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Yo-Kai Watch
Follow Publisher: Nintendo
Entwickler: Level 5
Altersfreigabe: 6+
Release: 29. April 2016

Yo-Kai Watch

Site Score
7.5
Good: Viele Nebenquests, Optische Gestaltung, Cooler Soundtrack
Bad: Nebenquestziele teils schwer zu finden, Oft müssen Gebäude gesucht werden
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Yo-Kai – Spukgestalten der etwas anderen Art!

Das Entwicklerstudio Level 5 ist nicht gerade unbekannt für seine kreativen Ideen und kann bereits auf eine lange Liste ausgezeichneter Titel zurückschauen. Vor allem die Professor Layton-Reihe oder Inazuma Eleven sind bekannte Titel, aber auch Fantasy Life wird vielen Spielern sicher nicht fremd sein. Nun gesellt sich Yo-Kai Watch hinzu und auch hier leistet das Entwicklerteam, wie zu erwarten war, wieder großartige Arbeit. Bereits 2011 in Japan erschienen, schlug es dort wie eine Bombe ein. Nun erfreut Level 5 europäische Spieler endlich auch mit dem Release dieses hervorragenden Nintendo 3DS Spieles.

Mensch und Yo-Kai, ein unschlagbares Team!

Während der Käfer-Jagd im Wald hinter dem Schrein stößt der Protagonist auf eine seltsame Maschine, den Cran-a-kai, aus welcher ganz unerwartet ein waschechter Geist springt. Doch anstatt Unfug zu treiben, stellt er sich als Whisper der Yo-Kai-Butler vor. Ohne auf eine Reaktion zu warten, stattet er den Protagonisten mit der Yo-Kai Watch aus, einer Uhr die es möglich macht Geistergestalten, Yo-Kai genannt, zu sehen und aufzuspüren. Jedoch nicht ohne zusätzliche Verstärkung, denn die erste Aufgabe ist es Freundschaft mit den Yo-Kai zu schließen und sich so ihre Fähigkeiten zu Nutze zu machen. Doch wo sind diese Geister zu finden? Anscheinend überall, denn sogleich trifft der Protagonist auf sein zweites Yo-Kai, als sich herausstellt, dass eine der zuvor gefangenen Zikaden gar kein Insekt ist. So startet ein aufregender Sommer voller Abendteuer, neuer Freundschaften und der großen Aufgabe Menschen und Yo-Kai einander näher zu bringen.

Die Story beginnt recht unverfänglich, man merkt aber schnell, dass sich doch einiges mehr hinter der Geschichte des Nintendo 3DS-Spiels befindet als man vermuten würde. Es wechseln sich harmlose Story-Quests, wie die Suche nach einem goldenen Ring, mit ernsteren Themen, wie der Entführung von Klassenkameraden, ab. So nähert man sich langsam und in kleinen Schritten dem eigentlichen Problem; dem Retten der Menschenwelt. Der mysteriöse Unterton zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Spiel, wobei man sich manchmal ein Grinsen nicht verkneifen kann, vor allem da die Yo-Kai viel Unsinn im Kopf haben. Neben den Story-Quests gibt es noch eine ganze Menge von Anfragen und Gefallen zu erledigen, wodurch das Spielvergnügen zusätzlich verlängert wird.

Gameplay

Grundsätzlich spielt sich alles in Yo-Kai Watch in Neudorf, einer mittelgroßen Stadt mit vier Vierteln ab. Jedes Viertel beinhaltet begehbare Geschäfte oder öffentliche Einrichtungen aber auch eine Menge Komplexe, zu welchen man keinen Zugang hat. Während man sich durch die Straßen bewegt, entweder zu Fuß, laufend oder am Fahrrad, sieht man auf der Karte am unteren Bildschirm immer genau wo man sich befindet, man erhält Infos über die Straßennamen und in welchem Stadtteil man sich gerade aufhält. An dieser Stelle fehlen allerdings Gebäudebezeichnungen, wodurch man oft gezwungen ist nach dem gewünschten Ort zu suchen. Des Weiteren sind hilfreiche Infos wie Stadtbewohner, Speicher/Heilpunkte und Questanfragen auf der Karte eingezeichnet und während der Storyquests hilft sogar ein roter Pfeil dabei den richtigen Ort schneller zu finden. In ganz Neudorf gibt es zahlreiche verwinkelte Gassen, die häufig übel gesinnte Yo-Kai beherbergen – oft treibt man sich sogar in der Kanalisation herum. Manche Bereiche sind dabei noch versperrt und erst im späteren Spielverlauf zugänglich.

