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Wolfenstein: The New Order
Follow Publisher: Bethesda Softworks
Entwickler: MachineGames
Altersfreigabe: 18+
Release: 23. Mai 2014

Wolfenstein: The New Order

Site Score
8.0
Good: Hohes Ausmaß der Zensur, Spiel ausschließlich auf deutsch
Bad: Solide inszenierte Story, Gute Atmosphäre, Herrlich kranke Charaktere
User Score
9.0
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Rating: 9.0/10 (1 vote cast)

Wolfenstein nur in deutsch? Well played, Führer!

Fast 33 Jahre ist es her, dass der erste Ableger der Wolfenstein-Reihe das Licht der Welt erblickt hat und seitdem storytechnisch den fiktiv-alternativen Ausgang des Zweiten Welkriegs behandelt. Im deutschsprachigen Raum ist das immer ein besonderer Moment, da das nationalsozialistische Regime und Adolf Hitlers Schergen ihre Spuren in der Weltgeschichte hinterlassen haben. Über fünf unterschiedliche Studios versuchten sich an der Entwicklung des in die Jahre gekommenen Shooters, mit MachineGames an letzter Stelle. Das schwedische Unternehmen ist für den neunten Ableger verantwortlich und will mit Wolfenstein: The New Order aber nicht nur einen neuen Ableger, sondern einen kompletten Reboot der Reihe auf die Beine stellen.

Verrückt und unerschrocken – willkommen im Krieg!

Die Geschichte des Spiels findet genau drei Jahre nach dem Vorgänger Wolfenstein statt und führt die Erzählungen von William B. J. Blazkowiczs Kampf gegen die Übermacht der Nazis, welche in der fiktiven Geschichte den Zweiten Weltkrieg gewonnen haben, fort. Zu Beginn versucht er mit einem Soldatenteam die Festung von General Wilhelm Schulz, der in dem Spiel lediglich General Totenkopf genannt wird, zu infiltrieren, in der Hoffnung ihn zu eliminieren und seinen grausamen Experimenten an Menschen ein Ende zu setzen. Unglücklicher Weise verläuft nicht alles nach Plan und der Protagonist landet mit einem schweren Schädelhirntrauma im Meer. Er erwacht 14 Jahre später in einer polnischer Nervenklinik aus seinem Koma und muss von den Leitern der Anstalt erfahren, dass die Nazis nun die Welt beherrschen und sämtliche Widerstände von den grausamen Truppen gewaltsam unterbunden wurden. In der Hoffnung seine früheren Teamkollegen zu retten und der deutschen Übermacht Einhalt zu gebieten, zieht der etwas dickere Till Schweiger-Klon in den Kampf gegen Sadisten, Idioten und Fanaten des Dritten Reichs.

Abgedrehte Charaktere, eine gute Story und zahlreiche „Alternativ-Swastiken“ erwarten den Spieler in Wolfenstein: The New Order!

MachineGames unterhält die Gamer gute 25 Stunden lang durchgehend mit einer hervorragend inszenierten Geschichte, zahlreichenden interessanten Charakteren und einer guten Allgemeinatmosphäre. Einzig und alleine das umfangreiche Ausmaß der Zensur, dem das Spiel zum Opfer gefallen ist, dürfte einer der größten Makel von Wolfenstein: The New Order sein. Statt „Nazis“ gibt es „Soldaten des Regimes“, sämtliche Hakenkreuze wurden mit dem Wolfenstein-Logo ergänzt und selbst die englische Sprachausgabe entfernt, da Zocker im deutschsprachigen Raum das böse „Nazi“-Wort gar nicht hören sollen. Es ist wie immer sehr schade, dass Filme im Auftrag der Kunst Gebrauch von Kulissen und Kostümen der nationalsozialistischer Zeit machen dürfen, Videospiele aber nach wie vor der Zensur zum Opfer fallen. Wer das Spiel aber nur wegen den fehlenden Swastiken nicht spielen möchte, verpasst eine wirklich originelle und interessante Story.

