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Story of Seasons
Follow Publisher: Nintendo
Entwickler: Marvelous AOL
Altersfreigabe: 0+
Release: 31. Dezember 2015

Story of Seasons

Site Score
7.0
Good: Zahlreiche Nutz- und Haustiere, Viele Produktionsstätten, Schwierigkeitsgrad wählbar
Bad: Grafik & Sound fast ident mit Vorgänger, Freischalten neuer Inhalte langwierig
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Eine Geschichte durch die Jahreszeiten

Viele Harvest Moon-Fans werden sich fragen, was denn gerade mit der lieb gewonnenen Serie passiert. Erst vor Kurzem kam der Titel Harvest Moon: Das verlorene Tal (2015, Nintendo 3DS) bei uns auf den Markt, und nun veröffentlicht Nintendo das von vielen bereits sehnlichst erwartete Spiel Story of Seasons; dieses stellt den direkten Nachfolger des 2013 für den Nintendo 3DS erschienenen Harvest Moon: A New Beginning dar. Der Grund für den Namenswechselt und sozusagen doppelten Release dieser Farm-Simulation in einem Jahr ist schnell erklärt. Die in Japan als Bokujō Monogatari bekannte Serie wird am nordamerikanischen Markt nun nicht mehr über Natsume Inc. sondern von XSEED Games publiziert. Natsume Inc. besitzt jedoch die Rechte am Namen Harvest Moon und so musste ein neuer Titel her.

All jene, für die Harvest Moon: A New Beginning ein Highlight in dieser Serie darstellte, werden mit Story of Seasons viel Freude haben. Es wurden etliche neue Gameplay-Inhalte sowie ein sehr netter Multiplayer hinzugefügt. Man kann sich also auf das bis jetzt komplexeste Spiel dieser Serie freuen.

Tapetenwechsel in ein neues Farmerleben

Als Protagonist der Geschichte ist man gelangweilt von seinem bisherigen Leben und entschließt sich, nach dem Erhalten eines Flyers, als Farmer in Eichbaumhausen zu bewerben. Man wird auch prompt angestellt, sodass man sein weniges Hab und Gut zusammenpackt und kurzerhand umzieht. Man erhält einen warmen Empfang und wird bei einer älteren Dame namens Madame Edna, ihres Zeichens ebenfalls Farmerin, einquartiert. Edna freut sich sehr über die Gesellschaft und bringt dem Protagonisten Schritt für Schritt die Farmarbeit näher, bis endlich der eigene Bauernhof bezugsbereit ist. In Eichbaumhausen ist man jedoch nicht der einzige Neufarmer und so steht man in ständiger Konkurrenz mit mehreren Gleichgesinnten, welche den Alltag etwas auffrischen. Man startet also langsam in ein ganz neues Leben fernab des Großstadttrubels.

Gameplay

Grundsätzlich unterscheidet sich die Gamemechanik von Story of Seasons recht wenig von bisherigen Harvest Moon-Spielen. Man steuert einen anfangs ausgewählten männlichen oder weiblichen Charakter durch eine aus mehreren Teilen bestehenden Welt. Sie umfasst den eigenen Bauernhof, die Stadt und das dazwischen liegende Land. Farmarbeiten, so wie Tauchen und Angeln, verbrauchen Ausdauer, diese wird durch fünf Herzen am oberen Bildschirmrad angezeigt. Sind alle Herzen leer, fällt man in Ohnmacht und wacht in der Klinik wieder auf. Die Ausdaueranzeige beinhaltet außerdem einen Smiley, der die Gesundheit des Charakters anzeigt. Ist dieser gelb ist man ganz gesund, wird dieser jedoch grün, fühlt man sich nicht ganz wohl und verbraucht mehr Ausdauer bei diversen Aktivitäten. Die Gesundheit, so wie die Ausdauer können durch Essen oder Schlafen wieder aufgefüllt werden. Hat man sein Haus das dritte Mal ausgebaut, kann auch ein Gang zur Toilette oder ein Bad genutzt werden, um einen Teil der Ausdauer wieder herzustellen.