Beim Fortbewegen zeigt das Yo-Kai Radar immerzu an, ob sich ein Yo-Kai in der Nähe befindet, bewegt sich die Nadel im roten Bereich steht man praktisch schon daneben. Die Uhr hat aber noch wesentlich mehr drauf als Geister aufzuspüren; sie zeigt die Tageszeit an und welchen Rang das aufgespürte Yo-Kai hat. Die Uhr selbst muss regelmäßig aufgewertet werden, um stärkere Yo-Kai ausfindig machen zu können und abgesperrte Bereiche zugänglich zu machen.

Hat man einen Geist ausfindig gemacht, beginnt die Jagd mit Hilfe der Yo-Kai Linse. Diese ist von großer Wichtigkeit, denn nur mit ihrer Hilfe kann ein Yo-Kai für Menschen sichtbar gemacht werden. Man muss hierfür den Stylus über den Touchscreen bewegen und dadurch versteckte Yo-Kai aufdecken. Hat man die Geistergestalt anvisiert, heißt es am Ball bleiben, denn das Yo-Kai versucht natürlich zu flüchten. Vor allem starke Individuen bewegen sich sehr schnell und so kann es schon etwas dauern, bis man eines der spirituellen Wesen aufgedeckt hat und der eigentliche Kampf beginnt.

Das Kampfsystem dieses Titels ist etwas gewöhnungsbedürftig, denn die Kämpfe laufen im Prinzip selbstständig ohne Kampfeingabe ab. Das eigene Team besteht dabei aus bis zu sechs Yo-Kai, wobei sich immer drei davon aktiv an einem Kampf beteiligen. Sie sind entlang eines Rades angeordnet und können durch Drehen desjenigen ins Kampfgeschehen einsteigen. Obwohl der Kampf automatisch abläuft, hängt die Reihenfolge der Angriffe von der Geschwindigkeit der einzelnen Yo-Kais ab.

Jedes hat vier Attacken zur Auswahl, wobei man als Spieler nur eine davon, die Ultiseel Attacke, direkt beeinflussen kann. Wählt man sie aus, muss eines von drei Minispielen schnellstmöglich bewältigt werden, um die Attacke aufzuladen. Es handelt sich dabei um so etwas wie eine Spezialattacke, welche oftmals mehr als einem Gegner Schaden zufügt. Sie kann auch nur dann eingesetzt werden, wenn man genügend Ultiseel-Energie zur Verfügung stehen hat. Welche der drei weiteren Attacken eingesetzt wird, hängt von der Persönlichkeit des jeweiligen Geistes ab. Diese kann durch den Einsatz von Büchern geändert und so der generelle Kampfstil beeinflusst werden. Der Schaden, der mit den unterschiedlichen Attacken angerichtet wird, ist einerseits abhängig vom Attacke-Wert, aber auch vom Level der Attacke und ihrem Element (Elementvorteile erhöhen den erzielten Schaden). Je öfter ein Yo-Kai eine bestimmte Attacke einsetzt, desto schneller steigt ihr Level. Zusätzlich hat jede Geistergestalt auch einen Skill, welcher automatisch zum Einsatz kommt, um beispielsweise Teammitglieder zu heilen.

Grundsätzlich kämpft man entweder gegen einen einzelnen oder drei Gegner. Dabei kommt die Option zu Zielen oft sehr gelegen, da diese es ermöglicht einen Gegner auszuwählen, so dass sich die Attacken der eigenen Yo-Kai auf diesen konzentrieren. Vor allem bei Endbossen sollte man dieses Feature nicht außer Acht lassen, da Boss-Gegner oft Schutzmechanismen haben, welche zuerst zerstört werden müssen, bevor man Schaden anrichten kann.

