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The Tomorrow Children – Alpha Hands On
Follow Publisher: Sony
Entwickler: Q-Games
Altersfreigabe: 0+
Release: 6. September 2016

The Tomorrow Children – Alpha Hands On

Site Score
8.0
Good: Vier furchteinflößende Gegnertypen, Sehr viel Erkundungsfreiraum, Riesige erkundbare Welt
Bad: Nur sehr mäßig weiterhelfende Tutorials, Kaum Unterschiede bei den Spielfiguren
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Vom Pixelhaufen zum Mütterchen Russland

„Es sieht gut aus, aber was genau ist The Tomorrow Children eigentlich?“ fragten sich viele nicht unbegründet, als Q-Games, der Entwickler der PixelJunk-Reihe, den neuen Titel auf der GamesCom 2014 für PlayStation 4 angekündigt hat. Nach drei Monaten des Rätselns hatten wir nun die Gelegenheit an der Alpha-Version des Spiels teilzunehmen, um für etwas mehr Klarheit über das interessante Indie-Spiel zu sorgen. Diese Inhalte befinden sich derzeit noch im frühen Entwicklungsstadium, daher waren auch noch ziemlich viele Glitches und Clipping-Fehler zu sehen – alles Punkte die in der endgültigen Version des Spieles nicht mehr vorkommen sollen.

The Joy of Work – Spaß neben Spitzhacke und Matrjoschka

Die Spielfigur erwacht vor dem Schreibtisch einer zwielichtigen Gestalt zum Leben und darf sich auf einen der vermutlich gruseligsten Einleitungen gefasst machen. Was zuvor geschah? Weiß man nicht. Wieso man gestorben und in den Hüllen einer unbekannten Person gepackt wurde, ebenso wenig. Sicher ist nur, dass Arbeit am Tagesprogramm steht und davon nicht zu wenig. Zur Hintergrundgeschichte bleibt zu sagen; durch ein Experiment wurde das Bewusstsein der Menschen komplett ausgelöscht, sodass die einzelnen Überlebenden nun dafür sorgen müssen die Gesellschaft wieder aufzubauen.

In The Tomorrow Children gilt es eine Stadt in einer sterilen und leeren Umgebung aufzubauen. Die wenigen Bauwerke, Werbebanner und Bewohner erinnern an das kommunistische Regime der Sowjetunion. Man fackelt demnach auch nicht sonderlich lange herum, sondern wählt den eigenen Beruf und stürzt sich sofort ins Arbeitsgeschehen. Die Wahl ob man nun in die Rolle eines Zivilisten, Bergarbeiters, Ingenieurs, Kommunikationsexperten oder Soldaten schlüpft, ist eigentlich auch nicht wirklich ausschlaggebend, da die Klassen nur vereinzelte Vorteile in bestimmten Bereichen mit sich bringen. Jeder Beruf ist dazu in der Lage jede Tätigkeit auszuführen. Die Zivilistin ist in jeder Hinsicht ausgeglichen, die Bergarbeiterin ist besser im Abbau von Erzen und dem Erkunden von Höhlen, die Ingenieurin brilliert durch schnellen Gebäudebau und im Kampf gegen die Izvergs, die Kommunikationsexpertin ist schnell und hat eine hohe Ausdauer und die Soldatin spezialisiert sich auf Gefechte gegen die Monster. Es ist dabei auffällig, dass die spielbaren Charaktere allesamt weiblich sind.

Ziel des Spieles ist es in der steril erscheinenden, unerforschten Landschaft Matrjoschka-Puppen zu finden, sie ins Stadtzentrum zu transportieren und somit die Population der kleinen Siedlung zu erhöhen. Zu den Kernelementen zählen das Abwehren von Angriffen der Izvergs, Aufrechterhalten der städlichen Infrastruktur und Voranschreiten in der Umgebungserforschung.

