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XCOM 2
Follow Publisher: 2K Games
Entwickler: Firaxis Games
Altersfreigabe: 16+
Release: 5. Feb. 2016 (PC), 30. Sep. 2016 (PS4/XBO)

XCOM 2

Site Score
8.5
Good: Süchtig machendes Gameplay, Individualisieren der Spielfiguren
Bad: Technisch sehr unsauber, Lange Ladezeiten, Keine speziellen Szenarien im Mulitplayer
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Von Konsolen zum PC und wieder zu den Konsolen

Nachdem die bekannte Reihe im Jahre 2012 einem kompletten Reboot unterzogen wurde und daraufhin große Erfolge feierte, durften sich PC-Besitzer Anfang des Jahres über die Fortsetzung des mittlerweile wieder erfolgreichen Strategiespiels freuen. Diese Exklusivität dauerte jedoch nicht lange, sodass nun auch Konsolenspieler in den Genuss des zweiten Teils kommen.

Vereine den Widerstand und rette die Welt! Die Uhr tickt!

Seit den Geschehnissen von XCOM: Enemy Unknown und XCOM: Enemy Within sind mittlerweile 20 Jahre vergangen und somit auch die vollständige Übernahme der Erde seitens der außerirdischen Invasoren. Diese feiern den Zeitraum des gekünstelten Friedens mit großen Festivitäten, auch wenn die Versklavung der Menschheit seitens der ADVENT-Truppen im Hintergrund noch immer im Gange ist. In der Zwischenzeit sucht ein Trupp Freiheitskämpfer nach deren entführten Commander; dem Protagonisten und Hauptbefehliger des Avenger-Flugschiffs. Bereits in der ersten Mission gelingt der penibel durchdachte Rettungsversuch und so startet die Rückeroberung des Planeten Erde; dieses Mal mit reduzierten Ressourcen, wenigen Verbündeten und einem übermächtigen Gegner, dessen Streitmacht endlos zu sein scheint.

XCOM 2 ist das Dark Souls der Strategiespiele!

Der Spieler führt eine Gruppe Freiheitskämpfer im Gefecht gegen die Aliens über den gesamten Globus und verbindet dabei verstreute Fraktionen des (noch) menschlichen Widerstands. Parallel dazu baut man das eigene Flugschiff aus, bemüht sich möglichst viele Ressourcen, Ausrüstungsgegenstände und Personal zu sammeln, um eine ordentliche Truppe in den Kampf begleiten zu können. Der Umfang von XCOM 2 ist dabei riesig! Selbst nach 30 Stunden Spielzeit ist man noch immer mit der Hauptstory, dem Stoppen des mysteriösen Avatar Projekts, beschäftigt und das obwohl ich einen Großteil der Sidequests übersprungen habe. Einzelne Missionen werden in Form von rundenbasierten Taktikgefechten in speziellen Arealen ausgeführt, wobei jedes Level zufallsgeneriert ist und man somit nie dem gleichen Ort zweimal begegnet. Schwierig wird es, wenn man sich bei mehreren Missionen entscheiden muss, ob beispielsweise einer verbündeten Fraktion geholfen oder doch lieber eine feindliche und geschwächte Basis überfallen werden soll. Derartige Momente haben einen großen Einfluss auf die Entwicklung der Geschichte und sorgen dafür, dass die Story unterschiedliche Endungen und somit einen hohen Wiederspielwert besitzt. Es ist dabei verständlich, dass man sich im Laufe der Geschichte immer mehr an seine Soldaten bindet, immerhin können deren Namen individualisiert und deren Herkunftsland und kleinere Eigenschaften vom Spieler bestimmt werden. So gestaltet sich auch das plötzliche Ableben der Figuren wesentlich dramatischer, da man die Truppenmitglieder bei ihrem Rangaufstieg miterlebt hat.

Gameplay

Als Commander eines kleinen Flugschiffs, mit nicht mehr als den notwendigsten Einrichtungen, startet man das Abenteuer zusammen mit einer Handvoll mutiger Soldaten. Mission für Mission gewinnen die Truppen an Erfahrung und die Avenger somit neue Mitglieder, Ausrüstungsgegenstände und Ressourcen. Das ist auch das Erfolgsrezept von XCOM 2, denn mit jedem Ausflug auf das Schlachtfeld verstärkt sich die Bindung zu den eigenen Gefolgsleuten. Über die Forschungseinrichtung werden neue Technologien erforscht, zuvor erlegte Gegner seziert und in der Werkstatt neue Ausrüstungsgegenstände zusammengebaut. Ein Großteil des außerirdischen Raumschiffes ist noch von Alien-Schrott überflutet, sodass Ingenieure diesen beseitigen müssen, ehe man Trainingsstätten für Soldaten, Kraftwerke und andere Einrichtungen bauen lassen kann. Jeder Entwicklungsfortschritt erfolgt dabei in Tagen, welche durch das Bereisen unterschiedlicher Orte verstreichen.

Das Herzstück der XCOM-Reihe ist der rundenbasierte Taktik-Abschnitt, in denen Trupps von vier bis sechs Mitglieder auf das Schlachtfeld ziehen, um spezielle Ortschaften zu erkunden, VIPs zu retten, ADVENT-Truppen zu dezimieren oder besetzte Gebiete zu befreien. Es stoßen dabei laufend Neulinge zu der Gruppe, die nach ihrem ersten Einsatz in spezielle Klassen eingeteilt werden; Rangers, Scharfschützen, Grenadiere, Spezialisten und einem Truppentyp, der zu spoilerlastig wäre ihn zu erwähnen. Bis an die Zähne bewaffnet und von früheren Gefechten sichtlich beeinträchtigt begibt man sich von Deckung zu Deckung in der Hoffnung den Gegner möglichst gut flankieren und somit schnell ausschalten zu können.