Spiele, die von Bethesda Softwork vertrieben werden, sind bekannt für ihre tiefgründige Einzelspielererfahrung und diese steht auch bei dem neuesten Ableger der Wolfenstein-Reihe eindeutig im Vordergrund. Dass der Shooter keinen Mehrspielermodus besitzt ist verkraftbar und die Tatsache, dass man das Spiel auch ohne storytechnischem Vorwissen bisheriger Teile der Reihe problemlos spielen kann, sehr erfreulich.

Gameplay

Die Entwickler bleiben einzelnen Gameplayelementen treu und gestalten einzelne Bereiche simpler beziehungsweise übersichtlicher. Markant für die Wolfenstein-Reihe ist, dass der Protagonist seine Gesundheit manuell durch das Aufsammeln von Medipacks wieder herstellen muss – bis zu einem bestimmten Prozentsatz regeneriert sich die Vitalität des Spielers aber automatisch. Es ist ebenso beibehalten worden Waffen entweder nur auf einer Hand oder gleich in doppelter Ausführung zu tragen, um gleich doppelten Schaden anzurichten. Hält man beim Spielen zudem die L1-Taste gedrückt, lehnt sich Blazkowicz zur Seite, nach oben oder nach unten, um hinter Ecken hervor zu spähen oder unter einer Türe durch zu schauen.

Neu ist die Einbindung der Vorteile, die man für Blazkowicz freischalten kann. Anders als bei den meisten Shootern erhält man für Tötungen keine Punkte, die anschließend für bestimmte Fähigkeiten eingesetzt werden können, sondern das Spiel passt sich an die Vorangehensweise des Spielers an. Tötet man beispielsweise einen Gegner durch ein geworfenes Messer wird nach einigen Eliminierungen ein Upgrade für geworfene Messer freigeschaltet. Die erspielbaren Vorteile lassen sich dabei immer im Menü ansehen, deren vorausgesetzte Aktion ebenso. An dieser Stelle enttäuscht die Vielfalt und die Menge der Fähigkeiten für die Spielfigur. Man sitzt zwar wirklich lange an dem Spiel bis sämtliche Abilities verwendbar sind, etwas mehr hätten es aber schon sein können.

Der Shooter besitzt keine englische Sprachausgabe. Dafür ist es das Spiel mit der seit langem besten deutschen Synchronisation!

Das Leveldesign ist recht linear ausgefallen, man weiß stets wohin man gehen muss und welches Ziel als nächstes zu erreichen ist. Die Frage ist lediglich wie dieses Ziel erreicht wird. Lauft man laut schreiend und bis zu den Zähnen bewaffnet in die Reihen der Gegner oder meuchelt man lieber jeden einzelnen Soldaten aus dem sicheren Versteck – sämtliche Areale sind so aufgebaut, dass beide Vorgänge spielend leicht möglich sind. Es ist zwar schade, dass man die Gegner nicht wie im ersten Teil verhören kann, dafür bieten die Kommandanten aber wertvolle Informationen, die anschließend in Form eines Fragezeichens auf der Karte markiert werden. Befindet sich ein Offizier in der Nähe, wird ein Lautstärkemesser eingeblendet, der dessen Nähe signalisiert. Wird der Spieler entdeckt, schlagen die Nazis Alarm und fordern über den Kommandanten bis zu seinem Ableben stets Verstärkung an. Fairer Weise sind auch die Waffen, Ausrüstungsteile und Items der Gegner verwendbar, sodass man selbst im höchsten Schwierigkeitsgrad kein Problem mit Munitionsmangel hat.

Mit der Umgebung interagiert man nur sehr selten – wenn dann schließt man auf die Schnelle eine elektrische Türe kurz oder legt einige Schalter zum Öffnen einer Türe um. Verzweigte Wege, versteckte Kammern und kleinere Rätseln sorgen abseits vom geradlinigen Voranschreiten dann doch für die Möglichkeit, dass Abenteurer ihren Forscherdrang ausleben dürfen. Zu finden gibt es dabei ausführliche Briefe von einigen der NPCs, verschlüsselte Enigma-Codes, gestohlene Goldgegenstände und Artworks zu den einzelnen, soeben besuchten Locations.