Gameplay

Hat man beim Starten des Spiels die einzige wirklich lange Ladezeit hinter sich gebracht, landet man mit unzähligen anderen Teilnehmern von The Tomorrow Children auf einer recht leeren Karte. Gebäude sind nur in sehr geringer Ausführung zu sehen und ein wirkliches Tutorial gibt es nicht. Learning by doing ist angesagt. Es gibt zwar vereinzelte Videostationen an denen man sich bestimmte Informationen zu Tätigkeiten holen kann, wirklich ausführlich sind diese allerdings nicht. Im Vordergrund steht in erster Linie der Ressourcen-Abbau in den entfernten Arealen nahe der Stadt. Zu Beginn von The Tomorrow Children wird der Spielfigur eine Spitzhacke in die Hand gedrückt, mit der man seine ersten Erfahrungen in Höhlen der unerforschten Inseln gewinnen kann. Gesammelte Rohstoffe wie Kristalle und Kohle werden entweder zu Fuß oder mit dem örtlichen Bus in die Basis getragen. Von dort aus werden sie dazu verwendet neue Gebäude zu bauen oder diese zu reparieren. Ein Riesenlaufrad, welches durch das Laufen mit der Spielfigur betrieben wird, versorgt die gesamte Ortschaft mit Strom. Dazu reguliert man eine Nadel in einem vorgegebenen Bereich durch das genaue Drücken der R2-Taste. Mangelt es der Siedlung an Strom, werden Gebäude geschlossen oder manche Dienstleistungen nicht mehr angeboten. Um neue Häuser oder Baugegenstände zu erstellen, muss ein kurzes Schiebebild-Rätsel gelöst werden, dessen Schwierigkeitsgrad je nach Wichtigkeit des Items verschieden ist.

Die Atmosphäre in dem Spiel ist trotz der großen Leere wirklich ergreifend und einzigartig.

Durch jede Tätigkeit generiert man Erfahrungspunkte, mit denen die Spielfigur im Level steigt und bestimmte Attribute angehoben werden können. Des Weiteren ist es sinnvoll in regelmäßigen Zeitabständen zum Arbeitsministerium vorbei zu schauen, da dort sämtliche Fortschritte im Spiel in Gutscheine umgewandelt werden. Diese lassen sich bei Automaten gegen neue Werkzeuge, Items und temporäre Verbesserungen einlösen. Wer zu viele Gegenstände mit sich führt, muss aber auch berücksichtigen, dass das eigene Körpergewicht höher ist und man sich somit langsamer bewegt und nicht mehr so hoch springen kann. Abseits des Gutschein-Handels, können bestimmte Utensilien auch auf dem Schwarzmarkt im Tausch gegen Geldscheine erworben werden.

In der 2,8GB großen Alpha konnte man lediglich einen Spielstand anlegen. Wenn man somit eine andere Spielfigur ausprobieren wollte, musste die Story komplett neu gestartet werden und der gesamte Fortschritt bisheriger Errungenschaften war verloren. The Tomorrow Children erinnert an manchen Stellen ein wenig an Minecraft und Don’t Starve immerhin arbeitet es nach einem ähnlichen Prinzip; Durch das Erforschen der, in unterschiedlichen Zeitabständen aufpoppenden, Inseln erweitert man im Endeffekt die eigenen Baumöglichkeiten in der Basis der sonst recht sterilen Spielwelt. Das ständige Abwehren von Gegnerangriffen und Bauen von Gebäuden ruft Parellelen zu Titeln wie Starhawk auf, wobei die gesteuerte Figur durch das Ansteigen im Level kontinuierlich verbessert wird. Hinzu kommt, dass der kontinuierliche Tag-/ Nachtwechsel abseits von Gegnerangriffen für die Spielfigur gefährlich sein kann, immerhin ist ein langer Aufenthalt im Dunkeln tödlich für den Charakter.

Multiplayer

Teamwork ist Dreh- und Wendepunkt in dem Downloadspiel, denn sämtliche Ressourcen werden in einem zentralen Lager gesammelt und anschließend auch von dort aus aufgebraucht. Man besitzt demnach (bis auf die Werkzeuge und Boosts) kein eigenes Kontingent an Items und muss sich durch gemeinsames Unterstützen in der unerforschten Welt kontinuierlich unterstützen. Andere Spieler werden in Form von schwarzen Schatten dargestellt und sind ausschließlich dann zu sehen, wenn sie eine Aktion tätigen (Items werden aufgehoben, Erze abgebaut). Kommuniziert wird dabei in Form von vier unterschiedlichen Gestiken, auf die man durch das Drücken der linken, oberen Schultertaste zugreifen kann.