Auf der eigenen Farm kümmert man sich einerseits um Nutzpflanzen und deren Weiterverwendung und andererseits um verschiedene Tiere und die Verarbeitung ihrer Produkte. Letztere können in zwei Gruppen eingeteilt werden: Nutztiere und Haustiere. Nutztiere sind beispielsweise Kühe, Schafe oder Hühner, welche Produkte wie Milch, Wolle und Eier liefern. Haustiere wie Hunde und Katzen helfen dem Spieler bei der Arbeit. Sehr früh im Spiel bekommt man ein Pferd, welches vor allem das Fortbewegen erleichtert. In Story of Seasons können neben den Standard-Nutztieren auch Angorahasen, Kamele, Ziegen und Zebu Rinder gehalten werden. Die Tiere sind auf dem Farmgelände in Ställen untergebracht, können aber bei Schönwetter zum Weiden hinausgetrieben werden (hier helfen die Haustiere fleißig mit). Durch tägliches Streicheln, Bürsten, Füttern so wie Melken oder Scheren steigt die Zuneigung der Tiere und ihr Produktlevel verbessert sich. Das Füttern mit Leckerlies erhöht im Laufe der Spielzeit die Anzahl der zu produzierten Waren.

Für jede Tiergruppe gibt es zudem ein Festival bei dem man mit einem ausgewählten Tier antreten kann. Je nachdem wie hoch dessen Zuneigung ist und wie viele Produkte es liefert, steigt die Wahrscheinlichkeit auf einen Sieg. Als Belohnung winken Baupläne, Rezepte oder Schnittmuster und eine Erhöhung des Produkt-Verkaufspreises. Auch in freier Natur gibt es Tiere mit denen man Freundschaft schließen kann. Hierfür muss man sie einfach füttern, dann steigt auch ihr Freundschaftslevel. Neben der Tierzucht geht es hauptsächlich darum Feldpflanzen anzubauen. Diese können sowohl am Farmgelände als auch auf verschiedenen öffentlichen Feldern angebaut werden. Jedes der öffentlichen Felder ist einer Nutzpflanzengruppe (z.B.: hohe Pflanzen, Bäume, Getreide) gewidmet und an bestimmte Tagen über die Gilde, die Verwaltungsorganisation der Farmen, pachtbar. Pflanzen die an öffentlichen Feldern angebaut werden wachsen bemerkenswerterweise schneller. Da man sich im Wettbewerb mit anderen Farmern befindet und diese die öffentlichen Felder ebenfalls pachten wollen, wird durch einen Wettkampf die “Herrschaft” über diese bestimmt. Man kann dabei aus vier Kategorien wählen: Das Feld bekommt derjenige der beim nächsten Wettbewerb gewinnt, der an einem Tag den höchsten Umsatz macht, die meisten Items verkauft oder die größte Vielfalt an Items besitzt. Hat man ein Feld einmal im Besitz, kann es ganz einfach über die Gilde immer wieder gepachtet werden.

Um einen Samen überhaupt anpflanzen zu können, muss der Boden mit Hilfe der Hacke in einen Acker umgewandelt werden. Auf jedem Acker befinden sich neun Plätze, die mit Samensäckchen bepflanzt werden können. Auch gegossen, gedüngt und geerntet wird der ganze Acker auf einmal. Neu ist die Möglichkeit sich während der Werkzeugnutzung zu bewegen, so kann gleich eine ganze Reihe an Ackern bearbeitet werden. Der Anbau eines bestimmten Samens ist meist auf eine Jahreszeit beschränkt und jede Pflanze benötigt eine gewisse Anzahl an Tagen bis die Früchte reif sind. Andere können das ganze Jahr über angebaut werden, selbiges ist auch im Gewächshaus möglich. Die Ernte erfolgt bei einigen Pflanzen nur ein Mal, sie müssen dann neu gesät werden, andere tragen alle paar Tage neue Früchte. Neben Gemüse stehen Blumen, Obstbäume, Teesträucher und Pilze zur Auswahl und auch Bienenstöcke können genutzt werden. Eine besondere Ergänzung sind die von Zeit zu Zeit auf dem Markt zu kaufenden Spezialsamen. Daraus wachsen Super Mario Bros. Pflanzen, welche bei ihrer Ernte die umliegenden Pflanzen positiv beeinflussen (Erhöhung des Ertrages, sofortiges Auswachsen, Anstieg der Qualität).

