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Assassin’s Creed Chronicles: India
Follow Publisher: Ubisoft
Entwickler: Climax Studios und Ubisoft Montreal
Altersfreigabe: 18+
Release: 12. Jänner 2016

Assassin’s Creed Chronicles: India

Site Score
5.5
Good: Originelle Artworks und Panoramas, Neuer Angrifftyp: Helix-Schlag
Bad: Kaum Vielfalt im Charakterdesign, Frustrierendes Gameplay, Eigentlich ein reines Stealth-Spiel
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5.5
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Elefanten, Farben und der Assassinen-/ Templerkonflikt

Seit dem ersten Ableger der Assassin’s Creed-Reihe wünschen sich Fans der Kuttenträger nichts sehnlicher, als einen Teil, der in einem der japanischen Dynastien oder zumindest im asiatischen Sprachraum stattfindet. Mit Assassin’s Creed Chronicles kommt Ubisoft diesem Verlangen nach, auch wenn dies nicht ganz nach den Wünschen der Anhänger geschieht. In jedem 2.5D-Sidescroll-Abenteuer erzählen die einzelnen von einander unabhängigen Titel die Geschichte eines eigenen Assassinen und erweitern dadurch das komplexe und weit gestrickte Netz des Franchises.

Mit Assassin’s Creed Chronicles: India wagt der Entwickler, mehrere Monate nach dem Release des ersten Ablegers, den zweiten Versuch die Spin Off-Reihe unter den Fans beliebt zu machen.

Unbekannter Held und bedeutungslose Story

Es passiert während dem Kolonialisierungszeitalter Indiens, dass der Junge Assassine Arbaaz Mir den Koh-i-Noor-Diamanten aus dem Palast des Maharadschas entwendet und dabei die versuchte Übernahme sämtlicher administrativer Einrichtungen Indiens seitens der Templer aufdeckt. Zudem drohen nach dem mysteriösen Tod des Maharadschas auch die jungen königlichen Nachfolger durch die meuchelnden Ordensanhänger getötet zu werden. Arbaaz verbündet sich mit der Prinzessin Pyara, um einen vermuteten Edensplitter unter Kontrolle zu bringen und die Bedrohung seitens der Briten und Templer abzuwehren.

Bereits zu Beginn der Geschichte wird dem Spieler nur zu gut präsentiert, dass die Story von Assassin’s Creed Chronicles: India in keinster Weise versucht der Qualität der bisherigen Konsolenspiele zu entsprechen. Eine Einleitung zu sämtlichen bisherigen Geschehnissen gibt es lediglich in Form eines langen Textblocks. Die restliche Story besitzt kaum Tiefgang und wird lediglich in Form von Artworks mit Sprachausgabe erzählt – wirklich Stimmung kommt dabei allerdings nie auf.

Gameplay

Beachtlich sind die Artworks in den, mit Sprachausgabe untermalten, Filmsequenzen, da sie mit fantasievollen Mustern und, für Indien typischer, Farbenvielfalt verzaubern.

Der Fokus des Spiels liegt bei dem 2.5D-Abenteuer in jeder Hinsicht auf Stealth-Einlagen; sowohl die Waffen als auch die gesamte Umgebung sind somit mehr auf Schleicheinsätze ausgelegt. Der Spieler besitzt zwar ein Schwert, welches durch das Drücken des X- und Y-Knopfes zum Einsatz gebracht wird, und selbst das Töten der Gegner an Kanten der Gebäude ist hier möglich, allerdings werden sämtliche Wachen binnen kürzester Zeit alarmiert, wodurch die anfangs zwei Abschnitte des Lebensbalkens schnell zu einem stark begrenzenden Faktor werden. Man schleicht sich somit meist am Blickfeld der Soldaten vorbei und setzt Items wie Rauchbomben sowie Geräuschpfeile ein und knackt gelegentlich Schlösser, um sich Zugang zu versperrten Wegen zu verschaffen. Durch das Absolvieren vereinzelter Passagen erhält man Erfahrungspunkte, wodurch neue Fähigkeiten freigeschaltet werden. Mit diesen kann man anschließend in der Hocke sprinten oder die Geschwindigkeit beim Schlösserknacken erhöhen – alles Techniken, um den Assassinen bei seinen Undercovereinsätzen noch effizienter werden zu lassen.

Das größte Problem bei Assassin’s Creed Chronicles: India ist dabei nicht nur das schwammige Gameplay, sondern auch das unaufhörliche Trial and Error-Spielprinzip. Die Wachen reagieren nahezu jedes Mal auf die selbe Art und Weise und bewegen ihre Blickrichtung in förmlich jedem Abschnitt des Spiels immer gleich, sodass man sich manche Bewegungsalgorithmen lediglich verinnerlichen muss und anschließend ein leichteres und vor allem längeres Assassinenleben führen kann. Im Zweifesfall kann man immer noch durch Drücken des rechten Analogsticks in die berühmte Adlersicht wechseln und somit Gegner und deren bevorstehenden Wegstrecken begutachten. Items wie ein Enterhaken, Rauchbomben und Geräuschpfeile sind von Anfang an verfügbar, im Laufe des Abenteuers wächst das Sortiment und somit auch ein wenig die Vielfalt des Spiels. Vereinzelte Nutzgegenstände werden dabei über das Steuerkreuz ausgewählt, mit dem linken Bumper zum Anvisieren bereitgestellt und anschließend mit dem rechten Bumper aktiviert. Zur Unterstützung der Tarnung gibt es noch Büsche sowie die serientypischen Strohkarren, wobei eine Verfolgungsjagd nahezu immer mit dem Tod des Spielers endet. Dafür sorgen Scharfschützen sowie penible Wächter, die jede Ecke und jedes Versteck durchsuchen, und die schnell schwindende Lebensleiste.