Vereinzelte Punkte in den Menüs des Spiels, lassen zusätzlich darauf schließen, dass The Tomorrow Children auch eine Smartphone-Unterstützung besitzen wird, mit der man Bilder in das Spiel hineinladen kann. Näheres dazu ist allerdings noch nicht bekannt.

Grafik

Die sonst so steril-weiße Umgebungen wird von hellen Gebäuden und plastischen Puppen bevölkert. Das Design der Spielfiguren ist an die Holzpuppen angelehnt, wobei auch diese einen Plastik-ähnlichen Touch besitzen. Die Atmosphäre in dem Spiel ist trotz der großen Leere wirklich ergreifend und einzigartig. Alleine die Tatsache, dass es keinen anständigen Horizont gibt und man die Gegner durch den Nebel auf die eigene Basis langsam zu kommen sieht, sorgt für ein Gänsehaut erzeugendes Gefühl.

Im Rahmen der Alpha gab es vier unterschiedliche Gegnertypen; Bankrotz (ein Godzilla-ähnlicher Riese), Bondi (ein fliegendes Monster, das an einen Rochen erinnert), Zappta (eine Spinnenkreatur) und Retashi (das aussieht wie ein fliegendes Pikachu mit Gasmaske). Sämtliche Widersacher besitzen ein metallisches Schimmern und strahlen ein furchteinflößendes Feeling aus. Einzig und alleine die Kleidungsstücke der einzelnen Charaktere bringen etwas Farbe ins Spiel. Zusätzlich dazu sorgen kurze Tutorialvideos in Form von russischen Propaganda-Clips dafür, dass der sonst so karge “Arbeitsablauf” einen Disney-ähnlichen Vorkriegszeit-Touch erhält.

Sound

Die ständige Stille und das fast schon tinitusartige Geräusch, welches man beim Erkunden der Welt von The Tomorrow Children zu hören bekommt, versetzen den Spieler in eine sonderbare Stimmung. Es kommt des Öfteren vor, dass man sich über den mangelnden Soundtrack wundert, eventuell sogar die Lautstärke des Fernsehers überprüft, da man in dem Spiel abseits der eigenen Schritte und der gelegentlichen, russischen Sprachausgaben kaum etwas zu hören bekommt. Umso imposanter ist es dann, wenn bestimmte Soundtracks zu hören sind – der Kontrast zwischen wenigen Geräuschen und absoluter Stille ist in dem Spiel somit ein ausschlaggebendes Element.

Abschließende Worte

Trotz einiger kurzen Serverprobleme und vereinzelter Glitches konnte die Alpha-Version von The Tomorrow Children einen ausgesprochen guten Eindruck vermitteln, wovon der PlayStation 4-exklusive Titel überhaupt handelt. Der abstrakte Stil des Erkundungs- und Bauspiels macht den Titel zu einem richtigen Hingucker, auch wenn der minimalistische Stil stellenweise etwas zu viel bzw. wenig ist um zufrieden zu stellen. Der Drang möglichst viele Ressourcen zu sammeln und mehr von der eigentlich recht leer erscheinenden Welt zu erforschen, sorgen dafür, dass die wenigen – aber für eine Alpha-Version eigentlich recht vielen – Spielstunden zu einer gruseligen, wenn auch sehr kurzlebigen Spielerfahrung beitragen. Man darf gespannt sein, inwiefern Q-Games den Titel noch weiter ausgeschmücken wird.

– Vier furchteinflößende Gegnertypen

– Sehr viel Erkundungsfreiraum

– Riesige erkundbare Welt

– Mehrspielermodus-fokussiertes Spiel

– Simples und dennoch ergreifender Grafikstil

– Sehr lange Ladezeit zu Beginn des Spiels

– Nur sehr mäßig weiterhelfende Tutorials

– Kaum Unterschiede bei den Spielfiguren

– Ein Speicherstand pro Spieler

Profilbild von Geektor
Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!

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