprochen, die für den zukünftigen Tales of Zestiria Teil chronologisch eine Bedeutung haben werden. Doch glücklicherweise bleibt Tales of Berseria dabei immer ein eigenständiges Spiel, weshalb es nicht unbedingt notwendig ist den Vorgänger gespielt zu haben.

Der rote Faden der Handlung thematisiert ein für Japan typisches Thema: Sollte man seinen Emotionen freien Lauf lassen oder immer rational an eine Sache herangehen? Japaner sind im Grunde genommen sehr zurückhaltend und egoistisches Verhalten wird als eine soziale Schwäche angesehen – selbst dann, wenn niemand dadurch zu Schaden kommt. Tales of Berseria nimmt seinen Einfluss aus dieser Mentalität, baut daraus eine recht interessant Geschichte und versucht dabei einen eigenen Weg zu gehen. Die beitretenden Partymitglieder entsprechen allen bewährten Klischees, wie man sie aus früheren Teilen kennt. Dank guter Charakterisierung und einem guten Script weiß das Spiel aber durchaus bis zum Ende zu unterhalten.

Gameplay

Der Spieler begleitet Velvet und ihre wachsende Gruppe auf ihrer Reise zum Holy Midgand Empire und besucht dabei die unterschiedlichsten Locations, wie man es von den Tales of-Spielen bereits gewohnt sein sollte. Die Erzählstruktur und die dazugehörige Charakterentwicklung ist nach wie vor vorhersehbar dafür exzellent gut umgesetzt, was durchaus als etwas Positives zu betrachten ist. Der einstündige Prolog zu Velvets Rachefeldzug erlaubt es sowohl Anfängern als auch Veteranen der Reihe sich schnell und unkompliziert in der Welt zurecht zu finden. Tales of Zestiria-Spieler werden sich gleich zuhause fühlen, da die Engine viele Elemente aus dem Vorgängertitel übernimmt und einen sofortigen Wiedereinstieg ermöglicht.

Wie es für die Serie und jRPGs allgemein üblich ist, spricht man mit NPCs, besucht Städte, kauft und rüstet neue Waffen und Ausrüstungen aus und liest sich durch die dutzenden optionale Spieler- und Handlungshilfen durch, wenn man einmal wieder vergessen hat wie der Side Step funktioniert im eigenen Button Smashing. Der Spieler kann sich praktisch nicht im Spiel verlaufen und bekommt genügend Hinweise geliefert, um die linearen oder verzweigenden Dungeons und Orte problemlos meistern zu können.

Das leicht überarbeitete Kampfsystem weiß auch abermals seine taktischen Finessen auszuspielen und verzichtet auf das Armatization-System (Charaktere fusionieren gemeinsam für neue Effekte im Kampf) seines Vorgängers. In Tales of Berseria greift der Spieler auf das “Soul-System” zurück. Jeder Angriff verbraucht einen Teil einer speziellen Aktionsenergie, wobei repetitives Angreifen (oder das Spammen von Attacken aus den vorherigen Spielen) den Gegnern nun ermöglicht die Angriffe der Helden zu kontern und somit mehr Schaden anzurichten. Deshalb ist es besonders wichtig im richtigen Moment einfach zu blocken, auszuweichen oder erst einem der CPU-gesteuerten Mitstreitern den Vortritt zu lassen. Damit der Spielfluss nicht ganz unterbrochen wird, hinterlassen getötete Gegner Souls, so dass man bei kleinen Gegnergruppen schnell und problemlos weiterziehen kann.