Da es sich bei Yo-Kai um Geistergestalten handelt, kann es schon mal vorkommen, dass das eine oder andere Teammitglied mitten im Kampf anfängt zu faulenzen und man geduldig warten muss, bis es sich wieder am Kampf beteiligt. Zusätzlich können Yo-Kai durch den Einsatz einer gegnerischen Inspirit Attacke kampfunfähig gemacht werden. Die Aufgabe des Spielers ist es das betroffene Yo-Kai aus dem Kampf zu nehmen und zu reinigen. Wie bei der Ultiseel Attack spielt man eines von drei Minispielen um es wieder kampfbereit zu machen. Man erhält bei Erfolg als Belohnung weitere Erfahrungspunkte. Wurde der Kampf gewonnen, erhalten alle sechs Teammitglieder Erfahrungspunkte, man sammelt Geld und meist erhält man auch noch bis zu drei Items.

Jedes Yo-Kai gehört einer von acht Klassen an. Die richtige Team-Kombination dieser, kann im Kampf zu einem Kombinationsvorteil, wie zum Beispiel einem Erhöhen der Geschwindigkeit, führen. Daneben hat jede Spezies einen bestimmten Rang. Ränge werden alphabetisch von E (niedrig) bis A (hoch) angegeben, wobei S den höchsten Rang bezeichnet und auch legendäre Yo-Kai beinhaltet. Neben den Kämpfen ist es das Hauptziel im Spiel sich mit allen existierenden Yo-Kai zu befreunden. Um die Chance auf eine Freundschaft nach einem Kampf zu erhöhen, kann dem Gegner während des Gefechtes Essen zugeworfen werden. Jedes Yo-Kai hat sein bevorzugtes Gericht welches es bei Verzehr freundlicher stimmt. Befreundet man einen der Geister, bekommt man eine Medaille, welche im Medallium aufbewahrt wird. Möchte man ein neues Yo-Kai ins Team aufnehmen, muss dessen Medaille in die Hand aufgenommen werden. Grundsätzlich hat jeder Geist seinen bevorzugten Platz, manche lungern gerne in Gassen herum, andere auf Bäumen und wieder andere verstecken sich unter geparkten Autos; auch die Tageszeit (Tag/Nacht) spielt eine Rolle. Ist man also auf der Jagd nach einem bestimmten Yo-Kai, lohnt es sich dessen bevorzugten Aufenthaltsort (Infos darüber sind im Medallium zu finden) wiederholt zu besuchen.

Neben dem Kämpfen und dem Sammeln von Medaillen gibt es noch eine ganze Menge an Aktivitäten. Zum Beispiel ist es möglich Insekten und Fische zu fangen – beide können gegen nützliche Items getauscht werden. Eine Aktivität der etwas anderen Art sind die zufällig stattfindenden Albträume. Es ist dabei egal ob es Tag oder Nacht ist, da man ihnen auch nicht entrinnen kann – was sie stellenweise auch sehr anstrengend werden lässt. Gerät man in einen Albtraum, wird die Umgebung grau und alle Bewohner verschwinden. Dafür tummeln sich eine ganze Menge Yo-Kais auf den Straßen, welchen man unbedingt ausweichen muss. Ziel ist es ohne entdeckt zu werden eine Türe zu erreichen, um in die Realität zurückzukehren.

Sehr angenehm ist, dass man während des gesamten Spieles nie wirklich unter Zeitdruck gerät. Hat man genug von der Story, kann man seine Tage beziehungsweise Nächte mit Anfragen oder der Jagd nach Tieren und Yo-Kai verbringen. Die Sammel-Motivation erhöht sich vor allem dann, wenn man herausfindet, dass das Befreunden von immer acht bestimmten Geistern ein legendäres Yo-Kai erscheinen lässt.

