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Fat Princess Adventures
Follow Entwickler: Fun Bits Interactive
Publisher: Sony
Altersfreigabe: 16+
Release: 5. Dezember 2015

Fat Princess Adventures

Site Score
6.5
Good: Individualisierbares Figurenoutfit, Lustige Sprachausgaben, Vegane Piraten und Zombiemelonen
Bad: Sehr repetatives Gameplay, Wiederholtes Buttonsmashing
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Zurück um den Kuchen zu vervollständigen!

Vor über fünf Jahren feierte der amerikanische Entwickler Titan Studios den Release seines ersten Multiplayertitels Fat Princess auf der PlayStation 3 und läutete somit den Kampf um den Kuchen auf sämtlichen Sony-Plattformen ein. Was als Onlinegame gedacht war, schrie nach einem Splitscreenmodus oder zumindest nach einer Möglichkeit das Spiel offline mit anderen Gamern erleben zu dürfen. Es folgte eine tragbare Variante des Abenteuers für PlayStation Portable, welcher es trotz der lokalen Spielemöglichkeit nicht wirklich zu einem Durchbruch brachte – womöglich aufgrund der mangelnden Verbreitung der Plattform und dem unzureichenden Spielecontent auch auf lange Dauer zu begeistern.

Mittlerweile gibt es den Entwickler Titan Studios nicht mehr, ein Großteil der Mitarbeiter gründete dafür die neue Spieleschmiede Fun Bits Interactive. Unter dem neuen Namen folgte 2012 das Rätselspiel Escape Plan für PlayStation Vita, das mit kniffligen Rätsen und lustigen Figuren solide Erfolge erzielte. Nun kehren die Entwickler mit Fat Princess Adventures zu ihren Ursprüngen zurück und präsentieren die Schlacht der royalen Pummelhummeln erstmals im Form eines Multiplayer-Action-Rollenspiels.

Der Kuchen ist alle und der Feind ist nah!

Die Soldaten des roten und blauen Königreiches feiern nach langen Jahren des Kriegsgeschehens gerade den Frieden und freuen sich mit ihren fett gewordenen Prinzessinen und kampfgesättigten Anführern über die Tortenfeste, als die herbeigesehnte Waffenruhe durch annähernde Massen von Goblins unterbrochen wird. Mit verbündeten Kräften gelingt es den mutigen Kriegern den Ursprung dieses heimtückischen Angriffs ausfindig zu machen; die verbitterte Eiskönigin. Diese macht sich die Dummheit der hungrigen Nachtkreaturen zunutze und entführt kurzer Hand die weiblichen Fettleibigkeiten aus dem Königshaus. Somit stehen die Beschützer des Königreichs (und des Kuchens) erneut vor der heldenhaften Aufgabe die Prinzessinnen aus den Händen des Feindes zu befreien und die bösartigen Goblins aus dem Land zu vertreiben.

Man darf sich nicht von den niedlichen Charakteren auf den Bildern täuschen lassen, denn Fat Princess Adventures ist ein herzhaft brutales Spiel, das neben den entzückend süßen Spielfiguren literweise Blut an den Tag legt. Nachdem man seine Spielfigur entworfen und dessen Aussehen und Charaktereigenschaften eingestellt hat, widmet man sich dem sieben Kapitel langen Abenteuer. Die jeweilige Klasse der Spielfigur (Krieger, Bogenschütze, Magier oder Ingenieur) kann jederzeit geändert werden, sodass man sich nie auf einen Spieltypen fokussieren muss.

Abseits der Hauptstory findet man auf dem Weg zu dem Ziel vereinzelte Sidequests, die den Spieler beispielsweise dazu bewegen einem ungeschickten Schützen seinen, fälschlicherweise auf einen verschossenen Pfeil befestigten, Liebesbrief zu retournieren oder einem Unbekannten im Busch “Papiere” zu bringen, damit dieser sein “Geschäft” erledigen kann. Leider schrumpft die Vielzahl der Nebenbeschäftigungen bereits nach dem ersten Kapitel, sodass das Spiel trotz der lustigen Erzählung und vereinzelten wirklich gelungenen Highlight schnell zu einem recht gradlinigen Downloadtitel verkommt. Dabei fällt schnell auf, dass sich Fat Princess Adventures nicht ganz so ernst nimmt, wie man es zu Beginn aufgrund des hohen Blutgehalts (den man übrigens verringern oder gänzlich entfernen kann) annehmen würde. Vegane Piraten, Zombie-Melonen und verrückte Konversationen sind neben dem Kuchenrezept im Abspann einige der Verrücktheiten auf die man in dem Spiel trifft.

