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Resident Evil Zero Remastered
Follow Publisher: Capcom
Entwickler: Capcom
Altersfreigabe: 16+
Release: 7. Mär 2003 (GC), 22. Jän 2010 (Wii), (PS3,PS4,X360,XBO)

Resident Evil Zero Remastered

Site Score
7.5
Good: Wesker Modus ist erfrischend lustig, Grafisch verblüffend gut! Soundtrack nach wie vor grandios
Bad: Ingamegrafik teils besser als Render, Immer noch Ladezeiten bei Türen
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Back to the roots. Und das auch noch so sweet!

Als Resident Evil-Fan schweift man oft und gerne in Erinnerungen und blickt auf die ersten Teile der Reihe zurück, die “auf jeden Fall besser waren, als der Ramsch, den Capcom heute zu verkaufen versucht”. Von der Stimmung her betrachtet reicht zweifellos kaum einer der neuen Ableger den atmosphärischen Titeln das Wasser, aber wie es die Zeit will, ändern sich auch die Anforderungen der Gamer an Videospiele. Zwar waren die Gamecube-Versionen ihrer Zeit voraus, dennoch heißt es nun auf den Next Gen-Konsolen mit den Gameplay-Inhalten eines beinahe vergessenen Spielegenres zurecht zu kommen.

Die Vorgeschichte des epischen Grauens

Es ist eine stürmische Nacht, in der das B.R.A.V.O.-Team, eine Spezialeinheit aus der amerikanischen Kleinstadt Raccoon City, zu einem Einsatzort berufen wird. Im nahe gelegenen Wald soll es zu brutalen Morden gekommen sein, welche die fünfköpfige Gruppe untersuchen soll. Leider handelt es sich dieses Mal nicht um eine gemütliche Untersuchung, denn das Unwetter bringt das Triebwerk des Fluggerätes in Schwierigkeiten und die bis an die Zähne bewaffnete Crew muss notlanden. Es dauert nicht lange, bis das Team auf einen barbarisch zerstörten Gefangenentransporter trifft, in dem sämtliche Polizisten tot sind und der transportierte Häftling spurlos verschwunden ist. Das Team schwärmt in die Umgebung aus, um einzeln nach dem vermeintlichen Ursprung der Morde zu suchen; dem Navy Seals-Deserteur Billy Coen.

Rebecca Chambers, das jüngste Mitglied des Militäreinsatzes, trifft dabei als erste Person auf den Ecliptic Express, einen im Wald stehenden Zug. Nachdem sie diesen betritt, landet sie nicht nur kurze Zeit später in einem verlassenen Herrenhaus, sondern kommt einer großen Verschwörung auf die Schliche, welche die Erfolgsgeschichte der Resident Evil-Reihe ausmacht.

Resident Evil Zero lebt von seiner einfachen und dennoch interessanten Story. Selbst mit unzähligen Plotlöchern weiß das Spiel durch seine grandiose Atmosphäre, die zahlreichen Rätsel und absurden Gegnern, wie einem riesigen Tausendfüßler, mutierten Skorpionen, Affen und Schaben sowie den altbewährten Zombies in jeder Hinsicht zu begeistern. Neueinsteiger werden vielleicht stellenweise stutzig über die komisch-lustige Konversationen stolpern, Veteranen können dafür in Erinnerung schwelgen – es ist immerhin doch ein nahezu 15 Jahre altes Spiel, das heute nach wie vor zu unterhalten weiß!

Gameplay

Besonders die klassischen Töne in Kombination mit dem bedrohlichen Touch und der vorgegaukelten Sicherheit verleihen dem Prequel die notwendige Würze.

Die Steuerung von Resident Evil Zero Remastered richtet sich an alteingesessene Veteranen und interessierte Neuzugänge. Es ist zwar nicht möglich während dem Gehen zu schießen und auch die Kamera bleibt durchgehend in der Gegend fixiert – das ist das Markenzeichen der alten Spiele – dennoch ist es nun möglich die Spielfiguren in die Richtung zu bewegen, in die man den Analogstick gerade eben drückt. Optional dazu kann man immer noch mit den Steuerkreuztasten des D-Pads von der alten Charakterbedienung Verwendung machen (links und rechts rotieren den Spieler um die Achse, oben und unten bewegen diesen nach vorne und nach hinten). Geschossen wird durch das gleichzeitige Drücken der rechten, oberen Schultertaste und dem X-Knopf. Ausgerüstete Waffen müssen entweder im Inventar oder können optional auch durch einen Druck auf den Kreis-Button nachgeladen werden, um den Gefechtsfluss nicht zu sehr zu stören. Die Lebensleisten der Spielfiguren sucht man im Spiel vergebens, diese werden lediglich im Inventar visualisiert. Lediglich das Humpeln der Charaktere verdeutlicht den Grad der Verletzung im Rahmen eines Kampfes.