Der neue Ableger beinhaltet eine erweiterte Anzahl an Produktionsstätten. Diese Gebäude können mit Hilfe der Werkbank aus Bauplänen und Rohmaterialien selbst gebaut werden. Der Bau und die Verbesserung von Werkzeugen (Hacke, Gießkanne, Bürste, etc.) findet ebenfalls hier statt. Die Materialien erzeugt man entweder selbst oder sammelt diese in der Umgebung auf. Neben den bekannten Produktionsstätten wie der Saatgutscheune zum Erstellen von Samen, sind die Töpferei oder das Näh-Atelier neu hinzugekommen. Daneben wurden die Produktionsschritte verändert; so müssen die Samen für die Produktion nun zuerst getrocknet und anschließend gedrescht werden. Um Kleider herzustellen muss Wolle zuerst zu Garn verarbeitet, dieses dann gefärbt, gewebet und im letzten Schritt genäht werden. Das Wohnhaus beinhaltet nun auch einen großen Kleiderschrank, in welchem die Charaktergestaltung vorgenommen wird. Es können Hautfarbe, Gesicht, Haarschnitt und Haarfarbe so wie die Augenfarbe gewählt werden. Im Kleiderschrank befinden sich zudem sämtliche Kleidungsstücke, Hüte, Brillen und Accessoires, welche dem Charakter natürlich auch angelegt werden können. Neben der Charaktergestaltung kann auch das Wohnhaus mit allerlei Möbeln ausgestattet und sogar Farbe der Wände und des Fußbodens geändert werden.

Wenn man an einem Tag etwas weniger zu tun hat, kann man sich mit einer Reihe von Aktivitäten beschäftigen. Ein Zeitvertreibt ist zum Beispiel das Angeln, Schwimmen oder Tauchen, man kann bei Festivals mitmachen oder den Safaripark besuchen. Im Safaripark ist in einer Felsspalte der Abbau von Erzen möglich, auch Farmtiere können hier entspannen und ab und zu bekommt man von einem Händler ein Tier geschenkt, welches hier angesiedelt werden kann. Jeglicher Handel findet in Story of Seasons am Marktplatz statt. Hier kann man alle produzierten Produkte und Waren an verschiedene Länder verkaufen. Je mehr Handel man treibt, desto mehr Handelspartner werden freigeschaltet. Täglich wechseln sich die Händler ab und so muss im Kalender nachgesehen werden, wer wann anwesend ist. Jedes Land verkauft unterschiedliche Waren, wobei sich das Sortiment von Jahreszeit zu Jahreszeit teilweise ändert. Auch der Preis für Produkte ist nicht konstant. So bevorzugen die Handelspartner den Kauf eines sich wöchentlich ändernden Sortiments und bieten selbst ab und zu ihre Waren verbilligt an. Zusätzlich können von den Ländern Aufträge angenommen werden. Erfüllt man diese, gibt es neben dem Verkaufspreis der gelieferten Ware auch noch Items als Belohnung dazu. Grundsätzlich verkauft jeder Händler eine Auswahl an Items, Rezepten, Bauplänen, Schnittmustern und Tieren.

In Eichbaumhausen selbst findet man ebenfalls einige Geschäfte. Es gibt einen Antiquitätenladen, eine Schreinerei und einen kleinen Laden. Eine wichtige Neuerung ist, dass alle Waren nur in begrenzter Zahl vorhanden sind. Benötigt man also eine gewisse Menge einer Ware, kann es vorkommen, dass man sich einige Tage gedulden muss, bis man die gewünschte Menge in Anspruch nehmen kann. Für jeden neu freigeschalteten Händler stellt die Gilde einen Bereich der Stadt zur Gestaltung zur Verfügung. Hier können Dekorationmöbel wie Bänke, Büsche oder Blumentöpfe platziert und so alles nach den eigenen Vorstellungen gestaltete werden.

Wie für die Serie üblich, wohnen neben den regulären Stadtbewohnern auch ein paar jüngere Singles in der Stadt – es gibt also eine Auswahl an möglichen Heiratskandidaten. Eine Pflicht sich einen Ehepartner zu suchen und eine eigene, kleine Familie zu gründen gibt es jedoch nicht. Trotz der Komplexität ist Story of Seasons auch für Serien-Neueinsteiger geeignet, denn ganz zu Anfang bekommt man die Möglichkeit sich einen von zwei Schwierigkeitsgraden auszusuchen. Harvest Moon-Veteranen werden sich freuen zu hören, dass der normale Schwierigkeitsgrad doch eher anspruchsvoll ist – so kommt keine Langeweile auf.