Komplett neu bei dem Spiel ist der Helixschlag, welcher eigentlich ein Bug im Animus ist (wie dieser zustande kommt oder warum man ihn einsetzen kann, wird im Spiel nie näher erklärt) und durch das gleichzeitige Drücken der Y- und B-Taste aktiviert wird, sofern der Helixbalken unter der Lebensleiste vollständig gefüllt ist. Für die Dauer einer kurzen Zeit kann man anschließend verheerende Angriffe tätigen, welche die Gegner in Form von One Hit-Kills tötet – die Spielfigur bleibt dabei verwundbar wie immer.

Das größte Problem bei Assassin’s Creed Chronicles: India ist, dass es einfach keinen Spaß macht von Hindernisparcours zu Hindernisparcours zu eifern, nur um kurz vor dem Checkpoint von einem Dutzend Scharfschützen erschossen zu werden. Man kann den Geschossen zwar ausweichen, allerdings dient der gleiche Knopf dem Entschärfen von Stolperfallen, Initiieren von Taschendiebstählen und Öffnen von verschlossenen Türen, was besonders in hektischen Situationen für oftmalige Frustmomente sorgt.

Grafik

Bereits in Far Cry 4 konnte man sich als Gamer mit der Farbenvielfalt der indischen Kultur auseinandersetzen und hat dabei wahrlich beeindruckende Grafiken zu sehen bekommen. In Assassin’s Creed Chronicles: India kommt diese Pracht leider nicht ganz so ausführlich zur Geltung, dafür schaffen es die Designer erneut erstaunlich gute Panoramabilder zu kreieren – wie sie dies bereits bei Spielen wie beispielsweise Child of Light demonstrieren konnten. Die Stile sind dabei wesentlich heller und farbenfroher als dies zuvor im China-Ableger der Trilogie der Fall war.

Das größte Problem bei Assassin’s Creed Chronicles: India ist, dass es einfach keinen Spaß macht von Hindernisparcours zu Hindernisparcours zu eifern, nur um kurz vor dem Checkpoint von einem Dutzend Scharfschützen erschossen zu werden.

Die Sidescroller-Levels sind wieder in mehrere Ebenen aufgeteilt worden, sodass man nicht nur nach oben und unten sowie links und rechts, sondern auch gelegentlich in den Raum und aus diesem wieder hinausschleicht. Das Leveldesign selbst ist an dieser Stelle sehr repetitiv, sodass dieses trotz den unzähligen Details und den frustrierenden Gegnern sehr schnell einfach nur nervig werden. Vor allem, da sich das Charakterdesign der Widersacher lediglich auf ein paar Outfits beschränkt und auch der Protagonist nur eine Hülle trägt.

Beachtlich sind die Artworks in den, mit Sprachausgabe untermalten, Filmsequenzen, da sie mit fantasievollen Mustern und, für Indien typischer, Farbenvielfalt verzaubern. Zwar werden vereinzelte storyrelevante Szenen in Spielegrafik gehalten, dafür bieten die wenigen richtigen Filmsequenzen genügend Gründe die unterdurchschnittliche Story weiter zu verfolgen. Enttäuscht wird man an dieser Stelle vom restlichen Gameplay, da es während der gesamten Spielzeit so gut wie keinen Grund gibt von der Grafik beeindruckt zu sein. Selbst der neuwertige Helix-Schlag befördert eine sehr plump designte Darstellung ans Tageslicht – ein bisschen Nebel auf der Seite des Screens ist zweifelsohne kein Highlight.

Sound

Wo die Farben hervorragend den indischen Touch hervorbringen, versagt der Soundtrack von Assassin’s Creed Chronicles: India in vollen Zügen. Es gibt kaum eine Hintergrundmusik, die das Indisch-orientalische in den Vordergrund zu rücken vermag, sodass das relevante Feeling in keiner merkbaren Weise vermittelt wird.

Ein Großteil der patrouillierenden Wachen wurde mit Sprachausgaben versehen, sodass man ihnen während den Schleicheinheiten bei etwaigen Gesprächen lauschen kann, von sonderlich großer Relevanz sind die gesprochenen Inhalte allerdings nicht. Jede der Artwork-Filmsequenzen wurde zudem mit Sprachausgabe versehen, sodass man sich zumindest an diesen erfreuen kann.

Abschließende Worte

Als langjähriger und vor allem begeisterter Verfolger von Assassin’s Creed-Spielen ist man nach dem bereits zweiten 2.5D-Abenteuer, das durch eine unterdurchschnittliche Leistung für Aufmerksamkeit sorgt, doch ein wenig enttäuscht. Besonders wenn man sich nach den actionlastigen Hauptabenteuern zumindest ein Castlevania-ähnliches Feeling erwartet, allerdings dann mit auf einander folgenden stupiden Trial & Error-Einlagen vertröstet wird. Mit einer Story die absolut überhaupt keine Relevanz oder Verbindung zu bisherigen Ablegern besitzt und einem komplett bedeutungslosen Soundtrack sind es lediglich die halbwegs imposanten Artworks, welche in den vereinzelten Filmsequenzen zu sehen sind, die den zweiten Teil der Spin Off-Trilogie halbwegs interessant machen.

– Originelle Artworks und Panoramas

– Neuer Angrifftyp: Helix-Schlag…

– Größtenteils Trial & Error-Passagen

– … ist eigentlich komplett nutzlos

– Soundtrack kommt kaum zur Geltung

– Oft wiederholendes Leveldesign

– Kaum Vielfalt im Charakterdesign

– Frustrierendes Gameplay

– Eigentlich ein reines Stealth-Spiel

– Die Story geht vollkommen unter

Profilbild von Geektor
Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!

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