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The Talos Principle – Hands On
Follow Entwickler: Croteam
Publisher: Devolver Digital
Altersfreigabe: 0+
Release: 11. Dez. 2014 (PC), 13. Okt. 2015 (PS4)

The Talos Principle – Hands On

Site Score
8.0
Good: Umfangreiche, tiefgründige Geschichte, Nicht jedes Rätsel muss gelöst werden
Bad: Sehr, sehr viel Text
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Neu verpackt auf die Sony-Konsole

Bereits letztes Jahr erschien der philosophische 3D-Puzzler The Talos Principle für den PC, nun soll das Hauptspiel sowie der DLC auch für die PlayStation 4 erhältlich werden. Auf der GamesCom bot uns Jonas Kyratzes, Writer und Designer von Croteam, einen kleinen Blick auf die tiefsinnigen Spielstunden, die das Kniffel-Spiel zu bieten hat.

Die großen Fragen der Menschheit

In The Talos Principle geht es keineswegs nur darum sich die Zeit mit ein paar Denkaufgaben zu vertreiben. Das sehr storylastige Spiel zielt vor allem darauf ab den Spieler zum Nachdenken zu bringen und den großen Fragen der Menschheit zu begegnen, und zwar als künstliche Intelligenz. Wer oder was bin ich? Was ist der Sinn des Lebens? Was ist eigentlich Freiheit? Soll man einem Gott blind vertrauen oder ihn hinterfragen? Eingebunden in griechische als auch römische Mythologie und inspiriert von christlicher Entstehunggeschichte, bietet das Setting eine sehr vielschichtige und tiefgreifende Story.

Gameplay

Diese Geschichte beginnt mit einer KI, welche wie aus einem Traum, in einer merkwürdigen Umgebung von alter römischer Baukunst und neuer Technologie, erwacht. Nach nur wenigen Schritten in dieser unbekannten Welt, beginnt eine Stimme mit uns zu sprechen, sie soll eine Art Gott darstellen. Die Stimmte Gottes trägt der KI auf die Puzzle dieser Welt zu lösen, weil dies seine Bestimmung sei. Nachdem die ersten Rätsel gelöst wurden, begegnet man Milton, einem eher zynischen Programm, das auf verschiedenen Computerstationen zu finden ist. Milton soll den Gegenspieler zur göttlichen Stimme darstellen und beginnt gerne Diskussionen mit dem Spieler, die dazu führen, dass die Aufgaben die von Gott gestellt werden erstmals hinterfragt werden. An den Computerterminals sind außerdem viele verschiedene Dateien zu finden, die die eigentliche Geschichte dieser Welt stückweise aufdecken, Theorien vermitteln oder Hinweise geben.

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Dabei steht es dem Spieler frei, wie ausgiebig er sich mit Milton unterhält und wie weit er in die Geheimnisse des Open World-Puzzlers eintauchen möchte. Zwischendurch findet man Nachrichten von anderen KIs, mit unterschiedlichsten Inhalten, und kann selbst ebenfalls kleine Notizen hinterlassen. Um den Spielverlauf voran zu treiben, müssen Rätsel gelöst werden, wodurch man Tetrissteine sammelt, die wiederum dazu dienen Türen zu öffnen. Auch hier muss nicht jedes einzelne Puzzle gelöst werden, um im Spiel voran zu kommen und die Reihenfolge ist ebenso irrelevant. Wird ein Rätsel zu schwierig, kann man sich zwischendurch einem anderen widmen und es später noch einmal versuchen. Je nachdem, wie sich der Spieler mit den Inhalten auseinandersetzt und seine Entscheidungen trifft, können auch verschiedene Enden aufkommen.

Road to Gehenna

Die Story des DLC spielt zwar in der selben Welt, ist aber sonst komplett unabhängig vom Hauptspiel. In dieser Geschichte wird man von Gott gesandt, um andere KIs aus einem Gefängnis zu befreien. An den Terminals kann man sich zwar nicht mehr mit Milton unterhalten, sie dienen dafür als eine Art Forum für die gefangenen KIs. Dort hinterlassen sie nicht nur ihre Erfahrungen und Probleme, sondern auch Dinge, die sie kreativ geschaffen haben beispielsweise in Form eines kurzen Textadventures oder Bildmagazinen. Nach und nach wird deutlich, dass diese Roboter sich eine eigene Gesellschaft und eigene Strukturen aufgebaut haben und sich wohl gar nicht als Gefangene sehen.

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Hier liegt der thematische Schwerpunkt bei Fragen zur Freiheit, was sie wirklich bedeutet und wer sie beurteilen kann. Man stellt sich als Spieler dem Zwiespalt, die KIs zu befreien, aber dadurch alles zu zerstören, dass sie sich aufgebaut haben, oder sie weiter in Gefangenschaft leben zu lassen, wo sie doch scheinbar glücklich sind. Auch hier wird die Geschichte durch Denksportaufgaben voran getrieben. Die Rätsel sind in ihrer Anzahl zwar weniger, dafür umso großflächiger und schwieriger. Der DLC empfiehlt sich als daher eher für jene, die das Hauptspiel bereits durchgespielt haben.

Grafik

Um ein möglichst authentisches Ambiente zu schaffen, haben die Entwickler Originalschauplätze und Ausgrabungen in Ägypten und Pompei 1:1 in das Spiel integriert. Die Mischung aus alten Relikten, moderner Technologie und botanischen Elementen sorgt für eine einzigartige, ungewöhnliche Atmosphäre.

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Auch Flickern oder scheinbare Grafikfehler sind hier mit Absicht programmiert worden. Sie sollen darauf hinweisen, dass man sich in einer illusionären Welt befindet.

Sound

Der Sound ist eher minimalistisch gehalten. Wenige Töne, die fast schon wie Meditationsmusik klingen, unterstreichen das bizarre Ambiente.

Abschließende Worte

Wer genug von oberflächlichen Storys und inhaltslosen Spielen hat, kann sich bis zu 20 Stunden in die Tiefen der philosophischen Welt von The Talos Principle begeben. Hier werden die Gehirnzellen nicht nur zum Rätsellösen angeregt, sondern man begegnet außerdem unterschiedlichsten Blickwinkeln auf eine reiche Palette an Themen wie Religion, Existenz und Lebensinn, Freiheit, Wissenschaft, Gut und Böse. Fragen, die sich jeder Mensch im Leben einmal stellt, werden in einem interessanten Setting neu aufgearbeitet und regt zum mit- und umdenken an. Wie weit man sich in die Geheimnisse der künstlich geschaffenen Welt begeben möchte, bleibt dank Open World dem Spieler selbst überlassen.

– Umfangreiche, tiefgründige Geschichte

– Nicht jedes Rätsel muss gelöst werden

– Mini-Games bieten Abwechslung

– Regt zum philosophieren und Nachdenken an

– Rätselprinzip gleichbleibend

– Sehr, sehr viel Text

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The Talos Principle – Fakten