Bereits die erste Konfrontation mit dem Abspann nach ungefähr acht Stunden beweist, dass Fat Princess Adventures ein recht kurzer Titel ist, der darauf ausgelegt wurde des Öfteren gespielt zu werden. Das sorgt unter Anderem auch dafür, dass viele Locations wirklich cool gestaltet wurden, man allerdings aufgrund der wenigen Quests in kürzester Zeit durch diese durchhechtet und die liebevoll designten Kleinigkeiten nur wenig Aufmerksamkeit bekommen.

Gameplay

Nachdem man sich im Charaktereditor eine Spielfigur zusammen gebastelt hat, wählt man zu Beginn die gewünschte Klasse aus, welche bei jedem Checkpoint des Spieles geändert werden kann – das übergreifende Level des virtuellen Alter Egos bleibt dabei immer gleich. Angriffsstärke und andere Fähigkeiten sind stets von der Ausrüstung abhängig, die während dem Abenteuer aufgesammelt wird. Spielt man als Krieger ist es möglich Waffen und Kleidung anderer Klassen aufzusammeln, sodass diese zum Zeitpunkt des Charakterwechsels angelegt und bei einem Schmied sogar verbessert werden können. Da die jeweiligen Gegenstände auch spezielle Attribute besitzen wie Feuerresistenz oder besonders viel Schaden bei einem bestimmten Gegnertyp anrichten, lohnt es sich das Arsenal je nach dem Gefecht, auf das man sich vorbereitet, anzupassen. Findet man einmal bestimmte Gegenstände, die man bereits im Sortiment hat, werden diese in Goldmünzen umgewandelt, die man zum Aufwerten der Ausrüstung benötigt.

Fat Prinzess Adventures zielt darauf ab ein einfach zu bedienendes Action-Rollenspiel zu sein, daher konzentriert sich die Steuerung im Gefecht hauptsächlich auf den Viereck-Button. Man erwischt sich dabei, besonders als Krieger, wie man knöpfehämmernd durch das Areal brettert und dabei die Gegnermassen niedermetzelt. Zumindest auf der normalen Schwierigkeitsstufe, denn auf dem Grad ‘Hart’ oder ‘Kuchenmacher’ werden die Gefechte bereits fordernder, sodass man auch den Einsatz bestimmter Ausrüstungsgegenstände mit speziellen Attributen berücksichtigen muss. Mit dem L2-Knopf visiert man die Gegner an, was das Landen von Attacken um ein Vielfaches erleichtert oder attackiert sie mit einer Alternativwaffe (beim Krieger ist dies das Schild, beim Bogenschützen ein kleiner Dolch). Je mehr Gegner man vernichtet hat, umso schneller steigt der awesome-Balken, durch dessen Aktivierung die Angriffswerte der Spielfigur kurzfristig stark ansteigen und man knifflige Gegner schneller besiegen kann. Alternativ ist es auch möglich awesome-Sauce zu trinken, um sofort Gebrauch von der Spezialfähigkeit zu machen.

Natürlich darf Kuchen (und in vereinzelten Fällen auch Melonen) als Heilmittel in einem Spiel wie diesem nicht fehlen, sodass man die Herzleiste durch das Essen der cremigen Süßigkeit wieder auffüllt. Isst man jedoch zu viel von dem Dessert, mutiert man kurzzeitig zu einem kleinem Fettklops und kann mittels Ohrfeigen hohen Schaden anrichten, dafür allerdings nicht Verwendung von der klassenspezifischen Waffe machen. In vereinzelten Fällen gibt es sogar Zaubertränke mit denen man die Gegner verbrennen, einfrieren oder in Hühner verwandeln kann, um sie anschließend leichter zu besiegen.

Ähnlich wie in Castle Crashers spielt man die sechs Episoden von Fat Princess Adventures öfters, um neue Waffen zu erhalten oder diese durch verdiente Goldmünzen aufzuwerten. Vereinzelte Truhen lassen sich dabei nur auf höheren Schwierigkeitsgraden öffnen, sodass man auf umständliche Weise dazu motiviert wird die Story mehrmals durchzuspielen.