Das Besondere an der Geschichte von Resident Evil Zero ist, dass man erstmals die Gelegenheit hat zwei Charaktere gleichzeitig zu steuern. Billy ist wesentlich stärker als Rebecca und hält somit nicht nur mehr Schaden aus, sondern ist auch in der Lage schwere Kisten zu schieben oder Kurbeln zu bedienen. Die weibliche Protagonistin briliert dafür im Umgang mit Kräutern und sorgt für das Mixen der heilenden Pulver, die im Laufe des Abenteuer nicht zu selten zum Einsatz kommen. Sowohl im Gefecht als auch in den Menüs wechselt man zwischen den Charakteren durch das Drücken des Dreieckknopfes hin und her – so steuert man binnen Sekunden abwechselnd beide Figuren und hat Zugriff auf die getrennten Inventare. Prinzipiell ist es während dem Spielen möglich eine Figur mit dem linken Analogstick zu steuern, während dem die zweite mit dem rechten Analogstick bedient wird. Im Inventar kann zudem festgelegt werden, ob die unterstützende Spielfigur den Gegner angreifen oder lieber Munition sparen soll.

Das Kerngameplay von Resident Evil Zero liegt allerdings nicht im Dezimieren der Zombies mit einem Überschwall an verbesserbaren Waffen. Stattdessen bemüht man sich mit den wenigen Ressourcen das Abenteuer im Herrenhaus zu überleben und übt sich im Lösen von einfachen Logikrätseln und Suchspielen. Das Spiel gestaltet sich vor allem dadurch schwer, dass das Inventar beschränkt ist und man lediglich an bestimmten Stellen speichern kann – eine Autosave-Funktion gibt es nicht. Dafür ist es der erste Ableger, in dem man Items auf dem Boden lagern und in späterer Folge wieder aufheben kann. Diese werden anschließend auf der Karte in Form von farblichen Punkten dargestellt, sodass man stets ungefähr weiß, wo bestimmte Waffen, Heilmittel und Schlüsselitems zurück gelassen wurden.

Nach dem man das Spiel zumindest ein Mal durchgespielt hat, wird der Wesker Mode freigeschaltet, welcher im Prinzip Billy Coen im Story Modus durch Alber Wesker, den Langzeitbösewichten der Reihe, ersetzt und Rebecca Chambers ein neues Outfit verpasst; sie trägt einen Parasiten auf der Brust wie Jill Valentine in Resident Evil 5 und ihre Augen leuchten dabei rot. In den ingame Szenen ist dennoch stets Albert Wesker zu sehen, selbst wenn die Synchronstimme nicht geändert wurde ebenso wenig wie die gerenderten Filmsequenzen, in denen immer noch Billy Coen zu sehen ist. Dafür bereichert der ewige Fiesling das Spiel durch zwei komplett neue Attacken, wie dem Shadow Dash und dem Blick des Todes.

Das Besondere an der Geschichte von Resident Evil Zero ist, dass man erstmals die Gelegenheit hat zwei Charaktere gleichzeitig zu steuern.

Ein weiterer Bonus, der nur nach dem ersten Durchgang freigeschaltet wird, ist Leech Hunter. In diesem Minispiel versucht man 100, über das Herrenhaus versteckte, Egel zu finden, wobei kleine Behinderungen das Spiel erschweren; Billy kann nur blaue und Rebecca nur grüne Egel aufheben. Zudem können die glitschigen Lebewesen nicht mehr abgelegt werden, sodass man mit den Inhalten des Inventars wohl überlegt umgehen muss. Hat man das kurze Abenteuer im Herrenhaus erfolgreich überlebt, die Zahl der aufgesammelten Egel ist dabei egal, schaltet man je nach dem Grad des Erfolgs spezielle Boni, wie unendlich Munition, bessere Waffen oder spezielle Features für den Spielmodus, frei.