Ein weiteres Feature des Spiels ist die Yo-Kai Kamera. Hier kann mit Hilfe der Nintendo 3DS Kamera ein Foto von sich selbst oder einem Freund gemacht werden. Das ingame-Bild zeigt an, welches Yo-Kai diese Person gerade beeinflusst und wie es sich auf den Spieler auswirkt. Zusätzlich werden Infos über so neu entdeckte Yo-Kai ins Medallium aufgenommen.

Multiplayer

Yo-Kai Watch beinhaltet einen sehr simplen Muliplayer; über die Wireless-Verbindung kann man gegen Freunde antreten. Daneben können Yo-Kai über StreetPass zu Besuch kommen. Diese werden in der Wayfarer Manor untergebracht und beschenken den Spieler mit Items oder schließen sich diesem nach einem Kampf an.

Grafik

Wie von Level 5 zu erwarten war, hat man auch in diesen Titel sehr viel Zeit in die grafische Gestaltung investiert. Die Umgebung wirkt trotz des Anime-Stils sehr real und optimal an die Bedürfnisse des Spielers angepasst. Die Größe der bespielbaren Karte kann sich sehen lassen und vor allem mit den vielen versteckten Gassen und Zugängen wird es so schnell nicht langweilig. Kleinigkeiten wie Straßenverkehr und das obligatorische Benutzen der Fußgängerampeln (läuft man zu oft bei Rot über die Straße, wird man von einem wütenden Yo-Kai angegriffen) machen diese Software zu etwas Besonderem.

Die optische Gestaltung der Yo-Kai ist großteils sehr gut gelungen. Man darf das Design der Geister vor allem nicht allzu genau mit ähnlichen Spielen wie zum Beispiel Pokémon vergleichen, schließlich handelt es sich um Spukgestalten. Zwischen den etwas eigenwilligen Kreationen befinden sich auch einige sehr niedliche Exemplare, so ist für jeden etwas Passendes dabei. Man merkt, dass die Liebe zum Detail während der Entwicklung eindeutig groß geschrieben wurde.

Sound

Gespenstische Klänge begleiten den Spieler durch die Story von Yo-Kai Watch. Diese wurden den jeweiligen Situationen angepasst, sodass man tagsüber durch die Straßen von Neudorf  spaziert und der musikalisch dahinplätschernden Hintergrunduntermalung lauscht. Jedes Yo-Kai hat außerdem seine eigene Stimme erhalten und spricht es seinen Namen, sobald man sich das erste Mal mit ihm befreundet.

Abschließende Worte

Zusammengefasst handelt es sich bei diesem Titel um ein sehr nettes Paket mit guter Grafik, passendem Sound und einem ausgewogenen Gameplay. Obwohl das Kampfsystem etwas gewöhnungsbedürftig ist, hat man den Dreh schnell raus und ist im späteren Spielverlauf sehr dankbar, dass Kämpfe automatisch ablaufen. Die große Anzahl an Yo-Kai macht es möglich viele verschiedene Strategien und Kombinationen zu spielen und rein optisch ist sicher für jeden etwas dabei. Mit rund 40 Stunden Spielzeit plus der großen Menge an Nebenquests wird es so schnell nicht langweilig. Wer eine gelungene Alternative zu Pokémon sucht, der ist hier genau richtig!

– Viel verschiedene Yo-Kai

– Abwechslungsreiche Handlung

– Viele Nebenquests

– Optische Gestaltung

– Cooler Soundtrack

– Abwechslungsreiches Gameplay

– Steiler Anstieg des Schwierigkeitsgrades

– Nebenquestziele teils schwer zu finden

– Oft müssen Gebäude gesucht werden

– Unausweichliche Albträume

NotAmy


Tetris-Kekse backen, Minecraft-Polsterüberzüge stricken oder doch lieber einen Creeper Bettüberwurf nähen? Tja, bei mir gibt's das alles und noch viel mehr. Neben dem Zocken am Handheld oder PC steigere ich mich gerne mal in Doctor Who hinein, verbringe ganze Wochenenden mit der Extended Edition von Der Herr der Ringe und auch Fantasy Bücher oder Mangas sind mir nicht fremd. Nerd sein ist einfach schön!

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