Multiplayer

Da die Geschichte im Alleingang nach vermehrten Durchgängen doch recht uninteressant ist und man auf höheren Schwierigkeitsgraden nur mit viel Aufwand an den Gegnern vorbeikommt, ist man mit der Zeit auf die Unterstützung weiterer Spieler angewiesen. Bis zu vier Spieler können dabei gleichzeitig sowohl online als auch offline zu dem Abenteuer dazustoßen – jedem Teilnehmer steht dabei frei zur Auswahl welche Klasse man vertreten möchte. Es gibt an dieser Stelle zwar keinen kompetitiven Modus wie im direkten Vorgänger auf der PlayStation 3, dafür bekommt der Spieler, der zuerst den Inhalt einer Schatztruhe an sich reißt das meiste Gold und ist auch in der Lage neue Ausrüstungsteile als Erster aufzusammeln. Durch das Erreichen der Checkpoints mit weiteren realen Spielern schaltet man Kronenpunkte frei, mit denen man neue Designartikel freischalten kann, die man zum Individualisieren der Spielfigur verwendet.

Abseits des Storymoduses gibt es noch die Grindhouse-Unterteilung bei der man zusätzliche Behinderungen (Gegner richten beispielsweise mehr Schaden an) zu den einzelnen Storyabschnitten erhält dafür aber im Gegenzug mehr Goldmünzen sowie Diamanten geboten bekommt.

Grafik

Man darf sich von den niedlich designten Charakteren nicht täuschen lassen, denn Fat Princess Adventures ist ein unglaublich blutiges Spiel. Dieses lässt sich zwar in den Optionen abstellen, dadurch verliert der Downloadtitel mit schwarzen Humor deutlich an Charme. Die einzelnen Levels wurden sehr detailreich gestaltet, allerdings verschwinden sämtliche Gegner nachdem sie einmal besiegt wurden. Zudem ist der Storyablauf so linear aufgebaut worden, dass man durch die interessanten Levels eigentlich nur durchläuft, um möglichst schnell zum Ziel zu gelangen und Münzen zu erhalten. Im Gegensatz zu den 3D-Modellen im Spiel wird die Geschichte in Form von Bilderbuchseiten erzählt. Jeder Abschnitt hat unikate Zeichnungen, die mit der Sprachausgabe der jeweiligen Charaktere untermalt wurden.

Ebenso detailliert wie die Levels ist auch das Design der einzelnen Spielfiguren ausgefallen. Nicht nur, dass sich ihr Verhalten je nach Charakter ändert, auch die einzelnen Accessoires sowie Haar- und Augenfarbe der Spielfiguren lässt sich vor dem Spielstart im Hauptmenü individualisieren. Es ist dabei unwichtig von welcher PlayStation 4-Konsole aus man das Downloadspiel spielt, da die Informationen zu den virtuellen Kriegern gemeinsam mit der PlayStation-ID übertragen werden.

Sound

Die bekannten Fat Princess-Melodien aus den Vorgängern wurde beibehalten und durch diverse Instrumentvariationen abgeändert. Dadurch erhält das Spiel eine größere Auswahl an unterschiedlichen Soundtracks, die sich je nach Level ändert. Die Spielfiguren besitzen zudem, je nach Charaktertyp unterschiedliche Sprachausgaben, die sie während den blutigen Metzeleinlagen auch gerne zur Geltung bringen. Dabei kommt es gelegentlich auch vor, dass die Stadtbewohner Strophen über herkömmlichen Kuchen und die veganen Piraten über glutenfreies Melonengebäck singen. Das Highlight des Spiels ist aber die japanische Trashmetal-Einlage von Ladybaby währenddem man sich mit der Rainbowpower durch die Gegnermassen prügelt.

Abschließende Worte

Fast Princess Adventures ist die Erweiterung, die man sich als Besitzer des kompetitiven Multiplayerspiels auf der PlayStation 3 gewünscht hat und verspricht dieses Mal mit einer vielseitigeren Story, unterhaltsameren Gameplay und bis zu 15 Stunden Abwechslung erneut hohe Wellen zu schlagen. Allerdings ist es eben die mangelnde Abwechslung in Sachen Gameplayvielfalt, die den Downloadtitel zu einem unterdurchschnittlichen Titel verkommen lässt. Und das ist eigentlich wirklich schade, denn obwohl die Levels nur so von Details strotzen und die Charaktere unglaublich niedlich sind, fehlt dem Spiel der Tiefgang, um selbst eingefleischte Hardcore-Gamer auf längere Frist zu begeistern.

– Detailreiches Leveldesign…

– Speicherstand wird mit der PS-ID übertragen

– Individualisierbares Figurenoutfit

– Lustige Sprachausgaben

– Vegane Piraten und Zombiemelonen

– … mit zu linearem Storyablauf

– Sehr repetatives Gameplay

– Wiederholtes Buttonsmashing

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Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!

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