Grafik

Wolfenstein: The New Order ist voll von Werbeplakaten, Propagandatafeln der damaligen Zeit und sorgt mit persönlichen Notizen, Familienfotos der NPCs an den Wänden im Spiel und speziellen „deutschen“ Inhalten (zum Beispiel Dürers Hase) für eine hervorragende Atmosphäre. Umso enttäuschender ist, dass sämtliche Hakenkreuze durch das Logo von Wolfenstein ersetzt wurden, was nicht einmal ansatzweise einen Sinn für das Spiel oder die Geschichte ergibt (Wieso sollten die Soldaten „des Regimes“ den Anfangsbuchstaben einer einzelnen Festung auf sämtliche Bannern ihres Reiches pflastern?).

Dafür begeistert das Spiel mit einer interessanten Kameraführung bei den einzelnen Filmsequenzen, sowie mit zerstörbaren Umgebungen, sodass taktisches Positionieren in den Gefechten mehr Bedeutung bekommt. Gelegentlich fühlt sich der Shooter wie ein interaktiver Film aus der Ego-Perspektive an, welcher nur gelegentlich aus der Sicht der dritten Person präsentiert wird. Die einzelnen Szenen sehen dabei für ein Spiel der vergangenen Konsolen-Generation wirklich gut aus, zeigen aber anhand der matten Oberflächenstrukturen sehr schnell, dass die grafischen Verhältnisse für die Hardware-Verhältnisse der PlayStation 3 und Xbox 360 ausgelegt wurden.

Besonders interessant ist, dass die NPCs den Spieler gelegentlich zu einer Entscheidung auffordern. Kommt man dieser nicht nach, weisen sie Blazkowicz darauf hin, dass dieser handeln sollte, sonst handeln sie selbst (was meistens ziemlich blutig endet).

Sound

Als multilingualer Gamer, der Filme und Videospiele oftmals lieber in der englischen Sprache „konsumiert“, war es für mich zu Beginn ein großer Minuspunkt, dass Wolfenstein: The New Order ausschließlich eine deutsche Sprachausgabe spendiert wurde. Dieser Verdruss wurde durch die Tatsache gemildert, dass die Synchronisation in die deutsche Sprache bei dem Shooter wirklich gelungen ist. Keine peinlichen Phrasen, keine über- oder unteremotionalen Formulierungen, lediglich der durchschnittliche Sprachgebrauch eines mittelschichtigen (eingedeutschten US-) Soldaten zu dem Zeitpunkt der fiktiven Nachkriegszeit. Somit gelingt es MachineGames als einem der wenigen Entwickler erstmals seit langem eine genießbare deutsche Synchro für einen Shooter zu bieten.

Abschließende Worte

Die Wolfenstein-Reihe hat die Zeit während und nach dem Zweiten Weltkrieg immer schon etwas anders gesehen, als es im Geschichtsbuch beschrieben steht. Die schwedischen Entwickler bieten dazu mit dem neuesten Ableger einen durchgehend soliden Shooter, mit verrückten Charakteren, fordernder Action und einer großen Menge an Zensuren. Ist man aber in der Lage darüber hinwegzublicken, entpuppt sich Wolfenstein: The New Order als storytechnisch interessantes Spiel, bei dem sogar die deutsche Sprachausgabe hervorragend an die Geschehnissen angepasst wurde. Eine höhere Auswahl bei den Fertigkeiten und eine für aktuelle Konsolen zeitgemäße Grafik hätten dem Spiel allerdings sicherlich gut getan.

– Solide inszenierte Story

– Gute Atmosphäre

– Herrlich kranke Charaktere

– Kleinere Rätsel im Spiel

– Zerstörbare Umgebung

– Sehr gute deutsche Sprachausgabe

– Artworks und persönliche Briefe

– Hohes Ausmaß der Zensur

– Spiel ausschließlich auf deutsch

– Fertigkeitenbaum sehr mager

– Optisch nicht ganz Next Gen-Qualität

Profilbild von Geektor
Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!

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