Multiplayer

Story of Seasons bietet erstmals einen Multiplayer-Modus an. Dieser kann lokal oder über das Internet mit anderen Spielern gespielt werden, jedoch benötigen dazu alle Mitspieler eine eigene Version des Spiels. Dabei werden so genannte Farm Touren veranstaltet, in deren Rahmen entweder die Farm eines Mitspielers besucht wird, oder andere Spieler zur eigenen Farm einladen. Mit Hilfe eines Zauberstabes kann man anschließend die gemeinsam besuchte Farm bewirtschaften. Vor jedem Besuch muss man vier Souvenirs auswählen, welche dann an die Mitspieler verteilt werden. Während der Farm Tour kann untereinander mit Nachrichten oder Smilies kommuniziert werden.

Trifft man gleichgesinnte Story of Seasons-Spieler via Street Pass, wird das Profil ausgetauscht und ein Besuch in der Stadt oder am Marktplatz des jeweils anderen durchgeführt.

Grafik

Alle jene die bereits Harvest Moon: A New Beginning gespielt haben, werden viele Elemente schnell wiedererkennen. Tiere, Pflanzen, viele Möbel und Dekoartikel sind optisch ident zu dem Nintendo 3DS-Vorgänger. Dies sollte aber nicht als negativ aufgefasst werden, denn vor allem die süßen Tiere wiederzusehen macht Freude.

Qualitativ ist die grafisch Gestaltung jedoch etwas feiner geworden und die generelle Umgebung wie Vegetation und Gebäude unterscheiden sich deutlich zum Vorgänger. Es macht auf jeden Fall erneut Spaß die neue Welt zu erkunden und mit ihren Bewohnern zu interagieren.

Sound

Musikalisch lassen sich in Story of Seasons viele altbekannte Klänge vernehmen. Es wurden einige der Musikstücke aus dem direkten Vorgänger übernommen, aber so wie bei der Grafik reduziert dies nicht den Spielspaß. Beteiligt an der Komposition waren Riyo Kinugasa and Noriko Ishida – Letztere hat bereits bei Harvest Moon DS: Der Großbazar mitgewirkt. Im Großen und Ganzen ist auch die Neuvertonung ganz im altbekannten Stil und deshalb auch zufriedenstellend.

Abschließende Worte

Story of Seasons ist eine gelungene Weiterführung der Harvest Moon-Serie, welches nahtlos an den Vorgänger Harvest Moon: A New Beginning anschließt. Wie für Spiele dieser Serie üblich, handelt es sich um ein sehr zeitintensives Vergnügen. Obwohl man den Schwierigkeitsgrad anfangs wählen kann, wird das Farmleben mit der Zeit arbeitsintensiv und so kann es vorkommen, dass ein einziger inGame-Tag gute 30 Minuten Spielzeit in Anspruch nimmt. Grafisch und musikalisch gibt es zwar wenig Neues zu berichten, dies reduziert jedoch kaum die Qualität des Spieles, sodass man ein gutes Spiel für sein Geld geboten bekommt. Der neue Multiplayer macht es zudem endlich möglich die Farmen anderer Spieler zu besuchen und dort gemeinsam zu arbeiten. Trotz einiger Ungereimtheiten wie Insekten im Winter oder Schneebällen in der Safari, liegen Freunde der Farm-Simulation mit dem Kauf dieses Titels sicher nicht daneben.

– Viele verschiedene Nutztiere und Haustiere

– Viele verschiedene Produktionsstätten

– Schwierigkeitsgrad wählbar

– Eigene Weiterverarbeitung der meisten Pflanzen

–  Ausführliche Charaktergestaltung

– Gefahr der Überforderung (zu viel zu tun)

– Grafik & Sound fast ident mit Vorgänger

– Freischalten neuer Inhalte langwierig

– Einige logische Ungereimtheiten

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NotAmy


Tetris-Kekse backen, Minecraft-Polsterüberzüge stricken oder doch lieber einen Creeper Bettüberwurf nähen? Tja, bei mir gibt's das alles und noch viel mehr. Neben dem Zocken am Handheld oder PC steigere ich mich gerne mal in Doctor Who hinein, verbringe ganze Wochenenden mit der Extended Edition von Der Herr der Ringe und auch Fantasy Bücher oder Mangas sind mir nicht fremd. Nerd sein ist einfach schön!

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Story of Seasons – Fakten