Capcom bietet in Resident Evil Zero Remastered, abseits vom Wesker-Aussehen für Billy und Rebeccas Jill-Image, von Beginn an zwei neue optionale Kostüme an. Alternativ gibt es im PlayStation Store noch mehr Alternativkostüme für 9,99€ zu kaufen.

Grafik

Für ein nahezu 15 Jahre altes Gamecube-Spiel besitzt Resident Evil Zero Remastered eine fantastische Spielegrafik. Blickt man über die teilweise verschwommenen Rendersequenzen hinweg, kann man dem ehemaligen GameCube-Spiel kaum eine Alterung nachweisen. An der Stelle muss man anmerken, dass die Designer verbesserte Feuereffekte hinzugefügt und die Gesichter der Spielfiguren verfeinert haben. Viele der Gegenstände bewegen sich, sobald man mit der Umgebung interagiert, sodass man beispielsweise herumrollende Weinflaschen im Zugabteil sieht oder Türen die vom Wind auf und zu geschlagen werden.

Es ist dabei etwas enttäuschend, dass die Ladezeiten bei den Türen immer noch existieren (sie sind ein klassisches Stilmittel der Resident Evil-Reihe, aber sie überspringen zu können, würde viele Spieldurchgänge angenehmer gestalten) und sogar vor und nach Filmsequenzen anfallen. Zudem sind manche Stellen im Spiel unzugänglich, weil man diese ja eigentlich im ersten Teil der Reihe in späterer Folge besucht. Wer diesen also im Anschluss spielt, wird verstehen, warum nicht alle Bereiche in dem Untergrundkomplex offenbart werden.

Sound

Bereits 2002 konnte das Spiel mit einem fantastischen Soundtrack begeistern. Die einzelnen Melodien sind der Grund warum Resident Evil Zero, neben dem überarbeiteten ersten Teil, einen der großen Favoriten unter den Fans darstellt. Besonders die klassischen Töne in Kombination mit dem bedrohlichen Touch und der vorgegaukelten Sicherheit verleihen dem Prequel die notwendige Würze. Lediglich die Musik im Leech Hunter-Mode wirkt nach wenigen Minuten bereits etwas nervig, da der kurze Soundtrack viel zu oft wiederholt wird.

Jede Filmsequenz wurde mit passender Sprachausgabe synchronisiert, wobei das Gesprochene oftmals mehr als nur Fehl am Platz wirkt. Dies dürfte im Anbetracht der früheren Spiele allerdings ein Markenzeichen der Reihe sein, welches in den aktuelleren Spielen nicht mehr ganz so sehr im Vordergrund steht.

Abschließende Worte

Nach Jahren der Exklusivität am GameCube verschlägt es den Klassiker nun doch endlich auch auf die aktuellen Next Gen-Plattformen. Und auf diesen sieht das Spiel wirklich grandios aus – die Spielegrafik von Resident Evil Zero Remastered kann an manchen Stellen sogar mit einigen aktuellen Titeln mithalten. Die Story ist zwar nach wie vor mit Plotlöchern gespickt (der erste Teil der Reihe hilft da ein wenig aus) und die gesprochenen Inhalte sind auch nicht wirklich die Stärke des Spiels, dafür glänzt der Titel durch eine beispiellose Atmosphäre und erfreut neben dem bereits existierenden Leech Hunter-Minispiel mit einem komplett neuen Spielmodus. Fans der Reihe werden ohnehin nicht um das Spiel herum kommen, dafür bekommen Neueinsteiger und Ewig-Verweigerer endlich einen guten Grund sich die untergegangene Perle endlich einmal genauer anzusehen.

– Wesker Modus ist erfrischend lustig

– Grafisch verblüffend gut!

– Drei Alternativkostüme für jede Figur…

– Gute Synchronstimmen…

– Soundtrack nach wie vor grandios

– Ingamegrafik teils besser als Render

– Immer noch Ladezeiten bei Türen

– … die restlichen sind kostenpflichtig.

– … aber inhaltlich immer noch trashig!

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Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!

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