Multiplayer

Es empfiehlt sich den Mehrspielermodus erst nach dem Absolvieren der Geschichte zu probieren, da viele neue Einheiten und deren Fähigkeiten neu sind und man sich daher mit deren Bedienung noch nicht so gut auskennt. Online kämpft man mit 4-6 Spielfiguren gegen andere Commander wobei man Zugriff auf sämtliche verfügbaren Truppentypen aus der Kampagne hat. Die Verwendung jeder Figur kostet eine bestimmte Anzahl an Punkten und man hat insgesamt 10.000 Punkte zur Verfügung – hier kann man sich also im Rahmen des Erlaubten nach Lust und Laune austoben.

Besondere Errungenschaften oder spezielle Szenarien gibt es im Mehrspielermodus keine, daher darf man sich nicht wundern, wenn der Gegenspieler kurz vor dem Verlieren das Spiel verlässt ohne dafür eine Bestrafung zu erhalten. Mit einer maximalen Zugzeit von 90 Sekunden zieht sich nämlich jede Runde ordentlich in die Länge, besonders dann wenn der Zähler hier und da stecken bleibt und erst nach 20 Sekunden wieder akkurat funktioniert.

Grafik

Das Individualisieren der einzelnen Soldaten ist zweifellos eine der größten Stärken von XCOM 2. Auch wenn der Editor nicht so beachtlich wie bei Fallout 4 ist, kann man eine Vielzahl unterschiedlicher Einstellungen vornehmen, um Aussehen, Namen, Herkunft und sogar bisherigen Lebenslauf der Spielfiguren zu bestimmen. Beeindruckend ist auch die Tatsache, dass sämtliche Gefechte in zufallsgenerierten Arealen stattfinden, die wirklich gut aussehen. Dadurch kommen zwar kleinere optische Unsauberheiten zustande, wie Charaktere die mit ihrem halben Körper durch Mauern sehen, diese kommen aber zum Glück nur selten zum Vorschein. Abseits gibt es in dem Spiel herrliche Regen- und Explosionseffekte und zerstörbare Umgebungen zu sehen.

Das Individualisieren der einzelnen Soldaten ist zweifellos eine der größten Stärken von XCOM 2.

Was auf dem PC ohne Probleme dargestellt wurde, schafft es auf der PlayStation 4 nicht ganz ohne Schönheitsfehler. Ruckler, zahlreiche Slowdowns und lange Ladezeiten machen XCOM 2 zu einem mit Anstrengung verbundenen Abenteuer. Diese fallen sowohl in den Feldeinsätzen als auch den dazugehörigen Flugeinlagen sehr markant auf. Ebenso unsauber sind die plötzlichen Sichtwechsel am Schlachtfeld (es wird grundsätzlich alles aus der Vogelperspektive gezeigt), wo die Kamera spontan hinter die Schulter der Spielfigur wechselt. Das sieht hervorragend aus, wenn man beispielsweise einem Schrotflintenträger dabei zusieht wie er mit dem Ellenbogen ein Fenster einschlägt, nur um anschließend eine Salve mit seiner Schusswaffe abzugeben, allerdings nicht, wenn die Spielfigur einen Flur entlang läuft und der Bewegungsvorgang zu einer Stop-Motion-ähnlichen Szenerie verunstaltet wird.

Sound

Bereits im Hauptmenü merkt man XCOM 2 seinen mysteriösen Touch an; Der Startscreen wird von einem Soldaten in Deckung geziert, im Hintergrund sieht man eine feindliche ADVENT-Einheit. Passend dazu hört sich auch der Soundtrack geheimnisvoll an, wobei sich dieser Stil quer durch das gesamte Abenteuer zieht. In den Gefechten wiederum ändert sich dieser zu einem actionlastigeren Track, welcher die Mission interessanter gestaltet. Die Sprachausgabe ist sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache ausgesprochen gelungen, lediglich die Ruckler im Spiel sorgen dafür, dass sich diese während einiger Filmsequenzen so anhören, als hätten sie Schluckauf.

Abschließende Worte

XCOM 2 ist das Dark Souls der Strategiespiele! Ich habe unzählige Stunden damit verbracht meine Soldaten zu trainieren und sie nach meinen Wünschen zu individualisieren, nur um sie anschließend bei einem unachtsamen Moment zu verlieren. Und dennoch spielt man das rundenbasierte Action-Strategiespiel immer weiter, denn es macht einfach Spaß. Trotz vereinzelter leistungstechnischer Schnitzer ist XCOM 2 derzeit das beste Spiel seiner Art auf den Next Gen-Konsolen und kann mit einem sehr süchtig machenden Gameplay und einer durchwegs interessanten Story unterhalten.

– Zufallsgenerierte Karten…

– Kampagne ist sehr umfangreich…

– Süchtig machendes Gameplay

– Individualisieren der Spielfiguren

– Jede Karte fühlt sich einzigartig an

– Derzeit das beste Strategiespiel

– … mit kleinen Schönheitsfehlern

– … manchmal auch zu viel auf einmal

– Technisch sehr unsauber

– Lange Ladezeiten

– Keine speziellen Szenarien im Mulitplayer

Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!

Eure Meinung dazu?

XCOM 2 – Fakten