Im späteren Storyverlauf lernt man auch bestimmte Kombinationsangriffe oder Kniffe, wie zum Beispiel Velvets Consuming Claw, welcher auf Kosten dreier Soul-Einheiten durch die Abwehr der Gegner prescht und immensen Schaden anrichtet. Oder der “Blast Gauge”, welche das Einschieben von Angriffen nicht aktiver Partymitglieder und das Einsetzen der serientypischen Mystic Artes jedes Helden ermöglicht. Ansonsten sind viele Features und Optionen schon einmal in ähnlicher Form in Tales of Zestiria vorhanden gewesen: Es gibt einen Schnellreise-Service, es können abermals Rüstungen verbessert oder zerlegt werden und die Suche nach seltenen Verarbeitungsmaterialien oder Mini Quest-Aufgaben lockert die langen Wanderwege gelegentlich auf. Ebenfalls meldet sich ab und zu auch das bekannte und ein wenig überarbeitete Skit-System zurück, in denen sich die Charaktere abseits der Hauptgeschichte über allerlei Aktuelles unterhalten.

Grafik

Tales of Berseria greift auf den gleichen Grafikstil und die dazugehörige Engine wie sein Vorgänger Tales of Zestiria zurück und verbessert diverse Aspekte, wie die Weitsicht, die Details oder auch die Framerate. Es gibt wenig zu loben und dafür zumindest kaum etwas zu bemängeln.

Abermals liefert das Tales of-Team eine solide Präsentation, welche die gleichen Stärken und Schwächen des direkten Vorgängers anspricht: Liebevolle Artworks und Charaktermodelle, schön gestaltete Locations mit monotonen Dungeon-Designs und schwachen Hintergrund-Texturen auf allen drei Systemen (PlayStation 3, PlayStation 4 und PC). Die PC-Fassung läuft mit 60fps relativ problemlos ab, kann aber nicht über ihren Ursprung als Multi-Port mit leichten Rucklern (bedingt durch die Engine und das pre-cachen von Elementen) hinwegtäuschen. Daher wird es dringend empfohlen das Spiel auf einer SSD-Festplatte zu installieren.

Sound

Serien-Komponist Motoi Sakuraba schafft es mit seinem neuesten Soundtrack den perfekten Kontrast zwischen den beiden Protagonisten aus Tales of Zestiria und Tales of Berseria zu untermauern. Während der Soundtrack und gleichzeitig das Leitmotiv von Soreys Abenteuer im letzten Teil recht optimistisch gestimmt war, so gestaltet sich Velvets Abenteuer als ein düster, aggressives und persönliches Musikgebilde.

Die englische und japanische Sprachausgabe kann sich abermals hören lassen. Während die fernöstliche Synchronisation wieder nur so von Klischee-Interpretationen strotzt, so geht die westliche Lokalisation einen guten Kompromiss zwischen glaubwürdigen Dialogen und Emotionen ein. Die Original-Sprachausgabe wirkt weniger dynamisch und man hat das Gefühl dies schon alles einmal in einem anderen Spiel oder einer Serie gehört zu haben.

Abschließende Worte

Trotz anfänglicher Zweifel, ob sich eine knapp bekleidete Frau Edgelord tatsächlich als einzelner Hauptcharakter für ein Spiel jenseits des Teenagersalters durchsetzen kann, sind binnen kürzester Zeit vergessen. Tales of Berseria verspricht genau das, was man sich beim Kauf eines Tales of-Ablegers erwartet: Unterhaltung vom Feinsten. Die erinnerungswürdigen Charaktere mitsamt dem bewährten Kampfsystem können auch diesmal wieder auf voller Strecke überzeugen.

– Klassisches Tales of-Feeling

– Kampfsystem mit mehr taktischen Input

– Solide Grafik und Sound

– Exzellente englische Sprachausgabe

– Praktisch keine Ladezeiten (PC-Version)

– Vorgeschichte zu Tales of Zestiria

– Unmengen an Fanservice

– Kaum Neuerungen zum Vorgänger

– Klischeehafte japanische Sprachausgabe

– Vorwissen nicht notwendig, aber sinnvoll

Miles


Miles ist ein Oldschool Gamer Extraordinaire, Liebhaber & Sammler von Videogame Soundtracks und neuerdings auch Stammkunde bei diversen offiziellen und inoffiziellen Gaming Clothing Stores. Wenn er nicht gerade Sklave seines eigenen Konsumwahnes ist, spielt er mit Freunden auf Nintendo & Sony Konsolen/Handhelds aktuelle Spiele und Klassiker.

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